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MicroUSB 3.0, bietet es wirklich einen Mehrwert?

Das Galaxy Note 3 von Samsung ist das erste Smartphone der Welt, dass den neuen Standard MicroUSB 3.0 unterstützt. Aber bringt der neue Standard für mobile Geräte überhaupt einen echten Vorteil, außer das neue Stecker für Smartphones notwendig werden?

Die meisten Hersteller von Smartphones haben sich vor einigen Jahren darauf verständigt, dass MicroUSB die Schnittstelle der Wahl für mobile Geräte sei. Dadurch sind vom Prinzip her alle USB-Kabel der Hersteller und Geräte untereinander kompatibel, was für den Kunden eigentlich nur von Vorteil sein kann. Allerdings könnte der USB-Anschluss an Smartphone und Tablet manchmal schon etwas mehr Speed bieten, erst Recht wenn der eigene Rechner mit USB 3.0 ausgestattet ist. Also entwickelte das USB Implementers Forum kurzerhand den Standard MicroUSB 3.0, der die Vorteile von USB 3.0 auch mobilen Geräten verfügbar macht.

 

Samsung nutzt neuen Standard

Das zur IFA 2013 in Berlin vorgestellte Galaxy Note 3 von Samsung ist das erste Smartphone überhaupt, dass diesen Standard unterstützt. Wer sich das beigelegte USB-Kabel betrachtet und die auf der Unterseite befindliche MicroUSB-Buchse, wird den Unterschied schnell erkennen. Stecker und Buchse sind breiter, um Platz für die zusätzlichen PINs zu bieten. Denn der neue Standard verspricht mehr Speed und mehr Leistung bei der Datenübertragung sowie dem Aufladen von Geräten.

Während der USB-2.0-Standard maximal 500 mAh Ladespannung für PC und Notebook vorsieht, sind mit USB 3.0 deutlich höhere 900 mAh an Ladespannung möglich. Heißt konkret, dass das Galaxy Note 3 am PC schneller aufgeladen wird als mit einem herkömmlichen MicroUSB Kabel. Allerdings muss das Smartphone dazu explizit als Mediengerät im USB-3.0-Modus angeschlossen werden. Das funktioniert bisher lediglich unter Windows, wo eine entsprechende Auswahl verfügbar ist. Nach 10 Minuten der Inaktivität schaltet das Galaxy Note 3 jedoch von selbst auf den langsameren USB-2.0-Modus um.

 

Mehr Speed mit MicroUSB 3.0

Seine vollen Vorteile spielt MicroUSB 3.0 allerdings erst bei der Datenübertragung aus: Im Schnitt doppelt so schnell wie mit einem herkömmlichen MicroUSB landen die Daten im internen Speicher, was gerade bei großen Daten im Gigabyte-Bereich sehr Willkommen ist. Allerdings gilt auch hier wieder, dass die Vorteile bisher nur unter Windows-Systemen wirklich nutzbar sind. Mac OSX und Linux unterstützen diese Möglichkeit bisher nicht. Außerdem hängt der tatsächliche Geschwindigkeitszuwachs mit davon ab, wie schnell der interne Speicher selbst ist. Der Zuwachs an Geschwindigkeit erreicht der Standard übrigens dadurch, dass den MicroUSB-Leitungen zusätzliche Leitungen zur Verfügung gestellt werden.

Nachteile bietet die MicroUSB-Schnittstelle der dritten Generation am Galaxy Note 3 eigentlich keine, sieht man mal vom ästhetischen Punkt ab. Der Stecker ist breiter und das gefällt nicht jedem Nutzer. Immerhin ist der Anschluss abwärts-kompatibel, sodass keine neuen Kabel notwendig sind. Nebenbei erwähnt wird das Galaxy Note 3 bis auf Weiteres das einzige Smartphone bleiben, dass auf den neuen Standard setzt und das hat seinen guten Grund: Mit USB Type-C hat die USB 3.0 Promoter Group bereits die Weiterentwicklung in einem ersten Entwurf vorgestellt. USB Type-C bedient sich dabei am Design der Lightning-Schnittstelle von Apple, was die Bauform betrifft. Ein Falsch herum gibt es damit nicht mehr und auch in Sachen Leistungsausbau bietet die neue Schnittstelle deutliche Vorteile. Sie muss nur noch standardisiert und in die ersten Geräte implementiert werden.

Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Veröffentlicht von
Stefan

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