Windows 7 Update: Nicht nur Windows 10 sammelt viele Daten

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Das neue Windows 10 Betriebssystem aus dem Hause Microsoft war in den letzten Wochen öfter wegen seiner umfangreichen Daten-Schnüffelei nicht ganz zu Unrecht in die öffentliche Kritik geraten und ließ das teilweise „betagte“ Windows 7 im immer besseren Licht dastehen, weswegen sich mehr und mehr Anwender fragen einen Wechsel zu Windows 10 vorzunehmen. Doch Microsoft – nicht dumm – schickt einfach dem Windows 7 ein Update hinterher, welches einen seiner Beliebtheitsgründe beraubt.

Zwar ist es richtig, dass Microsofts langsam in die Jahre kommendes Betriebssystem mit den letzten vier Updates ebenfalls nach Daten auf dem PC sucht, aber diese sind bei genauerer Betrachtung nicht ganz so problematisch wie die Sachlage bei Windows 10 (zum Beitrag). Konkret hat Microsoft für Windows 7 ganze vier Update-Pakete zur Verfügung gestellt, welche überhaupt erst „Diagnostics and telemetry tracking“ ermöglichen.

Nur einfache Diagnose-Tools für Windows 7?

Microsoft begründet die Updates damit, dass man Nutzern von Windows 7 und neuer auf diese Weise auch von den Vorzügen profitieren lassen möchte, die Windows 10 zu bieten hat. Auch wenn man nicht auf das neue Betriebssystem aktualisiert. Welche Daten genau dabei übertragen werden ist bisher nicht eindeutig klar. Jedoch geht man davon aus, dass aufgrund der fehlenden Sprachassistentin Cortana und der ebenso fehlenden Bing-Suche keine persönlichen Daten an die Microsoft-Server übertragen werden.

Wer sich  dennoch dabei unwohl fühlt, kann die für Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1 bereitgestellten Update-Pakete wieder deinstallieren und der Datensammelwut von Redmond einen kleinen Riegel vorschieben. Die betreffenden Update-Pakete tragen die Bezeichnung KB3022345, KB3068708, KB3075249 sowie KB3080149. Diese vier genannten Updates werden von Microsoft zudem als optional eingestuft, beziehungsweise nur empfohlen. Je nach Einstellung des Windows Update Dienstes landen diese also nicht einmal automatisch auf den eigenen Desktop-PC oder Laptop.

Wie bereits erwähnt ist der Inhalt der übertragenen Daten nicht bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass Microsoft diese nicht so persönlichen Daten in erster Linie zur Analyse des Systems erhebt und für Fehlerberichte nutzt. Auf diese Weise will der Konzern vermutlich künftig zielgerichteter Updates entwickeln können, welche neben dem Schließen von Sicherheitslücken auch die Performance des PC verbessern kann.

[Quelle: Chip.de]

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. Paulaul schreibt:

    Auweia, da sollte man wohl vorsichtig sein mit Kritik, gerade wenn man Android TV heißt.

    Ich weiß nicht, ob eine Fanseite eines Betriebssystems, was von einem Konzern stammt, der sein Geld hauptsächlich damit verdient, private Datensätze zu verkaufen und den Leuten personalisierte Werbung anzubieten, im Betriebssystem eines anderen Konzerns herumkritisieren sollte, der sein Geld hauptsächlich mit dem Verkauf seiner Lizenzen für Betriebssysteme, Office und weiteren Services verdient.

    Gerade wenn man bedenkt, dass diese Debatte gerade erst dadurch angefacht wurde, dass in Windows 10 nun eine sehr transparente Möglichkeit gegeben wurde, den Datenverkehr im Hintergrund einzuschränken, und die Presse sich erst dadurch überhaupt auf das Thema gestürzt hat, hat vorher irgendwie kaum jemanden interessiert – und wenn man einen Windows PC nutzt und ein Android Smartphone, sollte man sich wohl eher um das Smartphone Gedanken machen als um den PC.

    Nur damit das nicht missverstanden wird: Klar gibt es hier Kritikpunkte, über die man diskutieren kann – immerhin werden bei Windows aber Möglichkeiten gegeben, über die man sich bei Android gar keine Gedanken macht.

    • Wir bitten es zu entschuldigen, wenn wir dir gegenüber das Gefühl von Kritik vermittelt haben. Das war mit diesem Beitrag nicht das Ziel, sondern einfach nur eine neutrale, informative Berichterstattung.

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