Der größte Auftragsfertiger der Welt Hon Hai Precision Industry Co. Ltd – besser bekannt als Foxconn – will seine Produktion mit etlichen Robotern namens Foxbot ausrüsten. Davon verspricht sich das Unternehmen eine stark gesteigerte Kapazität in der Ausführung diverser Aufträge, aber leider hängt man dem selbst gesteckten Zeitplan zu stark hinterher, wie man nun zugeben musste.
Jedes Jahr verkauft Apple Millionenfach seine Smartphones, Tablets und auch Notebooks, sodass Auftragsfertiger Foxconn entsprechend viele Arbeiter einstellen muss. Um die Produktion jedoch zu beschleunigen und den steigenden Anforderungen was die herzustellenden Mengen betrifft decken zu können, sollte der Foxbot wichtige Arbeiten übernehmen (zum Beitrag), aber die Pläne müssen verschoben werden. Die Roboter sind einfach nicht präzise genug.
Ein normaler Arbeiter von Foxconn erreicht eine Genauigkeit von 0,02 mm bei dem Zusammensetzen der iPhone-Bauteile, während ein Foxbot-Roboter lediglich eine Genauigkeit von 0,05 mm erreicht. Für den hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens bzw. vor allem des Auftraggebers Apple viel zu wenig, um ernsthaft im großen Stil die Produktion zu übernehmen. Das berichtet die chinesische Website Jiemian.
Dabei hatte Foxconn-Gründer und -Chef Terry Gou noch vor etwa drei Jahren das Projekt mit viel Euphorie vorgestellt: Die Roboter welche die Bezeichnung Foxbot erhalten haben, sollten bis 2014 einen Großteil der Produktion übernehmen. Damals war die Rede von einer ganzen Million Robotern, aber das Ziel hat man mehr als deutlich verfehlt. Dabei ist die Ursache fast schon naheliegend: Die Roboter selbst haben ihren Ursprung in der Robotik der Fahrzeug-Industrie und dort wird bekanntlich nicht so viel Wert gelegt auf sehr hohe Genauigkeit.
Das die Foxbot-Roboter zudem groß und sperrig sind, ist ein weiters Problem neben der mangelnden Genauigkeit. Außerdem soll es laut dem Bericht noch diverse kleinere Probleme geben, welche gegen einen großflächigen Einsatz sprechen. Daher verrichten die Roboter bis auf weiteres nur „niedere Arbeiten“, bei denen es auf eine nicht allzu große Genauigkeit ankommt. Von dem Traum, die Foxbot-Roboter für eine voll automatisierte Produktion einzusetzen, ist Terry Gou somit noch sehr weit entfernt.
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