Apple hat mit seinen Geräten iPhone und iPad zwei sehr erfolgreiche Produkte auf dem Markt, die sich zu Millionen verkaufen und Milliarden US-Dollar in die Kassen des Konzerns spülen. Die bisherige Strategie bei der Produktion hat hohe Barreserven angehäuft und dennoch macht das Unternehmen Schulden in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar bei dem Kapitalmarkt.
Eigentlich könnte man meinen, dass Apple mit seinen 151 Milliarden US-Dollar Unternehmensvermögen mehr als genügend Geld zur Verfügung hat. Allerdings lagert der Großteil mit geschätzten 90 Prozent des Konzern-eigenen Vermögens im Ausland und dieses in die USA zu transferieren würde sehr viele Steuern kosten. Da man seinen Anlegern jedoch eine höhere Dividende versprochen hat, leiht sich der Konzern von CEO Tim Cook kurzerhand die verbleibenden 12 Milliarden US-Dollar für die Dividendenausschüttung am Kapitalmarkt.
Bei den derzeitigen Zinsen für solche Kredite ist dieser Weg aus wirtschaftlicher Sicht deutlich günstiger für den Konzern. Mit den geliehenen 12 Milliarden US-Dollar kann Apple sein versprechen einer 8 Prozent höheren Dividende einhalten. Zusätzlich wurde der Rückkauf von Aktien von 60 auf 90 Milliarden US-Dollar aufgestockt, womit die Ausschüttungen auf insgesamt 130 Milliarden US-Dollar ansteigen.
Erst im letzten Jahr hatte der Konzern unter der Leitung von Steve-Jobs-Nachfolger Tim Cook 17 Milliarden US-Dollar Schulden bei dem Kapitalmarkt.
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