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Google-Cookie: Britisches Gericht lässt Sammelklage zu

Um das Surf-Erlebnis zu verbessern, setzen viele Unternehmen und Website-Betreiber wie Google auf den Einsatz von Cookies. In Großbritannien führte das vor etwa drei Jahren zu einer unschönen Enthüllung und genau da gibt es Bewegung. Garantiert nicht gerade sehr zur Freunde des Internet-Konzerns mit Sitz in Mountain View.

Wer sich durch das Internet bewegt, der hinterlässt zwangsläufig Spuren. Manche dieser Daten werden lokal im Browser gespeichert, um Nutzer zu identifizieren und zum Beispiel den Login einfacher zu gestalten. Genau das wurde Google jedoch in Großbritannien zum Verhängnis, indem man die Einstellungen bezüglich von Drittanbieter-Cookies des Safari Browsers austrickste und umging. Darauf wurde eine Klage gegen den Konzern angestrebt und nun wurde der Klage von einem britischen Richter offiziell stattgegeben.

Steht Google bald vor Gericht?

Konkret hat ein Berufungsgericht die Klage auf Schadensersatz in noch ungenannter Höhe stattgegeben, was eventuell zu weiteren Klägern führen könnte. Einer Sammelklage ist damit die rechtliche Grundlage erteilt worden. Google zeigt sich natürlich enttäuscht, da man auf Einstellung des Verfahrens plädierte mit der Begründung, dass den Nutzern des Safari Browsers keinerlei greifbarer Schaden entstanden sei. Zwar sagte der Berufungsrichter bereits, dass die Kläger nicht mit Unsummen rechnen müssen, aber dennoch sieht er eine gewisse Erfolgsaussicht für die Kläger. Wie die Klage gegen Google ausgeht ist noch vollkommen offen, aber die Klägerseite freut sich bereits über den kleinen Erfolg und vergleicht die Sache mit „David gegen Goliath“.

Technisch gesehen hatte Google 2011 einen Cookie eingesetzt, der sich über die Einstellungen für Cookies im Safari Browser und Internet Explorer hinweg setzte und Werbung von DoubleClick auslieferte. Auf diese Weise konnte der Konzern auf unerlaubte Weise Informationen über das Surf-Verhalten von Nutzern sammeln können, die über Zeit, Datum, Verweil-Dauer sowie angeschaute Werbebanner reicht. Daraus wiederum ist das Surfverhalten zu rekonstruieren und Schlussfolgerungen auf den Nutzer zu.

Interessant ist, dass eine ähnliche Sammelklage gegen Google wegen der Cookie-Umgehung in den USA abgewiesen wurde. Das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.

[Quelle: Courts and Tribunals Judiciary]
Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Stefan

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