Gestern sorgte eine kleine SmartWatch am Handgelenk eines Audi-Vorstands für richtig viel Aufsehen, aber ob es schon die kommende LG G Watch R2 war wollte niemand verraten. Eher scheint es so zu sein, dass die Uhr speziell für Audi konzipiert wurde und als Versuchsobjekt für die LG eigene Plattform WebOS dienen soll.
Anfangs hieß es noch, dass auf der möglichen LG G Watch R2 ein Android Wear mit stark angepasster Software zum Einsatz käme, aber wer die Uhr mal in Aktion gesehen hat, wird schon ahnen, dass dies nicht der Fall sein kann. Dazu hätte LG eine komplett neue Oberfläche entwickeln müssen und genau so etwas kostet viel Zeit. Wie nun die Kollegen von AndroidCentral nun selbst bestätigen konnten, läuft auf der Uhr nichts anderes als WebOS von LG selbst. Eben jenes Betriebssystem, was der Konzern von HP gekauft hatte und auf seinen neuen Smart TVs einsetzt.
Ganze 20 Prototypen sollen sich von der SmartWatch bereits im Umlauf befinden, aber der ganz große Start der WebOS-basierenden Uhren soll erst im Jahr 2016 erfolgen. Viel Zeit also die Plattform zu polieren und einen echten Mehrwert gegenüber Android Wear oder Tizen zu schaffen. Außerdem plant man nach wie vor eine SmartWatch mit integriertem Telefon auf den Markt zu bringen, was Samsung mit der Samsung Gear S bereits geschafft hat (zum Test). Dabei kann die angebliche LG G Watch R2 von Audi auch telefonieren.
Ob es sich dabei allerdings wirklich um die LG G Watch R2 handelt, für welche man anfangs noch die Audi-Uhr gehalten hatte, ist nicht bekannt. Zumindest hat LG es schon geschafft, die zuvor genannten beiden Eigenschaften schon jetzt umzusetzen: Eine SmartWatch mit WebOS zu entwickeln und ein Modell, welches eigenständig und ohne ein gekoppeltes Smartphone telefonieren kann. Jetzt muss das Modell nur noch für den Massenmarkt konzipiert und produziert werden. Ob es dann als LG G Watch R2 auf den Markt kommt oder nicht ist eine ganz andere Geschichte.
Zumal das Serienmodell zugunsten des Preises auf einige Dinge verzichten dürfte: Auf der Rückseite ist die Rede von einem wasserfestem Gehäuse aus rostfreiem Edelstahl und Saphirglas auf dem Display. Auf technischer Seite besteht zumindest kein großer bedarf für Anpassungen: Der verbaute Snapdragon 400 Quad-Core kommt bei einer Vielzahl der aktuellen Android Wear Uhren zum Einsatz.
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