Windows 10 nun auch für den Raspberry Pi 3 verfügbar

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Raspberry Pi 3

Gestern feierte der neue Raspberry Pi 3 seine Premiere, welche auf reges Interesse bei euch gestoßen ist. Denn obwohl der Preis für den Einplatinenrechner gleich geblieben ist, kann das Modell mit einem signifikanten Hardware-Upgrade punkten. Nun hat sogar Microsoft reagiert und für eine IoT-Variante von Windows 10, eine neue Version der Insider Preview veröffentlicht.

Die größte Neuerung der neuen Build von Windows 10 IoT Core ist die offizielle Unterstützung des Raspberry Pi 3, womit Hobby-Bastler auch Windows 10 auf dem neuen Einplatinenrechner installieren können. Microsoft bietet im eigenen Online-Shop mittlerweile sogar ein spezielles Paket an, welches für 50 US-Dollar zuzüglich Versand verkauft wird.

Darin enthalten sind ein Raspberry Pi 3, eine 16 GB MicroSD-Speicherkarte als Festplatte und Windows 10 IoT Core für die sofortige Installation auf dem Rechner.
Wer kein solches Bundle haben möchte, bei dem es sich um eine Neuauflage des Raspberry Pi 2 vom letzten Jahr handelt (zum Beitrag), kann sich die neue Insider Preview von Windows 10 IoT Core auch selbst herunterladen. Die nötigen Download-Links für das Betriebssystem stellt Microsoft auf der eigenen Website bereit.

Starterpaket für den Raspberry Pi 3

Neu ist jedoch, dass Microsoft in Kooperation mit dem Distributor Element14 plant, den Raspberry Pi 3 bereits als komplett eingerichtetes Starterpaket zu vertreiben. Auf diesem soll bereits alles nötige verbaut und Windows 10 IoT Core installiert sein. Sozusagen auspacken und direkt loslegen wie man so schön sagt.

Firmenkunden sollen dabei das Open-Source-Tool namens Board Support Package kurz BSP nutzen können, um maßgeschneiderte Raspberry Pi Einheiten zu kreieren. In Kombination mit dem Dienst von Element14 ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, in denen ein Einplatinenrechner wie der Raspberry Pi 3 die beste Lösung darstellt.

Womöglich hat der Schritt etwas damit zu tun, dass Element14 kürzlich einen neuen Dienst für OEM-Partner angekündigt hat. Will man mindestens 3.000 Raspberry Pi bestellen, kann man sich den Einplatinenrechner direkt speziell konfigurieren und ein unterstütztes Betriebssystem nach Wunsch vorinstallieren lassen.
Denkbar wäre, dass sich Microsoft eine Option für Windows 10 IoT Core erhofft.

Ein echtes Windows 10 für den Raspberry Pi

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Redmonder Software-Konzern mit der Raspberry Pi Foundation in Verhandlungen ist, welche die Lizenzierung eines vollwertigen Windows 10 Desktop-Betriebssystems für den Raspberry Pi 3 umfasst. Das bedeutet, dass man für den Einplatinenrechner nicht nur eigens entwickelte Linux-Distributionen zur Verfügung hat. Damit wäre der Pi 3 tatsächlich ein vollwertiger PC, wie Eden Upton als amtierender CEO von Raspberry Pi Trading während der offiziellen Vorstellung andeutete.

Wenn man ein wenig hinter die Kulissen schaut und sich das restliche Angebot von Microsoft anschaut, dann ist der Einsatz von Windows auf Einplatinenrechner nur ein Teil der Gleichung. Vielmehr dürfte der Software-Konzern daran interessiert sein, über Windows 10 IoT Core diese Art von Technik an die Windows Azure Cloud anbinden zu können.

[Quelle: Windows Blog | via ZDNet]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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