Mit Apple Music hatte der US-Konzern hinter dem iPhone und iPad mit weniger Medienrummel als üblich seine erste App für Android vorgestellt, welche erst kürzlich ein kleines aber feines Update erhalten hat. Wie nun bekannt wurde, will es das Unternehmen dabei nicht belassen. Vielmehr soll eine ganze Reihe an weiteren Apps folgen.
Wenn man die pure Abneigung von Apple-Ikone Steve Jobs noch in Erinnerung hat, welche er gegenüber Android immer wieder zum Besten gab, dann lässt sich vielleicht erahnen, wie sehr sich das Management mit dem amtieren CEO Tim Cook verändert haben muss. Oder kann auch der US-Konzern des iPhone nicht länger die Konkurrenz ignorieren, wenn man weiterhin Jahr für Jahr Rekordgewinne erzielen will?
Jedenfalls hat Tim Cook in einem kürzlich durchgeführten Hall Town Event – eine Art Mitarbeiterversammlung zur Zukunft des Unternehmens – verlauten lassen, dass Apple Music lediglich als Testballon für die allgemeine Akzeptanz der Apple-Dienste für Android zu verstehen ist. Sprich, Cook hat indirekt angedeutet, dass noch weitere Dienste des Unternehmens für die Konkurrenz-Plattform Android portiert werden könnten.
Bei diesen Worten dürfte man zunächst an die großen und bekannten Dienste wie iCloud oder iMessage denken, welche bisher nur für iOS und Mac OS X verfügbar sind. Oder anders ausgedrückt: Apple könnte sich an Microsoft ein Beispiel nehmen und sich in gewisser Weise öffnen, um noch mehr Kunden zu erreichen. Immerhin gibt es weit über 1 Milliarde aktiver Android Geräte. Ein lukrativer Markt – auch für den Konzern aus Cupertino. Oder kommt sogar eine Android-Version des Safari Browser?
Dennoch darf man die Sache ein wenig anzweifeln wenn man sieht, wie die Kommentare zu den ersten beiden Apps von Apple für Android ausgefallen sind. Neben all den Meinungen über die Apps selbst gibt es vor allem für die Music-App auch konstruktive Kritik, die von Abstürzen, schlechter Bedienung und anderen weniger guten Dingen berichten. Da hilft auch nicht das Update mit der Unterstützung von MicroSD-Karten für Offline-Musik (zum Beitrag), womit zumindest Android-Nutzer einen erheblichen Vorteil gegenüber dem iPhone ausnutzen können.
Hinzu kommt, dass Apples Dienste bisher perfekt auf iPhone, iPad und die Mac-Rechner ausgerichtet ist, sodass eine Integration von Android sicherlich einige Schwierigkeiten hervorrufen könnte. Hinzu kommt, dass Google bereits selbst zahlreiche Cloud-basierte Dienste für Android im Angebot hat, die zum Teil auch besser funktionieren. Bestes Beispiel hierfür dürfte das Debakel zum Start von Apple Maps gewesen sein, welches der Konzern wenige Monate danach in den Griff bekommen hat.
Aber noch ist das alles lediglich Spekulation, die sich auf einen kleinen Satz von CEO Tim Cook stützt. Konkrete Andeutungen hatte der Apple-Chef nicht gemacht. Da ist die Konkurrenz schon weiter: Samsung will noch dieses Jahr seine eigenen Apps und Dienste auf das iPhone bringen (zum Beitrag), was angesichts der Streitigkeiten zwischen beiden Konzernen auch eine kuriose Entwicklung darstellt. Warum dann also nicht auch weitere Apple-Apps im Google Play Store?
Vielleicht gibt es ja zur diesjährigen Entwickler-Konferenz WWDC erste Ankündigungen in diese Richtung – mit sicherlich interessanten Reaktionen aus Reihen der anwesenden Entwickler.
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