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Motorola über Google, das Moto G und Projekt Ara

Es war eine der größten Überraschungen des Jahres 2011, als Google die Übernahme des angeschlagenen Smartphone-Herstellers Motorola bekannt gab. Die Frage nach dem „Warum“ war schnell geklärt: Patente warne die ausschlaggebenden Gründe. Abgesehen davon hat sich Google nicht eingemischt in das Tagesgeschäft, wie Dennis Woodside jetzt verraten hat.

Der Kauf von Motorola Mobility war medial viel diskutiert worden, dass es mit Google als neuem Inhaber steil bergauf gehen könnte. Selbst die Ehre ein Nexus bauen zu dürfen stand im Raum aber daraus ist bis heute nichts geworden. Was sich aber geändert bzw. sogar gebessert hat, sind die Smartphones und die darauf laufende Software. Da bleibt die Frage nicht lange aus, in wie weit Google denn nach der Übernahme eigentlich Einfluss auf die Entwicklung der Hardware und die Programmierung der Software nimmt. Laut Dennis Woodside, Ex-Google-Manager und CEO von Motorola, ist der Einfluss von Google gleich Null.

 

Motorola mit und ohne Google

Der bekannte YouTuber Marques Brownlee hatte die Ehre, mit Dennis Woodside einen kleinen Hangout abzuhalten und mit ihm ein wenig über Vergangenes und Zukünftiges zu plaudern. So kam unter anderem heraus, dass der Einfluss von Google auf die Entwicklung der neuen Geräte gegen Null reicht. Woodside sieht Google vielmehr als einen Investor, der mit seinem Geld den Geschäftsbetrieb am Laufen hält und die Grundlage liefert, gute Geräte wie das Moto G auf die Beine stellen zu können. Dazu gehört unter anderem auch die Freiheit, sich für gewisse Dinge Zeit nehmen zu können. Es steht kein Druck mehr dahinter, bis zu einem vorgesetzten Termin etwas zu haben, was vielleicht noch nicht ganz ausgereift ist.

Daher sei das Moto X trotz einiger Ähnlichkeiten mit der Nexus-Familie komplett das Werk von Motorola, ein erstes Ergebnis des finanziellen Polsters durch den Partner Google. Übrigens erwähnte Woodside gleich noch, dass das Unternehmen mittlerweile stärker auf das Feedback seiner Kunden hören würde und dieses in die Planungen der Entwicklung einfließen. Insofern werde sich Motorola künftig weiterhin mit wenigen aber umso besseren Geräten begnügen.

 

Eine Zukunft namens Projekt Ara

Eines dieser wenigen Geräte wird irgendwann in der Zukunft Projekt Ara sein, wenngleich der Retail-Name für den Handel anders ausfallen dürfte. Fakt ist aber, dass Motorola die Vision eines wirklich modularen Smartphones ernsthaft vorantreibt, wie zuletzt berichtet. Ein erster Schritt dazu ist der Moto Maker, der dem interessierten Kunden die Wahl von verschiedenen Dingen lässt. Die logische Evolution des Motorola Moto Maker ist daher Projekt Ara, wovon sogar ein erster Prototyp existiert.

Noch wird es jedoch dauern, bis das Vorhaben Marktreif ist, so Woodside. Wenn dann der große Moment da ist, bastelt man sich im Moto Maker ausgehend von einem Smartphone-Skelett sein Smartphone zusammen, wie man es braucht. Speicher, Prozessor, Kamera, Funkmodule und so weiter sind vollkommen modular, weshalb sich einzelne Komponenten bei Bedarf gegen Neuere austauschen lassen. Aber wie gesagt, bis dahin dauert es noch etwas, wofür sich Motorola dank Google im Rücken die notwendige Zeit nimmt. Die derzeitigen Möglichkeiten des Moto Maker geben jedenfalls einen kleinen Ausblick auf das Machbare.

[Quelle: YouTube | via PhoneArena & The Verge]
Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Stefan

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