Anfang des Jahres stellte Apple mit CarPlay eine äußerst interessante Plattform vor, mit deren Hilfe sich ein iPhone 5 und neuer bestens in die Fahrzeug-Technik einbinden lassen soll. Das Ziel: Eine sicherere Fahrt durch weniger Ablenkung wegen der Nutzung des iPhone am Steuer. Aber mit Apples Kfz-Plattform gibt es nur ein einziges Navi das man nutzen kann.
Und dieses Navi bzw. Navigationssystem ist die hauseigene Lösung Apple Maps wie das zu Garmin gehörende Unternehmen Navigon der gleichnamigen Navigationssoftware behauptet. Gegenüber iPhone-Ticker.de erklärte ein Sprecher von Navigon, dass Apple derzeit keinen einzigen Anbieter von Navigations-Apps den Zugriff auf das neue Fahrzeug-System des Konzerns aus Cupertino gewähre. Technische Ursachen kann das Verbot jedenfalls nicht haben, da sich Navigon und Co. in ihrer Grundfunktion nicht sonderlich von Apple Maps unterscheiden.
Warum Apple keine reinrassigen (und beliebte) Navi-Apps für seine CarPlay-Plattform (zum Beitrag) zulässt ist für viele Beobachter ein echtes Rätsel. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass Apple Maps einige gravierende Nachteile gegenüber klassischen Apps zur Navigation aufweist.
So habe das Datenmaterial in Form von Karten vor allem zu Beginn des Dienstes für sehr viel Kritik gesorgt, da Straßen, Orte, Sehenswürdigkeiten und vor allem die grafische Darstellung zum Teil erhebliche Fehler hatten. Zwar hat sich das bis heute massiv verbessert, aber es gibt nach wie vor Nutzer von Apple Maps, die auch nach all der Zeit über falsche Daten in ihrer näheren Umgebung klagen.
Der größte Nachteil von Appel CarPlay ist jedoch, das zum Navigieren zwingend eine aktive Internetverbindung nötig ist. Das könnte bei häufiger Navigation und insbesondere im Ausland zu erheblichen Mobilfunkkosten führen, die sich mit einer Offline-Lösung wie eben Navigon bestens vermeiden lassen, in dem das nötige Kartenmaterial kurzerhand offline auf dem Smartphone gespeichert wird.
Aber abgesehen davon ist die Kfz-Plattform Apple CarPlay so gut wie kaum anzutreffen. Im größeren Stile wird es erst im kommenden Jahr in Fahrzeugen vorinstalliert sein, sodass man sich aktuell überwiegend mit einer Lösung zum Nachrüsten zufrieden geben muss. Alpine und Pioneer haben ihr ersten entsprechenden Einbau-Module vorgestellt. Pioneer hat sogar Firmware-Upgrades für einige ältere Einbau-Radios angekündigt und mittlerweile veröffentlicht (zum Beitrag).
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