Apple gegen Samsung, dass ist im wahrsten Sinne des Wortes eine ‚Never Ending Story‘ und das nicht nur vor Gericht. Im Laufe des ersten großen Prozesses zwischen diesen beiden Schwergewichten der Smartphone-Branche kamen einige Details zu Android und Samsung zum Vorschein, die einen tieferen Blick hinter die Kulissen ermöglichten. Und Apple hört nicht auf, gegen die Konkurrenz zu wettern.
Apple ist ein ungemein erfolgreiches Unternehmen geworden, seit Steve Jobs im Jahre 1997 wieder das Ruder seiner Firma übernehmen konnte. In all den Jahren bis zu seinem viel zu frühen Tod, hat Jobs Apple zu einer Lifestyle-Marke umgebaut, welche eine ganze Branche maßgebend geprägt hat. Und mit seiner Strategie dermaßen erfolgreich gewesen ist, dass angeblich der größte Konkurrent Samsung nur durch Imitation der Apple-Philosophie so weit kommen konnte. Das ist das Fazit von Phil Schiller, Marketing Dircetor of Apple, bei der kürzlich begonnenen zweiten Runde im Patentstreit zwischen Apple und Samsung.
Laut Schiller gibt es nur eine Möglichkeit, um am Markt erfolgreich zu sein und das ist das Rezept von Apple schamlos zu kopieren. Insbesondere Samsung wird immer wieder aus Cupertino vorgeworfen, das Design und überhaupt alles von Apple ohne Bedenken zu kopieren, während andere Unternehmen es sichtlich schwerer am Markt haben. Genau das soll der Grund sein, weshalb Samsung ungehindert an die Spitze der Branche gelangen konnte, während andere Hersteller wie Motorola, Sony oder Nokia so stark zu kämpfen haben im Wettbewerb. Phil Schiller hat es folgendermaßen formuliert:
There is a difference. One is copying. The others are not — as much.
Deutsche Übersetzung:
Es gibt einen Unterschied. Einer kopiert. Die anderen kopieren nicht — so stark.
Samsungs Anwalt William Price hingegen betonte in seiner Eröffnungsrede, dass der Großteil der Samsung-Kunden die Geräte weniger wegen den optischen Ähnlichkeiten zu Apple kaufen. Stattdessen seien es treue Samsung-Fans aber vor allem Fans von Android. Schließlich würde Samsung genau das bieten können, was bei Apple vermisst wird: Größere Displays, LTE und halt Android als Betriebssystem. Trotzdem kann man bei objektiver Betrachtung nicht leugnen, dass das erste Galaxy S sich optisch ziemlich stark am damaligen iPhone orientiert hat.
Trotzdem lässt sich der Vorwurf am heutigen Produktportfolio beim besten Willen nicht sehen. Weder Mini- noch Maxi-Modelle bietet Apple an, selbst eine optische Ähnlichkeit ist mehr als nur schwer zu finden. Sieht man mal von abgerundeten Ecken ab aber dann müsste Apple eigentlich die gesamte Konkurrenz verklagen. Stattdessen konzentriert sich Apple lieber auf den Konkurrenten, der wirklich gefährlich ist: Samsung. Das der Erfolg von Samsung das Geschäft von Apple zunehmend schwieriger gestaltet, ist da fast schon eine zwangsläufige Folge.
Andererseits hat Apple Smartphones, Tablets und MP3 Player überhaupt erst Salonfähig und Massentauglich gemacht. Aber rechtfertigen diese Verdienste ein dermaßen aggressives Vorgehen gegen die Konkurrenz? Eigentlich nein, denn letzten Endes schaut doch jeder von jedem ab und verbessert Existierendes punktuell. Insofern richten sich die Augen einmal mehr in Richtung San Jose, wo der große Prozess zwischen Apple und Samsung weitergeht, in dessen Verlauf über die endgültige Höhe des Schadensersatz verhandelt wird, der Apple zusteht. Oder vielleicht doch nicht?
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Alle kopieren. Allen voran Samsung.