Windows 10 Upgrade sperrt Microsoft Office-Paket

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Microsoft OfficeWenn Microsoft ein neues PC-Betriebssystem vorstellt, dann laufen nicht alle Programme auf Anhieb mit dem neuen Windows, was derzeit Besitzer von Windows 10 und älteren Microsoft Office Versionen leidvoll erleben müssen. Dabei stellt das Büro-Paket von Microsoft bestehend aus den Programmen Word, Excel, PowerPoint und Outlook selbst nicht das Problem dar.

Vielmehr ist es die Aktivierung der Office-Programme die für reichlich Frust bei den Anwendern sorgt. Wenn man von dem kostenlosen Angebot Microsofts bereits Gebrauch gemacht hat und sein Windows 7, Windows 8 oder Windows 8.1 kostenlos auf Windows 10 aktualisiert hat, lassen sich ältere Versionen von Microsoft Office nicht mehr aktivieren. Konkret betrifft es in einem Fall Office 2010 in der „Home and Student“-Version.

Wenn Windows 10 das Office nicht mag

Nach dem Upgrade auf das neue Windows auf einem von drei Windows 7 Rechnern verlangte das Office-Paket eine erneute Aktivierung, die sowohl über das Internet als auch das Telefon fehl schlug. Angeblich wurde der Lizenzschlüssel nicht akzeptiert, was sich nach einem Telefonat mit Microsoft auch bestätigte: Der Schlüssel sei laut der Microsoft-Hotline gesperrt gewesen. Schlimmer noch: Auch die beiden anderen Rechner mit Windows 7 stellten kurz darauf den Betrieb ein. Auch hier waren die Lizenzschlüssel angeblich gesperrt.

Ähnliches musste auch ein anderer Nutzer nach dem Update auf Windows 10 feststellen und beschwerte sich selbstverständlich bei Microsoft und pochte auf Rückerstattung des Kaufpreises, da die Büro-Suite schließlich trotz gekaufter Lizenz auf dem neuen Betriebssystem nicht funktioniert. Ohne Erfolg wie sich herausstellte in einer Antwort. Leider muss man an dieser Stelle sagen ist dass im Bezug auf ältere Office-Versionen und Windows 10 keine Einzelfälle, wenn man die Foren bei Microsoft und auf Microsoft Office spezialisierte Foren beobachtet. Auffällig oft sind Office 2010 und Office 2013 in die Vorfälle mit Windows 10 involviert. Office 2007 lässt sich oftmals gleich gar nicht installieren.

Microsoft selbst weißt jegliche Schuld von sich und erstattet auch nicht einfach so den Kaufpreis oder gibt einen neuen Lizenzschlüssel heraus, auch wenn man den Kauf nachweisen kann.

Ärgerliches Lizenzrecht

Grund dafür ist die Art und Weise wie Microsoft die Lizenz von Microsoft Office gestaltet. Sie gibt keinerlei Garantie für die Kompatibilität zu neuen Versionen des Betriebssystems wie Windows 10, obwohl der Lizenzschlüssel nicht an die Windows-Installation gekoppelt ist. Laut einer Pressesprecherin von Microsoft sollte eine Office-Lizenz daher auch bei einem Update des Betriebssystems selbst ihre Gültigkeit behalten, nur werden Wechsler auf Windows 10 ganz anderes berichten können – oder müssen.

Trotzdem vertreten einige Juristen wie Nicolas Reiser aus Hannover die Meinung, dass Microsoft zur Herausgabe eines neuen Lizenzschlüssels verpflichtet ist, wenn ein legal erworbener Lizenzschlüssel nach dem Update auf ein neues Windows nicht mehr funktioniert. Immerhin besteht das Lizenzrecht auf eine weitere Nutzung der Software nach wie vor.

Doch auch wenn die Aktivierung von Office 2010 oder Office 2013 reibungslos klappt, heißt das noch lange nicht, dass es trotzdem keine Probleme gibt. Oft genug lassen sich Dokumente unter Windows 10 mit den älteren Office-Versionen nicht mehr öffnen und genau hier kommt eine weitere unschöne Eigenart der Office-Lizenz zum Tragen: Nur weil man ein Office legal erworben hat heißt das noch lange nicht, dass man automatisch auch das Recht auf Kompatibilität erworben hat. Die meisten dieser Fehler haben etwas mit fehlenden Zugriffsrechten zu tun, die man mit etwas Mühe neu vergeben muss, um wieder auf die von der vorhergehenden Windows-Installation übernommenen Office-Dokumente zugreifen zu können.

Von daher empfiehlt es sich vor dem Upgrade auf Windows 10 alle Dokumente die man so benutzt extern zu speichern, auf dem PC zu löschen und nach dem Update wieder zurück zu kopieren.

[Quelle: Computerbild]

 

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

Ein Kommentar

  1. Wolfgang schreibt:

    Ich habe in den letzten 3 Wochen viel Zeit investiert meinen 6 Jahre alten ASUS-PC unter WINDOWS10 zum Laufen zu bringen. Laut Microsoft ist er kompatibel mit Windows10. Ich habe am 29.7. das Upgrade gemacht und anschließend folgende Probleme: MS Office2010-Dokumente ließen sich zwar öffnen, aber nicht bearbeiten. Ich bekam über die Realtek Soundkarte, die im Mainboard enthalten ist, keinen Ton aus dem PC. Neue zu Windows10 kompatible Software ließ sich nur mit Problemen installieren, wenn überhaupt. Die Aktualisierung der Treiber war zwar erfolgreich, aber ohne Auswirkung auf die Nutzbarkeit des PCs. Die Microsoft Support Hotline konnte mir auch nicht weiterhelfen außer mit dem Hinweis: ich soll doch mal den PC-Hersteller ASUS kontakten. Ich habe tatsächlich eine Hotlineverbindung bekommen. Mit der genauen Bezeichnung des PCs, besser noch mit der Seriennummer, konnte der Mitarbeiter mir nach kurzer Zeit mitteilen, dass für dieses Mainboard in diesem ASUS-PC keine Treiber für Windows10 vorliegen und auch nicht geplant sind. Mit anderen Worten: Der Rechner ist zu alt ( Mai 2010 gekauft ) und nicht Windows10 kompatibel. Auch wenn Microsoft erst was anderes behauptet! Da ich noch innerhalb der 30 Tage-Frist war, war es eine Angelegenheit von 20 Minuten den Rechner wieder auf Windows7 downzugraden. Es läuft jetzt wieder alles einwandfrei. Never change a winning Team!

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