WLAN-Hotspot mit dem Smartphone einrichten [Android für Anfänger]

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Android für Anfänger

Mit dem Laptop unterwegs und kein Internet? Dabei kann euer Android Smartphone mit wenigen Handgriffen zum schnellen WLAN-Hotspot dienen. Dank LTE teilweise schneller als manch ein DSL-Anschluss zu Hause. Da nicht jeder weiß wie man diesen aktiviert beziehungsweise einrichtet, soll unser folgende Beitrag aus der „Android für Anfänger“ Reihe sich genau diesem Thema widmen.

Auch wenn es ein Android Tablet heutzutage fast schon grundsätzlich in einer reinen WLAN-Version und einmal mit einem integrierten LTE-Modem gibt, verkaufen sich die WLAN-only Modelle aufgrund der ansonsten identischen und günstigeren Ausstattung besser. Wenn man nun unterwegs ist, ins Internet mit dem Tablet oder dem Notebook will, aber weder ein WLAN-Hotspot in greifbarer Nähe ist oder man diesen aufgrund von Sicherheitsrelevanten Arbeiten nicht vertraut, kommt das Android Smartphone ins Spiel.
Genauer gesagt die Funktion WLAN-Hotspot von Android.

WLAN-Hotspot einrichten

Bei den meisten Geräten findet man die Funktion an derselben Stelle. Öffnet die Einstellungen von Android und direkt in der ersten Gruppierung der Menüpunkt „Tethering und „Mobile Hotspot“. Je nach Smartphone-Hersteller kann die Bezeichnung auch abweichen, sollte sich aber prinzipiell an derselben Stelle befinden. Unter Umständen kann es auch sein, dass die Funktion erst nach einem Klick auf den Button „Mehr“ erscheint, wie es zum Beispiel unter CyanogenMod 13 oder dem Stock Android der Nexus-Geräte der Fall ist.

In der nun auftauchenden Oberfläche muss man den WLAN-Hotspot nur noch aktivieren über den Schiebeschalter und schon lässt sich die LTE-Datenverbindung des Android Smartphones mit anderen Geräten per WLAN teilen.

Standardmäßig wird das Netz des WLAN-Hotspot als AndroidAP bezeichnet, sprich dies ist die Netzwerk-SSID. Wer will kann auch eine andere SSID verwenden, wenn man zum Beispiel bei einer Dienstreise mit seinen Kollegen in einem Hotel ohne WLAN-Zugang übernachtet und seinen Business-Tarif mit dem zweistelligen GB-Volumen zur Verfügung stellen kann. Oder falls mehrere einen WLAN-Hotspot mit der Bezeichnung AndroidAP aufspannen. In diesem Fall spielt das Thema VPN eventuell eine Rolle (zum Beitrag).

Sicher ist sicher

Auf eine Sache sollte man aber bei all der Einfachheit achten: In den Standard-Einstellungen kann jeder der das WLAN-Passwort kennt, sich mit dem eigenen Android Smartphone verbinden und über dessen LTE-Verbindung surfen. Von daher ist es ratsam, sich zunächst dem Thema der Sicherheit zu widmen.

Grundsätzlich ist für die Sicherheit die WPA2-Verschlüsselung nach dem PSK-Verfahren voreingestellt – eine andere Verschlüsselung der WLAN-Kommunikation ist nicht implementiert. Alternativ kann man auch gänzlich ohne Verschlüsselung arbeiten, aber dies ist nur in Ausnahmefällen überhaupt in Erwägung zu ziehen, wenn ein WLAN-Gerät den Standard WPA2-PSK nicht unterstützt.
Hilfreich ist zudem, wenn man das Passwort ändert und ein stärker alphanummerisches Passwort mit mindestens 8 Zeichen verwendet.

Fas gewisse Mehr an Sicherheit kann man zudem nur ausgewählte Geräte zulassen, indem man einen sogenannten Filter für MAC-Adressen einschaltet. Das bedeutet, dass nur Geräte deren MAC-Adresse in der Liste de´s WLAN-Hotspot eingetragen sind, auch tatsächlich diesen nutzen können. Die MAC-Adresse bei Android findet man in den Einstellungen für WLAN.

Wichtig ist auch, dass ab Werk nach einer bestimmten Zeit der WLAN-Hotspot automatisch wieder ausgeschaltet wird, um einerseits das Datenvolumen zu schonen und den unnötigen Verbrauch von Energie zu vermeiden.

Eines sollte man ebenso wenig bei der Verwendung der Hotspot-Funktion nie außer Acht lassen: Je nachdem wie viele Geräte verbunden sind und wo man im Netz surft, kann das verfügbare LTE-Volumen des Mobilfunktarifs schneller aufgebraucht sein als einem lieb ist. Von daher ist es von Vorteil den Verbrauch regelmäßig im Auge zu behalten, zum Beispiel durch den integrierten Datenzähler von Android selbst. Seit Android 5.0 Lollipop kann dieser sogar die Verwendung des WLAN-Hotspot deaktivieren, sobald man eine vorher festgelegte Obergrenze erreicht.

Weitere Hotspot-Möglichkeiten

Nicht vergessen sollte man, dass der aktive WLAN-Hotspot viel Energie verbraucht. Nutzt man den Hotspot nur für sich allein, kann man auf die WLAN-Funktion verzichten und das Smartphone direkt per USB-Kabel an ein Notebook oder Desktop-Rechner anschließen. Je nach Betriebssystem werden die passenden Treiber für ein Drahtlos-Modem automatisch installiert, anderenfalls muss man erst die USB-Treiber vom Hersteller seines Android Smartphones installieren.

Sobald das USB-Kabel verbunden ist, wird die zuvor ausgegraute Option „USB-Tethering“ verfügbar. Setzt man das Häkchen, aktiviert sich das Tethering über das USB-Kabel und das Android Smartphone agiert als Drahtlos-Modem.

Nachdem man einmalig den WLAN-Hotspot eingerichtet hat, kann man diesen jederzeit ohne größere Umwege bei den meisten Android Smartphones den Hotspot per Quick Settings ein- und wieder ausschalten. Der entsprechende Button sollte bei den meisten Hersteller-Oberflächen bereits vorhanden sein. Bei manchen Herstellern ist dieser jedoch ab Werk ausgeblendet, sodass man diesen in den Einstellungen für die Benachrichtigungsleiste aktivieren und bei Bedarf an eine vordere Position verschieben muss.

Kleiner Tipp: Dasselbe funktioniert auch per WLAN. Sprich wenn man das Smartphone in den Flugmodus versetzt und sich danach mit einem WLAN-Netz verbindet, kann man an einem Desktop-Rechner ohne Netzwerkkarte das Smartphone kurzerhand als WLAN-Stick umfunktionieren.

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Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

2 Kommentare

  1. So weit, so gut, aber was, wenn ich mein Laptop als berechtigtes Device einrichten will, mein Huawei aber die Macadresse nicht frisst – muss ich das Laptop erst ein Mal über den Handyhotspot einwählen? Blöde Frage?
    (Trotzdem dankbar für Hilfe… :3 )

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