Microsoft Edge Extensions in neuer Windows 10 Insider Preview

Was der Google Chrome und Mozilla Firefox schon länger können, findet erst jetzt in seinen ersten Grundzügen von sogenannten „Erweiterungen“ im Microsoft Edge Browser erst in Kürze offiziell Einzug. Damit lässt sich der Nachfolger des geliebten und gehassten Internet Explorer um neue Funktionen erweitern, aber leider ist die Sache dann doch wieder nicht so einfach. Denn man muss Windows Insider sein.

Wer die neuste Insider Preview von Windows 10 mit der Build 14291 installiert, kann damit auch die ersten Extensions für den Microsoft Edge Browser ausprobieren. Neben den üblichen Fehlerkorrekturen ist dies die größte Neuerung von dieser Build, die wie gesagt nur über das Windows Insider Programm zu beziehen ist. Normale Nutzer mit den stabilen Versionen von Windows 10 bekommen die Neuerungen noch nicht zu Gesicht.

Microsoft Edge Browser wird erweiterbar

Die Installation einer Extension selbst ist bisher noch rudimentär und erfordert das sogenannte Sideloading, aber deswegen ist es ja auch nur in der Insider Preview von Windows 10 verfügbar.

Das bedeutet, dass man eine kompatible Extension für den Microsoft Edge Browser manuell herunterladen und installieren muss. Eine zentrale Anlaufstelle für Extensions gibt es bisher nicht, aber man mutmaßt bereits, dass der Windows Store mit der finalen Freigabe der Microsoft Edge Browser Extentions eine entsprechende eigene Kategorie erhält.
Wie man eine Extension installiert, zeigt Microsoft in einem eigens produzierten Video:

Überhaupt ist das Angebot an Extensions bisher noch sehr überschaubar: Gerade mal drei solcher Erweiterungen sind für den aktuellen Microsoft-Browser verfügbar. Neben dem Microsoft Translator zum automatischen Übersetzen von Websites in 50 verschiedene Sprachen gibt es noch eine Extention für erweiterte Mausgesten und eine sogenannte reddit Enhancement Suite. Weitere Extensions für den Browser sollen bereits in Arbeit sein und demnächst veröffentlicht werden, darunter die zwiespältigen Werbeblocker AdBlock sowie AdBlock Plus als auch zum Teil nützlichere Erweiterungen wie Amazon, LastPass und Evernote.

Sicherheit sorgte für Verspätung

Das die Extensions für den Microsoft Edge Browser erst jetzt mit der neusten Windows 10 Preview freigegeben werden, hat seine Gründe. Ursprünglich sollte bereits der finale Release von Windows 10 im Sommer 2015 die Browser-Erweiterungen beinhalten, aber Bedenken bei einer genügend hohen Sicherheit sorgten für regelmäßige Verschiebungen. Denn wenn Microsoft eines gelernt hat, dann sind es Browser-Erweiterungen die als Einfallstor für Malware genutzt werden kann.

Deswegen dauerte es auch so lange, um die Schnittstelle für Extensions im Microsoft Edge Browser einzubauen, ohne dabei größere Lücken bei der Sicherheit, so klein sie auch sein mag, zu hinterlassen. Dies hat Microsoft in einem eigenen Blogeintrag näher erläutert.

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass nach einer ausreichenden Testphase die Extensions selbst offiziell mit dem ersten größeren Redstone-Update im Sommer diesen Jahres freigegeben werden.

Browser-zentriertes Update

Aber auch abseits der von Windows 10 Nutzern sehnlichst erwarteten Browser-Erweiterungen steht der Microsoft Edge Browser im Mittelpunkt der neuen Redstone Insider Build. Unter anderem lassen sich einzelne Tabs des Microsoft-Browser nun anpinnen und man kann per „Paste and go“ Text oder Webadressen aus der Zwischenablage einfügen und direkt öffnen.

Hinzu kommen noch eine aktualisierte Microsoft Maps App sowie ebenfalls aktualisierte Apps für den Wecker und Alarme.
Die letzten drei Apps sind allerdings vornehmlich für Nutzer der Windows 10 Mobile Insider Preview von Interesse, denn für diese wurde ebenfalls die Redstone-Build 14291 freigegeben.

Komplett neu ist zudem der Feedback Hub wie Microsoft bereits letzte Woche angekündigt hatte (zum Beitrag) und eine neue Einhändige Tastatur für japanische Schriftzeichen des Katakana-Stils.

[Quelle: Windows Blog]
Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Stefan

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