Wegen der Technik: Kein Fingerabdruck-Scanner im Note 3

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Samsung Galaxy Note 3 ohne Fingerabdruck-Scanner

Heutzutage wird es immer schwerer sich als Hersteller eines Smartphones (und nebenbei in fast jeder anderen Branche) ernsthaft von der Konkurrenz abzuheben, weswegen sich der eine oder andere Hersteller auf technologische Experimente wie zum Beispiel einen Fingerabdruck-Scanner für sein Gerät einlässt. Solche Ambitionen jedenfalls werden Samsung und Apple nachgesagt.

Erstmals machte das Gerücht bei Samsung die Runde, dass die Südkoreaner das kommende Galaxy Note 3 mit einer solchen Technologie ausstatten würden. Und was täte sich da besser anbieten, als einen solchen Fingerabdruck-Scanner in der Home-Taste direkt unterhalb des Displays anzubringen, um das Smartphone bequem entsperren zu können? Selbst Apple wurde das für das iPhone 5S nachgesagt, nachdem der Konzern von CEO Tim Cook extra dafür ein Unternehmen aufkaufte. Auch wenn weder Apple noch Samsung die ersten mit dieser Idee sind, müssen beide Konzerne ihre Pläne vorerst zurückstellen. Kleinere Hersteller wie das chinesische Unternehmen Konka sind allerdings aufgrund der sehr geringen Stückzahlen besser dran, derartige Technologien einsetzen zu können.

 

Produktion kommt nicht hinterher

Denn die Herstellung der notwendigen Sensoren gestaltet sich als weitaus schwieriger als gedacht, wie die südkoreanische Website ETNews berichtet. Dabei geht es weniger um die Chips und der jeweils genutzten Technologie selbst: Das Problem ist in erster Linie wie es scheint in der Massenfertigung zu suchen, die einfach nicht die gewünschte bzw. erforderliche Qualität liefern kann. Aus diesem Grund habe Samsung beispielsweise die Pläne für einen Fingerabdruck-Scanner in der finalen Entwicklungsphase des Galaxy Note 3 wieder verworfen, um das Smartlet rechtzeitig in den Handel bringen zu können. Konkurrent Apple hingegen wird eine Verschiebung des iPhone 5S nachgesagt, weil die gelieferten Mengen nicht ausreichen für den ursprünglich geplanten Marktstart.

Auch wenn Fingerabdruck-Scanner alles andere als eine Seltenheit sind, ist die Herstellung entsprechender Module und Chips in den Größenordnungen, wie sie Apple und Samsung einsetzen wollen, nach wie vor eine extreme Herausforderung, die derzeit einfach noch zu groß ist. Zudem darf man sich fragen, ob ein Fingerabdruck-Scanner wirklich einen Mehrwert in Sachen Sicherheit bieten kann: Fingerabdrücke und die Scanner selbst können mit ein wenig Aufwand gefälscht bzw. überlistet werden. Die ersten Smartphones mit Fingerabdruck-Scanner brachte übrigens Toshiba im Jahre 2007 auf den Markt mit den beiden Modellen Portégé G500 und G900.

[Quelle: ETNews | via AndroidAuthority]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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