Mit Cyanogen OS bietet das Unternehmen hinter der nach wie vor sehr beliebten Custom ROM CyanogenMod eine kommerzielle Version der Firmware an, welche über ein paar Besonderheiten gegenüber der Open-Source-Version verfügt. Nun macht das Unternehmen künftig gemeinsame Sache mit Microsoft, was vorinstallierte Apps und Dienste betrifft.
Lange Zeit ist CyanogenMod nur ein Hobby-Projekt von enthusiastischen Entwicklern gewesen, welche den kostenlosen und frei verfügbaren Quellcode von Android so anpassen wollten, dass wirklich alles aus den Geräten herausgeholt wird. Vor allem aber ältere Geräte sind Dank der Arbeit der freien Entwickler lange Zeit Up2Date geblieben, was sich so schnell auch nicht ändern wird. Nur muss das nicht zwangsläufig auch für Cyanogen OS gelten, der kommerziellen Abwandlung der Open Source Custom ROM.
Denn wie das Unternehmen heute per Pressemitteilung erklärt, geht man eine strategische Partnerschaft mit Microsoft ein. Das bedeutet nichts anderes, dass unter Cyanogen OS in Zukunft etliche Android Apps von Microsoft zu finden sind: Bing, Skype, OneDrive, OneNote, Outlook und natürlich die Microsoft Office Apps werden im Verlauf des Jahres auf Geräten auftauchen, auf denen Cyanogen OS läuft. Im Rahmen dieser Partnerschaft wird sich Microsoft zudem um die native Integration der eigenen Dienste kümmern, wie auch immer das im finalen Produkt sprich einem Firmware-Update aussehen mag.
Das die kostenfreie Version CyanogenMod damit ausgestattet wird, ist weniger anzunehmen, da sich der Deal vermutlich ausschließlich auf die kommerzielle Version bezieht und das ist nun mal Cyanogen OS. Interessant ist nur, ob der Deal auch Auswirkungen auf Cyanogen OS 12 für das OnePlus One hat, denn dort läuft nicht mehr CyanogenMod, sondern eben diese kommerzielle Variante (zum Beitrag).
Bei dieser Gelegenheit sollte man auch darauf hinweisen, dass Microsoft seine Smartphone-relevanten Patente zu günstigeren Konditionen anbietet (zum Beitrag), wenn Smartphone-Hersteller die Microsoft-Apps und -Dienste auf ihren vorinstallieren, wie es bei dem Samsung Galaxy S6 und Samsung Galaxy S6 edge der Fall ist (zum Beitrag). Wenn man es mal so betrachtet, dann macht Microsoft mit Cyanogen Inc. im Prinzip genau dasselbe. Nur auf der Software-Ebene.
Gegenüber den Kollegen von 9to5Google hat Cyanogen nun Entwarnung gegeben. Wie ein Sprecher bestätigte, wird man alle Apps von Microsoft deinstallieren können. Ob diese allerdings restlos entfernt werden ist fraglich. Und das wichtigste: CyanogenMod war, ist und wird frei von jeglichen zusätzlichen Apps sein, was auch die Partnerschaft mit Microsoft einschließt. Die Custom ROM ist auch weiterhin Open Source und ein Community-Projekt, wo solche Apps keinen Platz haben.
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