Windows 10 Mobile hat Probleme mit HTC-Smartphones

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Windows 10 Mobile

Wer die neusten Betriebssysteme von Microsoft ausprobieren will, kann sich für das Windows Insider Programm anmelden und neben Windows 10 auch den Zugriff auf Windows 10 Mobile erhalten. Offiziell werden von der Insider Preview des Smartphone-Betriebssystems derzeit nur einige Lumia-Geräte unterstützt und das auch aus gutem Grund, denn unter anderem machen aktuell einige HTC-Modelle noch Probleme.

Wer ein Windows Phone Gerät von HTC besitzt wie das HTC 8X oder das HTC 8S Smartphone, sollte von einer Installation der aktuellen Windows 10 Mobile Insider Preview tunlichst absehen. Die aktuelle und erst kürzlich in einer Fehlerbereinigten Version veröffentlichte Build 10536 (zum Beitrag) macht auf besagten Smartphones und auch auf Geräten des US-Unternehmens BLU Products sowie YEZZ Mobile keinen soliden Eindruck. Ein stetiger Neustart des Gerätes macht Besitzer der genannten Smartphones ordentlich zu schaffen.

HTC und das problematische Windows 10 Mobile

Was man normalerweise mit einer Wiederherstellung unter Zuhilfenahme des Windows Phone Recovery Tools beheben könnte, zeigt sich aber im Fall von Windows 10 Mobile auf besagten HTC- und BLU-Geräten als wirkungslos: Das Programm von Microsoft erkennt die Geräte schlicht und ergreifend nicht. Von daher ist nicht einmal ein Downgrade auf die letzte Windows Phone 8.1 Firmware für die betroffenen Nicht-Lumia-Modelle möglich.

Erschwert wird der Vorgang zudem dadurch, dass jedes Firmware-Image speziell auf das jeweilige Smartphone angepasst wird, was Treiber und andere spezielle Anpassungen an die Netze der Mobilfunkanbieter betrifft.
Kein Wunder, dass Gabe Aul als Leiter des Windows Insider Programms jedem davon tunlichst ab rät, die neuste Windows 10 Mobile Preview auf einem Smartphone zu installieren, welches nicht aus der Lumia-Reihe stammt.

Warum die für Drittanbieter fehlerhafte Windows 10 Mobile Build 10536 überhaupt als Update angeboten wurde, liegt an etlichen Problemen mit den sogenannten Detectoids, so Gabe Aul. Diese sind dafür zuständig zu entscheiden, welche Geräte überhaupt welche Updates angeboten bekommen. Um den Fehler so schnell wie möglich zu beheben, hat die zuständige Abteilung von Microsoft ein eigenes Entwickler-Team aufgestellt.

Microsoft arbeitet an einer Lösung

Es besteht zumindest Hoffnung, dass es schon bald eine Rettung für betroffene Nutzer gibt. Derzeit befindet sich im Fast Ring des Windows Insider Programms die Windows 10 Mobile Build 10547 im Umlauf, welche Spekulationen zufolge die Veröffentlichung einer neuen Build ankündigt, die auch wieder für Nicht-Lumia-Modelle geeignet sein soll.

Stellt sich nur die Frage, wie Nutzer mit einem dauernd neu startenden Windows Smartphone von HTC die Test-Firmware auf ihr Gerät bekommen. Immerhin besteht die Gefahr, dass es während des Downloads zum Neustart kommt oder mitten im Installationsvorgang, was auch wieder nicht sonderlich gut sein dürfte für das Gerät.
Wahrscheinlicher wäre es, wenn Microsoft spezielle Versionen des Windows Phone Recovery Tools für betroffene Geräte bereitstellt.

Das zeigt außerdem einmal mehr, dass die Insider Previews wirklich nur für Nutzer gedacht sind, die entweder ein Zweit-Gerät oder das Wissen besitzen, um die auftretenden Fehler wieder zu beheben. Für den Otto-Normal-Nutzer sind solche Versionen nicht gedacht – weder von Windows 10 noch Windows 10 Mobile oder jeglichem anderen Betriebssystem.

[Quelle: Gabe Aul | via WinFuture]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Juppdich schreibt:

    Wenn man auf das schlechteste „Betriebssystem“ setzt…

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