Immerhin ist die Meta 2 getaufte AR-Brille nicht das erste Produkt des Unternehmens. Bereits 2013 begab sich Meta respektive MetaVision in den Bereich Augmented Reality und versuchte sich über eine Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter zu verwirklichen. Damals kamen von 501 Backern über 194.444 US-Dollar zusammen, womit das Ziel von 100.000 US-Dollar mehr als deutlich erreicht wurde. Seit Anfang des Jahres werden die Entwickler-Kits der ersten Generation ausgeliefert.
Trotzdem waren die Ingenieure nicht untätig und haben das Konzept erheblich weiter entwickelt. Heraus gekommen ist dabei die aktuell womöglich gefährlichste Konkurrenz für die Microsoft HoloLens (zum Beitrag). Doch was macht das kürzlich offiziell vorgestellte Meta 2 Development Kit eigentlich aus? Oder treffender gefragt: Besser?
Während die HoloLens den ersten Testern zufolge noch ein sehr geringes tatsächliches Sichtfeld für virtuelle Objekte von geschätzten 30 bis 40 Grad besitzt, kann die Meta 2 von MetaVision ein Sichtfeld von über 90 Grad vorweisen. Dem gesellt sich noch eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel hinzu, eine Frontkamera mit 720p Auflösung für das Tracking von realen Objekten und zudem noch ein integriertes Audio-System mit vier Audio-Kanälen.
In dem nachfolgenden kleinen Video zeigt das Startup die wichtigsten Dinge die man wissen muss.
Neben all den technischen Unterschieden kann die Meta 2 insbesondere mit einer Sache punkten: Die Entwickler-Version kostet geradezu lächerliche 949 US-Dollar wenn man sie gegen die knapp 3.000 US-Dollar der HoloLens (zum Beitrag) vergleicht.
Die Auslieferung selbst soll erst im dritten Quartal erfolgen.
Das Spannende an der Sache ist, dass das Unternehmen im Gegensatz zu anderen Herstellern auch tatsächlich liefern kann. Die Kollegen von TechCrunch haben bereits einen Prototypen der Meta 2 AR-Brille ausprobieren können und waren schlichtweg begeistert. Vor allem das QuadHD-Display wurde in Kombination mit dem sehr großen Sichtfeld gelobt und ist ein immens wichtiger Punkt, um sich gegen die HoloLens von Microsoft zu behaupten.
Wie das aussah, zeigt das nachfolgende Video der Kollegen:
Denn im Gegensatz zu Virtual Reality ist ein eingeschränktes Sichtfeld erheblich störender da man das Gefühl hat, wie durch ein Fenster in die virtuelle Welt hineinzuschauen. Man versucht immer wieder sich näher an dieses imaginäre Fenster zu nähern, was aber logischerweise nicht klappt. Insofern hat die Meta 2 alleine deswegen schon einen erheblichen technischen Vorteil gegenüber der HoloLens.
Selbst Technik-Evangelisten wie Robert Scoble, den meisten durch eine eventuell fragwürdige Aktion mit der Google Glass bekannt geworden (zum Beitrag), ist begeistert von der Meta 2. Was zudem die wenigsten Wissen ist der Punkt, dass mit Loren Carpenter auch einer der Mitgründer von Disneys Animationsstudio Pixar Animation als Investor Meta unterstützt.
In einem Punkt hat die Microsoft HoloLens allerdings einen immensen Vorteil: Die funktioniert drahtlos und bring den Großteil der nötigen Technik bereits in ihrem Gehäuse mit sich, während die Meta 2 noch per Kabel mit einem PC verbunden werden muss. Ebenso ist die Navigation innerhalb des Betriebssystem der AR-Brille selbst noch nicht so leichtgängig oder intuitiv wie bei der Konkurrenz aus Redmond, sodass unterm Strich von der technischen Seite her keine andere AR-Brille heran reicht, bei der Bedienung im Gegensatz noch erhebliche Arbeit nötig ist.
Einen ersten Ausblick auf die Steuerung gibt das nachfolgende Video, in welchem die Steuerung anhand der ersten Meta AR-Brille demonstriert wird:
Gegründet wurde das Startup-Unternehmen bereits 2013 von Meron Gribetz, welcher damals noch Computer- und Neurowissenschaften an der Columbia University studierte. Als Mitgründer und einen der ersten größeren Investoren konnte er Alexis Ohanian gewinnen, welcher selbst Mitgründer des Social News Aggregator reddit war.
Nachdem die am 17. Mai 2013 gestartete Kickstarter-Kampagne für die erste Meta AR-Brille erfolgreich geglückt war, begannen nach kurzer Zeit die Arbeiten am direkten Nachfolger.
Zwischenzeitlich hat Meta so viele Investoren von seiner Zukunftsvision und mit vorzeigbaren Fortschritten untermauern können, dass eine erste Finanzierungsrunde über 23 Millionen US-Dollar in die Unternehmenskasse spülte. Deswegen konnte man die Entwicklung der Meta 2 auch ohne Crowfunding aus eigenen Mitteln stemmen.
Einer der größten Erfolge ist jedoch die Verpflichtung von Steve Mann als Chefwissenschaftler für die Entwicklungsabteilung des Startup: Mann ist einer der führenden Köpfe im Bereich Wearable Computing, Computer-gestützter Fotografie und maßgeblich an der Entwicklung von High Dynamic Range Imaging auch Hochkontrastbild genannt, beteiligt.
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Typisch MS: Teueres Zeug, das nix taugt und wenig leistet.
:D
Sorry aber bei der HoloLens steckt die ganze Technik in der Brille! Darum auch Kabellose