MacBook Pro: Apples kurze Keynote in der Zusammenfassung

macbook-pro-2016-flashnewsApple hielt gestern Abend 19:00 Uhr deutscher Zeit auf dem hauseigenen Apple Campus eine kleine Keynote ab, die ihren Namen alle Ehre machte. Denn nicht nur der Raum war für einen Apple Event ungewöhnlich klein, sondern auch die Auswahl der vorgestellten Produkte. Lediglich eine Apple TV App – keine Hardware – und ein MacBook Pro waren der Star des Events. Gut, dafür gab es zumindest die vermutete Touch Bar, welche recht innovativ zu sein scheint.

Ein Apple Event ist im Grunde bis dato eine immer gern gesehene kleine Show gewesen, welche mich am gestrigen Abend zum ersten Mal enttäuscht hatte. Zwar fing sie verheißungsvoll an, indem man sich traditionell in seinen Erfolgen suhlte und Tim Cook noch einmal auf das beste iPhone ever hinzuweisen wusste, doch dann fiel man nahezu in ein Loch.

Apple TV App

Keine Ahnung ob ich da jetzt zu anspruchsvoll bin, aber Apple präsentierte in der Tat die Apple TV App. Keine neue Apple TV Hardware sondern lediglich eine App die sie „TV“ nennen. Diese bringt dann circa 1.600 Video Apps und ungefähr 2.000 Spiele für den Apple TV (Hardware) unter einen Hut. So zum Beispiel das beliebte Microsoft Spiel Minecraft.
Aber auch Twitter wird Bestandteil der TV-App sein, welche dann beispielsweise live zu einem Football Game, entsprechende Kommentare aber auch Periscope-Streams einblenden kann.

Alle Inhalte lassen sich durch Siri steuern und natürlich auch suchen. Ein großer Vorteil ist dass der konsumierte Inhalt in der Cloud gespeichert wird und so Geräte übergreifend auch direkt auf dem iPad oder iPhone, neben der eigentlichen Apple TV Hardware genutzt werden kann.

Doch der Clou an der TV App ist, dass sie für uns erst einmal völlig uninteressant ist, da sie Anfang Dezember ausschließlich in den USA veröffentlicht wird.

Apple MacBook Pro

Tja, Pech gehabt – nächster Versuch. Tim Cook beginnt das Motto (Hello again) des heutigen Abend aufzugreifen und präsentiert das erste Apple Notebook aus dem Jahre 1991 – ein Macintosh PowerBook – was im Grunde der Vorreiter für das im Jahre 2006 erste MacBook Pro war, sieht man einmal von dem Macintosh Portable aus dem Jahre 1989 ab.

Mit dem nun vorgestellten aktuellen MacBook Pro möchte man erneut derartige Geschichte schreiben. Und möglich machen soll das die neue Touch Bar. Diese ersetzt die oberste Reihe der Hardware Tastatur (Esc und F1 Tasten) durch ein touchfähiges OLED Display. Und an dieser Stelle muss ich meinen Hut vor Apple ziehen – hier wird gerade einmal wieder eine echte Innovation präsentiert, die das Unternehmen einst so groß gemacht hat.

Auch wenn ich von einen echten Nutzen noch nicht überzeugt bin, so gefällt mir zumindest der Ansatz. Denn diese Bedienleiste passt sich praktisch automatisch der aktuell genutzten Anwendung, des 13 oder 15 Zoll großem MacBook Pro Display an.
Seit ihr also beispielsweise auf dem Desktop, gibt es Tasten für die Lautstärke, Licht oder dem neuen Fingerprintsensor Touch ID, welcher das Bezahlen via Apple Pay und den Login auf das Gerät selbst ermöglicht.

Aber auch Software Hersteller wie unter anderem Adobe und Microsoft bieten schon eine angepasste Touch Bar für ihre Anwendungen, um nützliche Funktionen für Word, Excel, Photoshop oder auch Apples eigenen Safari Browser und Final Cut Videoschnitt-Programm zur Verfügung zu stellen. Die Apple Touch Bar kann im übrigen auch individuell angepasst werden.

