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Apple fordert 2 Milliarden US-Dollar von Samsung

Der zweite richtig große Patentprozess zwischen Apple und Samsung ist seit etlichen Tagen in San Jose an der Tagesordnung, welcher interessante Details offenbarte. Nun kommt der nächste Hammer: Apple fordert 2 Milliarden US-Dollar an Schadensersatz für lediglich fünf verletzte Patente. Die Berechnung ist jedoch das eigentlich Interessante.

Den letzten Prozess gegen Apple hatte Samsung am Bezirksgericht San Jose, Kalifornien vorläufig verloren. Am Ende stehen 930 Millionen US-Dollar an Strafe auf dem Tisch, allerdings hat der südkoreanische Konzern bereits Berufung eingelegt. Das letzte Wörtchen ist in diesem Fall also noch lange nicht gesprochen und schon geht es an anderer Stelle munter weiter. Nachdem die bisherigen Anhörungen das eine oder andere wirklich interessante Detail ans Tageslicht brachten, ist es nun die Forderung von 2,19 Milliarden US-Dollar, mit denen Apple für Aufmerksamkeit sorgt.

Samsung, Apple und die Kosten

Der MIT-Absolvent Christopher Vellturo hat für den Konzern aus Cupertino die riesig anmutende Summe errechnet, wofür er mit seinem Unternehmen Quantitative Economic Solutions laut eigener Aussage zwischen 4.000 und 5.000 Stunden mit dem Sichten von Dokumenten und dem Erstellen von Marktanalysen verbracht hat. Am Ende bezieht sich die Summe der Entschädigung auf über 37 Millionen Geräte, die Samsung zwischen 2011 und 2013 in den USA verkaufen konnte. Der Zeitraum sei deswegen so wichtig, weil in dieser Zeit der Absatz für Smartphones besonders stark zugelegt habe.

Allerdings räumt Vellturo ein, dass der Wert eines Software-Patents nur sehr schwer einzuschätzen sei, ganz im Gegensatz zu einem Hardware-Patent. Um den jeweiligen Wert zu ermitteln hat Apple John Hauser der MIT Sloan School of Management damit beauftragt, diese Werte herauszufinden. Dazu führte Hauser zwei Befragungen mit 507 Teilnehmern in der ersten Befragung zu Smartphones durch und 459 Teilnehmer in der zweiten Befragung für Tablets. Der statistischen Auswertung zufolge sind Kunden dazu bereit zwischen 32 und 102 US-Dollar für bestimmte Software-Funktionen auszugeben. Dazu gehören die Universelle Suche, Slide-to-Unlock oder die Autokorrektur bei der Texteingabe.

Darauf wiederum hat Apple Lizenzkosten zwischen 32 und 40 US-Dollar pro Samsung-Gerät berechnet, was letzten Endes in den geforderten 2,19 Milliarden US-Dollar mündet. Die Verteidigung von Samsung hat die Begründung freilich nicht kommentarlos hingenommen. Unter anderem wurde eingeworfen, dass weder Marke, Betriebssystem, LTE-Unterstützung oder die Akkulaufzeit ebenfalls als mögliche Gründe für oder gegen einen Kauf in die nähere Betrachtung einbezogen wurden.

[Quelle: TechStage]
Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Veröffentlicht von
Stefan

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