Grund für diese Annahme ist nicht nur eine viel beachtete Kooperation mit Xiaomi im Zusammenhang mit Windows 10 Mobile gewesen (zum Beitrag), sondern auch diverse Patente des Redmonder Konzerns. Eines dieser Patente ist nun ganz frisch aufgetaucht und suggeriert, dass Microsoft in Zukunft tatsächlich den Weg des Dualboot-Setups einschlagen könnte, um sein Smartphone-Betriebssystem unter das Volk zu bringen.
Der Titel „User Selectable Operating Systems“ des im März 2014 eingereichten US-Patents US20150277929 zeigt schon deutlich, wohin die Reise bei Microsoft gehen könnte. Anstelle selbst Smartphones mit teuren Marketing-Kampagnen zu verkaufen, könnte man einfach ein Tool bereitstellen welches Windows 10 Mobile als optionales Betriebssystem auf ein Android Smartphone bringt. Das iPhone als mögliche Plattform kann man aufgrund des bewusst abgeschotteten Betriebssystem und stark restriktiven Mentalität des Ökosystems getrost ausschließen, während andere Plattformen wie BlackBerry oder Firefox OS zum Beispiel aufgrund ihrer geringen Verbreitung wohl kaum von größerer Beachtung sein dürften.
Aber zurück zum Dualboot-Patent, welches einige spannende Szenarien ermöglichen würde. Zum Beispiel könnten Smartphone-Hersteller ab Werk mehrere Betriebssysteme vor installieren, zwischen denen der Kunde beim Hochfahren des Smartphones kurzerhand je nach Belieben auswählen kann.
Jedoch scheint man sich die Sache nicht als klassische Dualboot-Lösung vorzustellen, bei welchem man frei zwischen den Systemen durch einen Neustart des Gerätes wechseln kann. Vielmehr scheint es eine Möglichkeit zu sein, beim ersten Start des Smartphones sein gewünschtes Betriebssystem auszuwählen und das war es dann. Die jeweiligen Images scheinen in komprimierter Form vorzuliegen und werden beim Start entsprechend der Nutzer-Auswahl entpackt. Die verbleibenden Betriebssysteme könnten nach dem Abschluss der Installation gelöscht werden um nocht unnötig kostbaren Flashspeicher zu belegen.
Trotzdem behält Microsoft in seinem neusten Dualboot-Patent die Möglichkeit offen, dass die nicht genutzten Betriebssystem-Images erhalten bleiben und Hersteller tatsächlich eine echte Multiboot-Umgebung einrichten könnten. Denn gerade das wäre für Smartphone-Käufer wirklich das Reizvolle an der Sache: Frei nach Belieben zwischen Android und Windows 10 Mobile (Privat/Arbeit) auf ein und demselben Smartphone hin und her wechseln zu können. Ganz so wie es derzeit bei ausgewählten Android Smartphones mit Root-Zugriff sehr einfach machbar ist.
Natürlich bedeutet ein Patent noch lange nicht, dass die Intentionen von Microsoft was Dualboot betrifft auch tatsächlich umgesetzt werden. Immerhin ist der Konzern eher daran interessiert seine Marktanteile durch eigene Geräte zu erhöhen. Auf der anderen Seite wäre ein Smartphone wie hier im Artikel beschrieben eine niedrigere Hürde für Smartphone-Nutzer die Plattform von Microsoft mal auszuprobieren. Wenn dann noch Microsoft Continuum und all die netten Spielchen im Zusammenspiel mit Windows 10 auf dem Desktop-Rechner unterstützt werden, hätte sich das Patent von Microsoft schon bezahlt gemacht.
Wichtigste Voraussetzung wäre allerdings, dass derartige Smartphones über deutlich mehr internen Speicher verfügen, um den verschiedenen Betriebssystemen überhaupt genügend Spielraum zu lassen. Denn wenn schon ein Android-Smartphone mit 16 GB für heutige Verhältnisse zu klein bemessen ist, wie soll das dann erst mit zwei Betriebssystemen aussehen?
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