[Update] Weitere Infos zum neuen Nexus-Programm aufgetaucht

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In den letzten Tagen hat die Nachricht über ein Zertifizierungsprogramm für die Marke Nexus großes Aufsehen erregt. Denn theoretisch kann nun jeder x-beliebige Hersteller ein Smartphone oder Tablet bauen, die Zertifizierung erhalten und das Gerät als Nexus-Irgendwas auf den Markt werfen. Vorbei wäre die Zeit eines klaren Android-Flaggschiffs aber dieser Schritt würde auch Vorteile mit sich bringen: Nexus-Geräte für jeden Geschmack.

Wie schon bei den ersten Gerüchten zum neuen Nexus-Programm sind die Kollegen von AndroidAndMe Quelle der neusten Informationen zum Nexus-Zertifizierungsprogramm. Und was die Jungs (und Mädels) zu erzählen haben, lässt einen jeden Nexus-Fan wahrlich mit den Ohren schlackern vor Vorfreude, falls das wahr werden sollte. Denn künftig kann jeder Hersteller die Nexus-Zertifizierung beantragen, sofern das Gerät bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Zum einen wäre das ein 64 MB großer gesicherter Speicher für das Medienstreaming, NFC sowie ein reines und ohne Herstellerzusätze versehenes Android. Hinzu muss noch Hardware kommen, die mindestens die nächste und übernächste Androidversion verkraftet. Fraglich ist an dieser Stelle nur: Kommen die Updates wie gewohnt weiterhin direkt von Google oder vom jeweiligen Hersteller? Außerdem würde das die Gerüchte für mehrere Nexus-Geräte für dieses Jahr mehr als nur untermauern, nebenbei gesagt.

 

Das Customization Center

Die größte und von vielen sehnlichst gewünschte Neuerung ist das sogenannte Customization Center. An dieser zentralen Stelle kann der Käufer des jeweiligen Nexus-Gerätes Herstelleroberflächen wie HTCs Sense, Samsungs TouchWiz oder LGs Optimus UI nachinstallieren, falls einem der Sinn danach steht. Aber auch Klingeltöne, Hintergründe und möglicherweise alles andere was das Herz zum Personalisieren sich wünscht soll es dort geben. Laut AndroidAndMe wird diese Funktion ein zentraler Bestandteil von Android werden, weshalb sich das alles direkt aus den Einstellungen heraus bewerkstelligen lässt. Würde die Wandlungsfähigkeit von Android gegenüber anderen Plattformen nur noch weiter hervorheben. Individualisten wird’s freuen, oder?

Die Neuerungen könnten aber auch noch tiefer gehen als das. Laut den Informationen von AndroidAndMe plant Google eine Art Template-Engine für den kompletten System-Look inklusive Icons und dergleichen, wie es bei CyanogenMod mit dem Theme Chooser machbar ist. Sollte sich das bewahrheiten, dürfte Android eine seiner größten Neuerungen bevorstehen: Updates für das System unabhängig von der Oberfläche, was für die meisten verzögerten Updates die Schuld sein dürfte. Immerhin müssen die Hersteller ihre Oberflächen für jede neue Androidversion neu anpassen, was zeitnahe Updates bisweilen verhindert (siehe LG oder Motorola). Dennoch müssen wir diese Info als das nehmen was sie derzeit ist: Nur Gerüchte ohne handfeste Beweise. Aber man wird ja noch träumen dürfen.

 

Aktualisierte Google Apps

Jede neue Androidversion kommt mit einem neuen Nexus-Gerät und bringt neue Versionen der Google Apps mit sich. Laut der Quelle von AndroidAndMe betrifft das diesmal die Google Apps Google Play, Google Now und den Google Video Player. Besonders Androidneulinge sollen von den Verbesserungen bei Google Now profitieren, als Beispiel nannte AndroidAndMe eine Frage wie „Wo kann ich das WLAN einschalten?“ Wäre schon eine enorme Erleichterung, um bestimmte Funktionen zu finden. Einfach mit dem Smartphone quatschen und schon gelangt man dorthin wo man hin will. Quasi eine Art Siri 2.0 Plus, wenn man es so nennen will.

Für Google Play, dem offiziellen Android App Store wird es auch mal wieder ein paar größere Änderungen geben. Zum Beispiel eine personalisierte Suche, optionale Promotionkampagnien mit Integration im Benachrichtungscenter, neue Bezahlmöglichkeiten (PayPal???) sowie einfachere InApp-Transaktionen. Und die Video Player App erhält eine lang benötigte Überarbeitung, die unter anderem APIs mitbringt. Damit lassen sich dann bestimmte Funktionen in andere Dienste einbinden.

 

Projekt Roadrunner

Die etwas Älteren unter uns werden bei „Roadrunner“ vermutlich an die Trickfilme von Warner Bros. denken, wo Wile E. Coyote immer vergeblich versuchte, den rasend schnellen Laufvogel Road Runner zu schnappen. An was denken wir also automatisch bei Roadrunner? Richtig an pure Geschwindigkeit des Systems. Denn das ist einer der Punkte, den sich Android im Vergleich zu iOS oder Windows Phone 7/8 immer noch anhören und gefallen lassen muss. Nur ist das nicht das Ziel von Projekt Roadrunner, wie AndroidAndMe berichtet. Vielmehr verfolgt Google damit das Ziel, noch mehr aus den Akkus der Smartphones und Tablets heraus zu quetschen, um die Ausdauer zu erhöhen. Kurzum, was Project Butter für das gesamte System und dessen Flüssigkeit bedeutet, ist Project Roadrunner für die Akkuausdauer und das können wir nur begrüßen.

 

Zu gut, um wahr zu sein?

Das alles sind freilich nach wie vor lediglich Spekulationen und Gerüchte, die auf Informationen von AndroidAndMe aus einer vertraulichen Quelle stammen. Zwar ist AndroidAndMe was Gerüchte betrifft bisher recht zuverlässig gewesen, dennoch sollte man auch diese Informationen mit der üblichen Portion Skepsis betrachten, auch wenn die Quelle von AndroidAndMe sich in der Vergangenheit als sehr zuverlässig heraus gestellt hat. Wäre allerdings schon genial, wenn Google diese Dinge wirklich so umsetzt und eventuell zum Teil schon in Android 4.2 Jelly Bean umgesetzt hätte. Das wären zumindest wieder Dinge, die Android von der Konkurrenz abheben würden und das gesamte System besser machen. Und was meint ihr dazu: Zu schön um wahr zu sein oder wirklich in der Pipeline von Google’s Entwicklerteams? Postet eure Meinung zu dem Ganzen in die Kommentare.

 

Update

Wie AndroidAndMe heute früh deutscher Zeit mitteilte, sind die zuvor veröffentlichten News über Android 4.2, das Customization Center und das Nexus-Zertifizierungsprogramm erstunken und erlogen gewesen. Allerdings trifft weder AndroidAndMe oder deren Quellen keine Schuld, vielmehr den Witzbold, der den Account einer in der Vergangenheit sehr gut informierten Quelle von AndroidAndMe gehackt und in dessen Namen die Unwahrheiten verbreitet hat. Was aber weiterhin als nahezu sicher gelten kann, ist das nächste Nexus von LG mit Android 4.2. Nur wird Android 4.2 ein kleines Update für Android 4.1 sein. Das Statement von AndroidAndMe erklärt nun auch die auf den ersten Blick äußerst merkwürdige Antwort von Dan Morrill auf die Gerüchte.

[Quelle: AndroidAndMe]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

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