WhatsApp und der Porno-Trick

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Evil WhatsApp

Mit einem Trick werden WhatsApp Nutzer zur Zeit zu einem einschlägigen Anbieter gewisser Bezahldienste gelockt, der wohl dringend Kundschaft braucht. Dennoch ist der Fallensteller nicht so dumm, sich mit der Verbreitung von Schadsoftware oder ähnlichem, strafbar zu machen. Es ist halt lediglich ein Trick.

Ja, wer kennt sie nicht? Die Nigeria-Connection, von der man immer Mails in erbrochenem Englisch bekommt, irgendein armer Prinz sei ohne Nachkommen gestorben und man müsste aber dringend seine 400 Millionen US-Dollar loswerden…”da stießen wir auf ihre Mail-Adresse”. Oder vielleicht die Anrufe von der “Deutsche Logistik GmbH”, die auch immer von “Jens Keller” oder “Lena Berger” durchgeführt werden, auch wenn der Akzent noch so drastisch ist. Weil man statt einer Abo-Kündigung dort ein neues Zeitungs-Abonnement bekommt, soll dann natürlich niemand den Betrüger finden…genau wie hier.

Doch – wie gesagt – wenigstens wird man beim aktuellen Trick über WhatsApp wohl nicht mit irgendwelchen Trojanern oder Jamba-Abos übers Ohr gehauen, nur eben von “Lina Berger”. In ihrer gefälschten E-Mail mit dem nur um Nuancen geänderten WhatsApp-Logo wird beteuert, eben jene Lena habe “Dich” nicht erreichen können. “Klicken Sie hier, um…”

WhatsApp Fälschung

Laut den Kollegen von mobiFlip sähe eine gefälschte WhatsApp-Benachrichtigungs-E-Mail ungefähr so aus (siehe unten), auch wenn es ja gar keine “echten” WhatsApp E-Mails gibt (WhatsApp verschickt grundsätzlich keine E-Mails an Nutzer). Insofern hat der Trick wieder etwas von den vor längerem kursierenden eBay-Tricks, die ebenfalls das Versenden von Mails von sich aus minimiert haben.

Gefälschte WhatsApp E-Mail:

Betreff: WhatsApp Nachricht von Lina Berger

Von: Serviceteam

Hallo,eine WhatsApp-Nachricht von Lina Berger konnte Dir nicht auf Dein Handy zugestellt werden.

Klicke hier, um sie zu lesen:

http://www.whatsappnr.com/[Link entfernt]

Viele Grüße,

Dein Serviceteam

Klickt man dann aber auf den “bösen” Link, wird man lediglich – und etwas plump – auf die Anmeldeseite des Service weitergeleitet, der einem dann die Schmuddel-Bildchen liefert. Wer hier Name, Anschrift und Kreditkartennummer eingibt, sollte also schon wissen, was er/sie da tut.

Dennoch ist ja zu bezweifeln, dass der hier nicht genannte Dienst durch diese Aktion viele Kunden auf direktem Weg gewinnt; dafür ist der Ärger dann zu frisch. Um sich als Kunde für ein kostenpflichtiges Abo anzumelden, mag aber der ein oder andere “Gelinkte” wiederkommen wollen, wenn der Ärger erst verraucht ist. Und wie merkt man sich besser einen Website-Namen, als wenn man sich darüber geärgert hat?

[Quelle: mobiFlip]

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Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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