15 Zoll MacBook Pro

Basis für diese Technologie sind die beiden in Größe und Gewicht überarbeiteten 13 und 15 Zoll (2.560 x 1.600 / 2.880 x 1.800 Pixeln) großen MacBook Pro. Klar Credo ist hier kleiner, leichter schneller, was man nun bei dem 15 Zoll MacBook Pro durch eine Radeon Pro 450 Grafikeinheit, einer Intel i7 Quad-Core-CPU mit 2,6 GHz (mit Turbo Boost 3,5 GHz) und 16 GB RAM mit einem 256 GB großem SSD (Solid State Drive), welcher bis zu 3,1 GB/s schnell sein kann, erreichen will.
Der Preis für die genannte technische Ausstattung beträgt 2.699 Euro und ist in circa 3-4 Wochen verfügbar.

13 Zoll MacBook Pro

Hier gibt es auf Seiten der grafischen Unterstützung eine Intel Iris 550, samt passendem i5 Dual-Core-Prozessor mit 2,9 GHz (mit Turbo Boost 3,3 GHz), 8 GB Arbeitsspeicher und ebenfalls schnellen 256 GB SSD.
Der Preis für diesen Einstieg in die MacBook Generation liegt bei schlanken 1.999 Euro und wird ebenfalls nicht vor 3 Wochen erwartet.

Beide MacBooks werden ausschließlich nur noch mit 4 Thunderbolt 3 (USB Type-C 3.1) Anschlüssen bestückt, was ein fröhliches adaptieren voraussetzt. Selbstverständlich können die Notebooks auch in anderen Konfigurationen bestellt werden. Ende der Fahnenstange liegt dann bei 3.199 Euro.

13 Zoll MacBook Pro (MacBook Air)

Mir ist noch nicht ganz klar ob ich das Ende richtig verstanden habe, da es dann doch recht hektisch wurde. Aber allen Anschein nach hat man nun den Namen MacBook Air eingestampft, denn dafür gibt es nun ersatzweise ein 13 Zoll MacBook Pro ohne die innovative Touch Bar, dafür aber von den Maßen her geringer, als es das aktuelle MacBook Air vermag.
Dieses wäre dann zu einem Preis von 1.699 Euro erhältlich und bietet dafür eine Intel i5 Dual-Core-CPU mit 2,0 GHz (mit Turbo Boost 3,1 GHz), 8 GB RAM und 256 GB SSD. Das bekommt man jedoch entgegen den zuvor genannten Modellen ab sofort zu kaufen.

Fazit

Wie schon erwähnt, was das Ende der Apple Keynote doch ein wenig merkwürdig. Denn plötzlich wurden schnell alle Preise gesagt und dazwischen noch das „günstige“ 13 Zoll MacBook dazwischen gequetscht. Ob dies nun in der Tat das Ende des MacBook Air bedeuten soll, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen.
Zum Thema Touch Bar bin ich noch recht zaghaft. Klar eine tolle Innovation an sich. Doch wäre es nicht einfacher gewesen ein Touch-Display mit einem schicken Stylus anzubieten? Allen Anschein nach nicht, denn wer schon einmal in Kombination mit einer Hardware Tastatur gearbeitet hat, wird bestätigen dass das Arbeiten auf dem Display keinen Spaß macht. Insofern muss sich zeigen in wie weit Software Hersteller diese Touch Bar einbinden und ob sie in der Tat im Alltag einsatzfähig ist und so einen Mehrwert bringt.

Die Keynote im allgemeinen war dann für Apple Verhältnisse etwas enttäuschend. Auch die veraltete 6. Gen. Skylake und DDR3 Technologie entgegen der Kaby Lake Mikroarchitektur und DDR 4 Basis, ist für viele Kunden ein Schlag ins Gesicht. Die Hoffnung auf den praktischen MagSafe Netzteilanschluss wurde ebenfalls zerstört, dafür darf der Kunde dann noch ein wenig Geld bei den Adaptern für die 4 Thunderbolt 3 (USB Type-C 3.1) Ports im Apple Store lassen.

[Quelle: Apple]

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MaTT

Schon immer ein Kind der kreativen Künste hat MaTT nun nach einer 15-jährigen Karriere als Musikproduzent die Liebe zur Videoproduktion gefunden. Android in seiner Individualität begeisterte MaTT schon von Beginn an, wie einige Arbeiten aus dem Jahre 2006 und folgend, heute noch bei den XDA Developers Zeugnis tragen.

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Ein Gedanke zu „MacBook Pro: Apples kurze Keynote in der Zusammenfassung

  • 28. Oktober 2016 um 10:12
    Permalink

    Ich nutze die Funktionstasten viel zu häufig bei meinen Programmes, für mich wäre die Touchbar sicher nichts, da möchte ich tasten haben.

    Antwort

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