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CyanogenMod 11S: Ein kleiner Feature-Überblick

Mittlerweile sind die ersten Geräte des OnePlus One mit vorinstalliertem CyanogenMod 11S bei den ersten Besitzern eingetroffen und die ersten Erfahrungsberichte sind im Netz gelandet. Neben dem Kampfpreis ist es vor allem die spezielle Version von CyanogenMod 11, die das Smartphone zu etwas Besonderem machen. Aber was sind das eigentlich für Besonderheiten?

CyanogenMod 11 wird nach wie vor mit Feuereifer von Steve Kondik und seinen Mitstreitern weiterentwickelt, auch wenn das mittlerweile unter dem Dach der CyanogenMod Inc. stattfindet. Mit OPPO hatte das Unternehmen bereits erste Gehversuche unternommen und mit OnePlus den Weg konsequent fortgesetzt. Die Erfahrungen vom OPPO N1 sind mit eingeflossen und dennoch unterscheidet sich CyanogenMod 11S in einigen Details von der üblichen Version des Custom ROMs. Wir zählen mal einige dieser Besonderheiten auf.

OnePlus One und CyanogenMod 11S

1. Lockscreen

Schaltet man das OnePlus One das erste Mal ein, wird man direkt mit der ersten Besonderheit konfrontiert. Der Lockscreen von CyanogenMod 11S sieht etwas anders aus und wird von einem Cyan-farbenen Rechteck dominiert, in welchem alle relevanten Informationen von Uhrzeit, verpasste Anrufe, Nachrichten, Akku-Zustand, Wetter und einen Schnellzugriff auf die Kamera bietet. Mehr bietet der Lockscreen leider nicht an Möglichkeiten der Anpassung.

2. Gestensteuerung

Den Kamera-Shortcut des Lockscreen wird man vermutlich eh kaum nutzen, da man die Kamera auch ganz einfach mit Hilfe einer Geste auf dem Display direkt aus dem Standby heraus starten kann. Einfach einen Kreis mit dem Finger zeichnen und schon startet CyanogenMod 11S die Kamera-App. Mit einem V wird die LED-Leuchte zur Taschenlampe umfunktioniert. Mit zwei Fingern von oben nach unten wischen startet die Musik-Wiedergabe und mit einem Pfeil nach links oder rechts lassen sich die Titel wechseln.

Das mit einem Doppeltap das Smartphone eingeschaltet werden kann gehört fast schon zum Standard. Mit einem Doppeltap auf die Statusbar kann man das Gerät wieder ausschalten. Ist zwar keine Exklusivität für CyanogenMod 11S aber nett ist das allemal.

3. Kamera

Weiter geht es mit der Kamera, welche sich ebenfalls per Wischgesten bedienen lässt. Dadurch wechselt man super bequem unter CyanogenMod 11S durch die zahlreichen Aufnahme-Modi der Kamera-App. Öffnet man die Einstellungen der Kamera, wird im Hintergrund leicht abgedunkelt der Sucher dargestellt.

4. Screencast

Während man andere Smartphones dafür rooten muss, beherrscht CyanogenMod 11S das Aufzeichnen des Bildschirms als Video bereits von Haus aus.

5. Theme Engine

Eine der vermutlich umfangreichsten exklusiven Funktionen von CyanogenMod 11S und dem OnePlus One ist die vorinstallierte Theme Engine. Damit lässt sich sehr tiefgehend das Aussehen durch entsprechende Themes verändern. Man kann auswählen was alles verändert werden soll: Stil, Hintergründe, Schriftarten, Icons, die Boot-Animation sowie Klingeltöne, der Wecker-Ton und Benachrichtigungen.

6. Tasten

Die Tasten von CyanogenMod 11S und dem OnePlus One sind ebenfalls eine absolute Besonderheit. Während man sich üblicherweise entscheiden muss bei einem Smartphone-Kauf, ob man lieber klassisch-kapazitive Hardware-Tasten haben will oder die Software-Tasten von Android, kann man das im Fall des OnePlue One ganz nach belieben wechseln. Sind die Software-Tasten aktiviert, werden entsprechend die kapazitiven Tasten „lahm gelegt“. Übrigens lassen sich CyanogenMod-typisch die Tasten der Navigation Bar selbst neu anordnen und weitere Tasten hinzufügen.

7. Schnellwahl

Ebenfalls eher ungewöhnlich ist die Möglichkeit, dass sich die Schnellstart-Funktion für Google Now über die Home-Taste bearbeiten lässt. Wer will kann

8. Display-Kalibrierung

Eine Sache störte die ersten Käufer des OnePlus One besonders: Der Gelbstich des Displays. Dieser lässt sich aber mit recht einfachen Bordmitteln von CyanogenMod 11S beheben, denn über Einstellungen -< Display & LED -> Bildschirmfarbe kann man das Display bis zu einem gewissen Grad nach den eigenen Vorstellungen kalibrieren.

9. Quick Settings

Das ist zwar keine CyanogenMod 11S eigene Funktion, aber die sogenannten Quick Settings – die Schnelleinstellungen für WLAN, Bluetooth und so weiter – lassen sich mit einer Wischgeste von der Uhr aus komplett öffnen. Zieht man die Benachrichtigungsleiste an anderer Stelle herunter, werden nur fünf Schalter dargestellt und alle angefallenen Benachrichtigungen.

10. Status-LED

Auch das OnePlus One beherbergt eine Status-LED und das auch noch in mehreren Farben. Wie gut das CyanogenMod 11S eine Möglichkeit eingebaut hat, das Leuchten für bestimmte Ereignisse und selbst Apps anzupassen. Egal ob Farbe, Dauer sowie Blinken (Puls-Dauer und Geschwindigkeit): Man kann alles einstellen wie man will und das alles ohne eine zusätzliche App wie LightFlow installieren zu müssen.

11. Galerie

Auch bei der Galerie-App haben die Entwickler ein wenig experimentiert und ein paar eigenständige Funktionen untergebracht. Diese zeichnen sich unter anderem durch das Hinzufügen von Cloud-Diensten (Google+, Flickr, Facebook und Dropbox) aus sowie Sortiermöglichkeiten nach Datum, Ort oder Album. Die Android-eigene Galerie-App bietet solch umfassende Möglichkeiten zur Sortierung nicht.

12. AudioFX

Wer viel und oft Musik hört, der wird vermutlich viel Wert auf einen guten Equalizer zum Anpassen der Audio-Ausgabe legen. OnePlus bzw. die Entwickler der Firmware haben mit AudioFX einen solchen Equalizer vorgesehen, der sich vor allem durch seine stark überarbeitete Optik hervor tut. Neben verschiedenen Presets kann man auch gezielter eingreifen und selbst Bass-, Surround- sowie Hall-Effekte verändern. Alles getrennt nach Kopfhörer, Lautsprecher, USB-, Bluetooth- sowie Wireless-Ausgabe.

Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Stefan

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