Der chinesische Konzern Lenovo war die vergangene Woche eines der ganz großen Gesprächsthemen, zumindest was die Smartphone-Branche betrifft. Kein Wunder, schließlich übernahm der Konzern mal eben für schlappe 2,91 Milliarden US-Dollar Motorola Mobility von Google. Da wundert es doch sehr, dass der Deutschlandstart nicht wie geplant erfolgen könnte.
Es ist zweifelsohne das Thema schlechthin letzte Woche gewesen: Die Übernahme von Motorola Mobility durch Lenovo über schlappe 2,91 Milliarden US-Dollar. Der vor etwa zwei Jahren erst von Google übernommene Smartphone-Hersteller war für den Internetkonzern hinter Android zwar wertvoll aber so richtig glücklich geworden sind beide Unternehmen nicht miteinander. Auch wenn Smartphones wie das Moto X und Moto G für sich genommen verdammt interessante Geräte sind, ist die Zeit unter den Fittichen von Google vorbei. Eigentlich hätte das Unternehmen Motorola die große Eintrittskarte für Lenovo in den US-amerikanischen europäischen Smartphone-Markt sein können aber scheinbar kommt es ganz anders als gedacht.
In einem Interview mit der Wirtschaftswoche hat Stefan Engel, Vice President & General Manager für Zentraleuropa bei Lenovo, den Marktstart von Lenovo in Deutschland erneut nicht ausgeschlossen. Bestätigt hat er ihn aber auch noch nicht, lediglich das die Entscheidung über den Markteintritt von Lenovo noch nicht gefällt wurde. Was eigentlich ein wenig unverständlich ist, denn die Smartphones von Lenovo sind auf den ersten Blick gar nicht mal so schlecht. Und über die mit Motorola Mobility aufgekauften Vertriebskanäle ist der Zugang zum Smartphone-Markt in Europa und den USA eine ganze Spur einfacher für die Chinesen.
Wie allerdings allgemein die Zukunft von Motorola aussieht, ist ebenso offen wie der Marktstart von Lenovo in Deutschland. Zwar habe der Konzern zugesagt, die Strukturen von Motorola vorerst zu belassen wie sie sind, inklusive der Mitarbeiter und Führungsetage. Dennoch ist die Zukunft von Motorola ungewiss. Das die Chinesen allerdings eine alteingesessene Marke zu neuer Blüte verhelfen können, zeigt Lenovo mit den Thinkpad-Notebooks, die man 2005 vom IT-Schwergewicht IBM übernahm.
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