Schon seit Jahren entwickelt Apple seine iPhone-Modelle nicht unbedingt zwangsläufig nach den aktuell herrschenden Trends in der Mobilfunk-Branche, denn die Geräte werden so oder so Millionenfach verkauft. Dennoch wird sich der US-Konzern dieses Jahr der Nachfrage beugen und das Display vergrößern. Nun nennt Apple-Kenner John Gruber erstmals Auflösungen und nennt nachvollziehbare Gründe dafür.
Mit 4,7 Zoll bzw. 5,5 Zoll wird das iPhone 6 dieses Jahr deutlich größer ausfallen und sogar in zwei Premium-Varianten auf den Markt kommen. Da das Display wächst muss auch die Auflösung entsprechend mit ansteigen, damit der Begriff Retina weiterhin verwendet werden kann. Laut Apple-Kenner John Gruber wird das kleinere iPhone 6 auf seinen 4,7 Zoll Diagonale eine Auflösung von 1.334 x 750 Pixel besitzen, was einer gleichbleibenden Pixeldichte von 326 PPI entspricht. Gruber stellt jedoch unmissverständlich klar, dass er weder Einblicke in die Pläne Apples noch anderweitige Informationen zur Auflösung besitzt. Es ist einfach seine Vermutung.
Aber eine sehr plausible und nachvollziehbare Vermutung, denn laut Gruber würde Apple mit dieser Auflösung für das kleinere Modell gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen bleiben alle Elemente der iOS-Oberfläche physikalisch gleichgroß verglichen zum iPhone 5s, und zum anderen wäre dennoch mehr Platz für gleichzeitig mehr Inhalt. Vom Prinzip her macht Apple dasselbe wie bei dem Wechsel von den 3,5 Zoll des iPhone 4s zu den 4 Zoll des iPhone 5: Man hängt einfach eine Reihe an Icons mehr dran, ohne die Größe der Icons verändern zu müssen. Somit bleibt alles beim Alten, nur mit mehr Inhalt.
Für das iPhone 6 mit 5,5 Zoll Display vermutet Gruber eine Auflösung von 2.2.08 x 1.242 Pixel oder anders ausgedrückt: Eine Pixeldichte von 461 PPI. In diesen Größenregionen von 5,5 Zoll spielt laut seiner Meinung die tatsächliche Auflösung nur noch eine untergeordnete Rolle, weswegen Apple hier eine deutlich feiere Hand hat. Der wichtigste Grund für Käufer des größeren iPhone 6 wäre einfach nur die 68 Prozent größere Fläche für Inhalte, wo es nicht mehr auf eine physikalisch korrekte Größe der iOS-Elemente geht. Deswegen kann sich Apple hier fast schon so etwas wie austoben. Wirklich Alles wäre einfach nur scharf. Vorausgesetzt die App-Entwickler passen ihre Apps auf diese hohe Auflösung auch entsprechend an.
Allerdings wären laut John Gruber für beide iPhone-6-Modelle auch eine identische Auflösung von 1.472 x 828 Pixel denkbar. Das wäre ein guter Kompromiss aus Retina-tauglicher Pixeldichte für beide Modelle, ohne dass das iPhone 6 eine zu kleine oder zu große Darstellung besitzen würde. Ob das Alles wirklich stimmt oder nicht wird sich vermutlich erst am 9. September zeigen, wenn Apple das iPhone 6 offiziell vorstellt.
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