Im dritten Teil unserer kleinen Serie „LG Smart TV – multimedialer Mittelpunkt im Haushalt“ wollen wir uns einmal der Thematik widmen, die wohl die meisten Fragen aufwirft: Welchen Smart TV soll ich mir eigentlich kaufen beziehungsweise welcher ist für mich der Richtige? Eine Frage die bei dem Thema Smart TV und einer Vielfalt von Herstellern, Funktionen und Fachbegriffen durchaus seine Berechtigung findet. Ich will in dem nun folgenden Beitrag keine explizite Produkt-Empfehlung aussprechen, sondern vielmehr unterschiedliche Entscheidungs-Kriterien aufdecken und erklären, um euch so eventuell bei der Wahl zum neuen Smart TV zu unterstützen.
Schaut man sich jedoch das heutige Angebot an LED-, LCD-, Plasma-, Curved- und OLED-Fernseher an, so wird man im Grunde nur noch Smart TVs finden, da viele der Zusatzfunktionen zum heutigen Standard gehören.
Doch welche Funktionen gibt es überhaupt, was bedeuten sie und was brauch ich im Alltag davon wirklich? Klar, umso mehr umso besser, kann ja eigentlich nicht Schaden. Außer man hat am Ende der Liste wieder vergessen was denn eigentlich die erste Funktion nun konnte, doch dazu später mehr.
Mit der wohl wichtigsten Frage: Was bekomme ich für mein Geld? Muss ich euch schon einmal allein lassen, da die Höhe des zur Verfügung stehenden Betrages von Leser zu Leser unterschiedlich sein wird und auch die Preise an sich – wie bei Technik generell üblich – einem schnellen Verfall unterlegen sind. Hier kann es durchaus sinnvoll sein, sich eher nach einem Vorjahresmodell um zuschauen, um ein echtes Schnäppchen zu schlagen. Auch haben viele Elektronikfachmärkte Eigenmarken, die preislich deutlich unter den üblichen Markenfabrikaten liegen. Ich persönlich tendiere aber eher zu einer Marke mit der ich auch in anderen Technikbereichen positive Erfahrungen gemacht habe. Sei es der Support, Update-Politik, Garantieleistungen oder generelle Zuverlässigkeit der Geräte. Als führende Markenhersteller seien im Smart TV-Bereich in alphabetischer Reihenfolge LG, Panasonic, Philips, Samsung und Sony genannt.
Während bei einem PAL-fähigen Fernseher der Sitzabstand 3 – 6 mal so groß sein konnte wie die Bildschirmdiagonale, ist es bei den heutigen Smart TVs – die durchweg über eine wesentlich höhere Display-Auflösung verfügen – der Sitzabstand deutlich gesunken. Einfach aus dem Grunde weil nun wesentlich mehr vertikale und horizontale Bildpunkte (Pixel) pro Zeile dargestellt werden können.
Der gute alte PAL-Fernseher lieferte uns eine Auflösung von 544 x 576 Pixel, ein HDTV 1.280 x 720 Pixel und ein Full HDTV sogar 1.920 x 1.280 Pixel. Zahlen die uns auch von Smartphone und Tablet Display-Auflösungen ein Begriff sind. Spätestens seit der Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hat der ein oder andere auch schon einmal etwas von 4K Auflösung gehört, die sogar 3.840 x 2.160 Pixel darstellt und auch als Ultra HDTV gekennzeichnet wird. Doch gerade zum Thema 4K möchte ich später noch einmal genauer eingehen. Jetzt erst einmal wieder zurück zur Größe unseres zukünftigen Smart TV.
Wir wissen nun also umso höher die Auflösung ist, können wir im Grunde auch näher am Bildschirm sitzen, insofern auch das dargestellte Material diese Auflösung unterstützt. Doch im Umkehrschluss macht es auch wenig Sinn mit 50 cm Abstand vor einem 65 Zoll großen Fernseher zu sitzen, da dies dann ein wenig das Sichtfeld des Schiedsrichters beim Wimbledon Tennis-Finale simuliert.
Als Faustformel bei einem Full HD-fähigen Smart TV können wir also den 1,5 bis 3-fachen Sitzabstand der Bildschirmdiagonale in cm (1 Zoll = 2,54 cm) nehmen oder umgekehrt:
Hierbei spielt auch eine große Rolle, dass der Fernseher beim Händler unseres Vertrauens meist in den großen Verkaufsräumen kleiner wirkt. Andersherum gewöhnt sich das menschliche Auge sehr schnell an den neuen Fernseher und lässt ihn nach 1-2 Wochen zuhause subjektiv kleiner wirken. Steht also die Entscheidung zwischen 2 Größen an, so ist tendenziell bei vorhandenen häuslichen Platz die Entscheidung zu der größeren Bildschirmdiagonale zu fällen, um auch langfristiger Freude an der Neuanschaffung zu haben.
Bereits Michelangelo nutzte 1534 die gebogene Deckenfläche der Sixtinische Kapelle für sein weltbekanntes Fresko „Das Jüngste Gericht“ um einen Eindruck mit Perspektive zu vermitteln.
