Genau einen Monat ist es nun her, wo Mark Zuckerberg sich nicht mehr an seine Zusage erinnern konnte, bei der Übernahme von WhatsApp nicht die kostbaren Kunden- und Kontaktdaten für Facebook und seine Werbung zu nutzen. Frei nach dem Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, änderte WhatsApp für seine Messenger User die Nutzungsbestimmungen dahingehend, dass man nun doch die persönlichen Daten an Facebook weiterleiten darf (zum Beitrag).
Man war sogar so freundlich und hat schon einmal vor weislich darauf hingewiesen, dass auch ein Widerspruch gegen die neuen Nutzungsbedingungen, nicht zwingend ausschließen würde, dass man trotzdem auf die Daten zugreifen würde.
Nun hat sich der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar eingeschaltet und Facebook offiziell untersagt,weiter WhatsApp Kundendaten zu speichern und weiterhin die bereits gespeicherten Daten zu löschen.
„Die Anordnung schützt die Daten der ca. 35 Millionen WhatsApp-Nutzer in Deutschland. Es muss ihre jeweilige Entscheidung sein, ob sie eine Verbindung ihres Kontos mit Facebook wünschen. Dazu muss Facebook sie vorab um Erlaubnis fragen. Dies ist nicht geschehen.
Dazu kommen noch viele Millionen Personen, deren Kontaktdaten aus den Adressbüchern der Nutzer zu WhatsApp hochgeladen wurden, ohne dass diese etwas mit Facebook oder WhatsApp zu tun haben müssen. Diese gigantische Menge von Daten hat Facebook zwar nach eigenem Bekunden noch nicht erhoben. Die Antwort von Facebook, dass dies lediglich zur Zeit noch nicht erfolgt sei, gibt jedoch Anlass zur Sorge, dass das Ausmaß des Datenverstoßes noch massivere Auswirkungen nach sich ziehen wird.“
Während Facebook bereits schon Widerspruch auf Basis des EU-Recht gegen die Anordnung angekündigt hat, beruft sich der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar auf Deutsches Recht. Facebook ist der Meinung mit seinem Hauptsitz in Irland sich auch an entsprechendes Recht zu halten. Der Hamburger Datenschutz ist jedoch der Ansicht dass Facebook mit Sitz der Werbeabteilung in Hamburg, sich auch an entsprechende Gesetze zu halten hat.
Schnell wird klar dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde.
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