Zur diesjährigen Apple-Entwicklerkonferenz WWDC wird unter anderem die Vorstellung von iOS 8 erwartet, das zusammen mit dem iPhone 6 im Herbst diesen Jahres erwartet wird. Die neue Version des iOS-Betriebssystems wird sich optisch nur wenig verändern aber dafür gibt es die eine oder andere neue App wie iTunes Radio oder Healthbook.
iTunes Radio selbst wurde auf der WWDC 2013 vorgestellt, um im schnell wachsenden Markt für Musik-Streaming-Dienste auch seinen Teil ab zu bekommen. Das Unterfangen ist bisher zumindest in den USA recht gut geglückt, da man sich als lachender Dritte im Markt positionieren konnte: Kurz hinter iHeartRadio und mit deutlich größerem Abstand hinter dem Marktführer Pandora. Mit dem kommenden iOS 8 will Apple seinen Streamingdienst populärer platzieren, indem die in iTunes integrierte Funktion kurzerhand als eigene App ausgelagert wird. Dadurch soll iTunes Radio unter iOS 8 besser ins Auge fallen.
Der Wandel ist durchaus pures Kalkül. Die Konkurrenz bleibt schließlich auch nicht ganz untätig, insbesondere das in Europa beliebte Spotify rückt immer näher an iTunes Radio heran, was der Konzern von CEO Tim Cook verhindern will. Ein Punkt der Strategie mit einer eigenen App dürfte vor allem bei Neukunden von iPhone und iPad zum tragen kommen: Diese finden bereits eine vorinstallierte App für kostenlose Musik vor, anstatt sich im iTunes Store einen Anbieter aussuchen zu müssen.
Direkt nach dem Einschalten des iOS 8 Smartphones oder Tablets kann der Musikkatalog von iTunes Radio inspiziert werden, der sich keinesfalls hinter der Konkurrenz verstecken muss. iTunes selbst ist schon längst zur führenden Plattform für den Vertrieb von digitaler Musik gewachsen, die jährlich Milliarden an US-Dollar Umsatz generiert. Neben der iPhone-Sparte ist iTunes zu einem wichtige Pfeiler für den Umsatz von Apple geworden. Allein 7 Milliarden US-Dollar brachte der iTunes Store im letzten Quartal ein, wovon der reine Musikverkauf ungefähr eine halbe Milliarde US-Dollar beisteuerte. Apple könnte also mit iOS 8 seine Ambitionen in Sachen iTunes Radio möglicherweise zusätzlich mit einem Abo-Modell ausbauen, um vom Trend zu Streaming-Diensten Kapital schlagen zu können.
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