LG selber beschreibt die Vorteile eines Curved Display wie folgt:
Die ergonomische Krümmung des Bildschirms wurde so berechnet, dass sie dem menschlichen Sichtfeld exakt entspricht. Das heißt, jeder Punkt des Bildschirms hat automatisch die optimale Entfernung zum Auge des Betrachters. Damit bietet der Curved Screen aus praktisch jedem Blickwinkel ein optimales Seherlebnis – ohne Farbverzerrungen oder Detailverlusten an den Bildschirmrändern. Das heißt für Sie, Ihr Sichtfeld ist selbst aus einem seitlichen Betrachtungswinkel komplett verlustfrei und gestochen scharf.
Ob dem nun in der Tat wirklich so ist, lässt sich eventuell berechnen, rein subjektiv kann ich aber keine Unterschiede zu einem gleichwertigen Flat Panel erkennen. Doch aufgrund seiner Ausdehnung in die Tiefe, kann natürlich mehr Fläche auf die selbe Breite eines „normalen“ Smart TV untergebracht werden. Und machen wir uns nichts vor: So ein Fernseher ist auf seine Art und Weise natürlich auch ein Möbelstück, bei dem Design eine nicht ganz unwesentliche Rolle spielt und hier kann natürlich ein Curved Smart TV ganz klar mit seinen optischen Vorteilen auftrumpfen.
Wir bekommen also durch noch mehr Pixel, ein noch schärferes Bild. Das ist ja prinzipiell nicht verkehrt, doch was im Smartphone-Bereich von Kritikern bereits umstritten diskutiert wird, da dies zum einen mit einem höheren Akkuverbrauch einhergeht und zum anderen die Frage aufwirft, ob auf einem so kleinen Display eine höhere Auflösung einen sichtbaren Mehrwert bringt, muss nicht zwingend für den Smart TV gelten.
Gerade die letzte Frage im Bezug auf die Smart TV Displaygröße, muss ich mit einem deutlichen „ja, ich will“ beantworten. Denn bei stetig steigenden Panelgrößen unserer Fernsehapparate (55 Zoll gilt ja hier im Wohnzimmer schon nahezu als Standard), bringt eine höhere Auflösung auch einen echten Mehrwert. Doch muss unser Medienzulieferer auch diese Formate bieten und genau da sieht es aktuell noch ein wenig dürftig aus.
Aktuell wird man bis auf zwei Astra Testkanälen keine 4K Inhalte im Live TV konsumieren können. Mal von unserer weltmeisterlichen Leistung in Sachen Fußball vergangenen Jahres abgesehen.
Empfangsparameter Astra Ultra HD Demo:
| Transponder: | 1.035 |
| Frequenz | 10.994 MHz (Horizontal) |
| Symbolrate | 22.000 |
| Video | 2160 50p, HEVC Main 10, 10-bit |
| Datenrate | 25 Mbit/s |
Aber vom Prinzip wird es kommen, so viel ist sicher. Ähnlich den HD-Formaten dauert dies eben ein wenig bis auch die Fernsehsender davon überzeugt sind, dass sich derartige Mehrkosten in Produktion und Ausstrahlung lohnen, was schlussendlich wieder von der Menge an verkauften 4K Smart TVs abhängig ist.
Etwas weiter sind hier aber die so genannten Pay-TV und Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime Instand Video, die bereits jetzt schon 4K Inhalte anbieten – eine schnelle Internetleitung vorausgesetzt. Stefan hat einmal eine kleine Übersicht unter dem Beitrag:
für euch aufbereitet.
Aber was ist eigentlich mit der Wiedergabe eigener 4K Inhalte und Quellen wie Blu-ray-Player, externe Festplatte, USB-Stick oder der eigenen 4K tauglichen Kamera? Viele Android Smartphones sind ja heute bereits schon zu 4K Aufzeichnungen in der Lage. Während es aktuell weder 4K Blu-ray-Filme noch DVD- oder Blu-ray-Player gibt, die 4K Inhalte an unseren Smart TV übertragen können, ist dabei auch der Codec H.265/HEVC und HDCP 2.2 Kopierschutz zu beachten, den unser zukünftiger Fernseher beherrschen sollte. Gastautor Birol Cin hat unter anderem genau dieses Thema schon einmal sehr schön erklärt (zum Beitrag).
Um wiederum Inhalte von externen Quellen auf unseren neuen 4K tauglichen Smart TV wiederzugeben, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten:
Aus dem eigenen Netzwerk, wie beispielsweise einem NAS-Server auf den unsere 4K Videos gespeichert sind, über USB-Festplatte oder -Stick – wobei hier darauf zu achten ist, dass der Fernseher über USB 3.0 zur schnelleren Datenübertragung verfügt und natürlich über HDMI. Auch hier ist auf einen schnellen Anschluss wie HDMI 2.0 zu achten. Zwar kann ein HDMI 1.4a ebenfalls 4K Inhalte übertragen, aber nur mit einer Wiedergabefrequenz von 30 Hertz. Und das wollen wir doch bei möglichen 60 Hz auch nicht wirklich, oder?
Um nicht komplett die Übersicht zu verlieren und eure Aufmerksamkeit möglichst hoch zu halten, werde ich in Kürze einen zweiten Teil meiner Kaufberatung mit den eben genannten Punkten folgen lassen.
Alle aktuellen und folgenden Beiträge unserer kleinen Serie, findet ihr unter dem folgenden Link:
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