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Nextbit Robin: Erste Eindrücke zu dem Cloud-Smartphone

Eines der spannenderen Smartphone-Konzepte dürfte derzeit das Nextbit Robin sein, denn das Android Smartphone sieht nicht nur extravagant vom Design her aus, sondern speichert Daten bevorzugt in der Cloud des Unternehmens. Nach der erfolgreichen Crowdfunding-Finanzierung der Ex-Google und HTC Mitarbeiter, sind die ersten Geräte ausgeliefert und demzufolge auch die ersten Erfahrungen im Netz gelandet. Kann es die Erwartungen erfüllen und wie nahtlos funktioniert die Cloud überhaupt?

Diese und andere Fragen werden sicherlich sehr häufig im Zusammenhang mit den Nextbit Robin (zum Beitrag) fallen und einige der Fragen können die Kollegen von SlashGear bereits beantworten. Denn diese haben ihr Test-Gerät des Startups bestehend aus ehemaligen HTC-Mitarbeitern bereits erhalten und so schon einige Tage damit verbringen können. Ihre Erfahrungen teilen sie nun mit dem Rest der Welt.

Wegweisender Ansatz für Apps

Eine Sache hat Chris Burns bereits am ersten Tag sehr begeistern können und das ist die Art, wie Apps von dem speziell angepassten Android 5.1 Lollipop behandelt werden.
Nutzt man eine App über einen längeren Zeitraum nicht, wird diese inklusive der Nutzerdaten automatisch im Hintergrund in den für jeden Nextbit-Kunden kostenlosen und 100 GB großen Cloud-Speicher hochgeladen. In diesem Fall wird das App-Icon grau eingefärbt und wenn man dieses antippt, werden automatisch die App nebst der Daten wieder heruntergeladen und ist demzufolge auch wieder nutzbar.

In wie fern die Funktion spürbare Auswirkungen auf die Akkuausdauer des Nextbit Robin hat, wird sich in den kommenden Tagen laut Chris Burns noch zeigen. Gerade die Qualität der Netzverbindung wird dabei eine gewichtige Rolle im Alltag spielen und ob LTE oder WLAN genutzt wird.

Underdog mit Flaggschiff-Charakter

Ein weiterer Punkt, in welchem der Kollege von SlashGear beeindruckt ist, bezieht sich auf die Hardware. Einerseits will Nextbit sich nicht mit den führenden Herstellern Apple oder Samsung anlegen, aber laut Chris Burns Eindruck wäre es dazu durchaus in der Lage. Nicht wegen der Leistung, sondern wegen der Verarbeitung des Nextbit Robin.

Sicherlich ist das Gehäuse aus Kunststoff gefertigt, aber sich enorm hochwertig anfühlender Kunststoff. Überhaupt fühlt es sich seiner Meinung nach überhaupt nicht so an, als ob dahinter ein Startup stecken würde. Vielleicht könnte man es ja auch so beschreiben, dass HTC seine Qualitäten für ein Smartphone aus Metall kurzerhand in ein Gerät aus Plastik gesteckt hat.

Selbst das 5,2 Zoll große FullHD Display scheint hervorragend zu sein, obwohl es nicht so scharf ist wie die Quad-HD-Panels der meisten Flaggschiff-Smartphones der aktuellen Generationen. Mehr als FullHD braucht es für den Alltag nicht und eine niedrigere Auflösung hat auch noch die positiven Neben-Effekte, dass der Prozessor weniger Pixel zu berechnen hat und das Smartphone auch allgemein weniger Strom verbraucht.

Biometrische Sicherheit

Über Fingerabdruck-Sensoren kann man denken wie man will, aber auch das Nextbit Robin besitzt einen – und einen hervorragenden, wie Chris Burns anmerkt. Dieser sitzt seitlich im Rahmen unterhalb des Power-Buttons und funktioniert genauso schnell und zuverlässig wie der Sensor des Google Nexus 6P von HUAWEI (zum Test). Bisweilen reagiert er sogar gefühlt schneller heißt es und das kann man wahrlich nur als Lob interpretieren.

Vorläufiges Fazit zum Nextbit Robin

Anscheinend haben die Macher des Nextbit Robin sehr viele Dinge genau richtig gemacht. Dennoch ist dieses Android Smartphone laut Chris Burns nicht für die große Masse gemacht, wofür neben dem Crowdfunding-Charakter vor allem eine Sache spricht: Die sehr enge Verzahnung mit der Cloud.
Sämtliche entbehrliche Daten wie Fotos, Musik oder Videos werden automatisch in die Nextbit-Cloud hochgeladen, was eine entsprechend schnelle, stabile und vor allem möglichst dauerhaft verfügbare Netzwerkverbindung erfordert. WLAN ist dafür natürlich am besten geeignet. Denn je nach Tarif, kostet LTE bei dem zu erwartenden Daten-Volumen sehr viel Geld, welches mit Sicherheit bei der stetigen Cloud-Nutzung des Nextbit Robin anfallen dürfte. Außerdem ist LTE nicht überall verfügbar und freie WLAN-Hotspots mit dem nötigen Maß an Sicherheit kann man auch sprichwörtlich mit der Lupe suchen. Gerade Deutschland ist in Sachen günstige LTE-Flatrate eine Wüste des Grauens.
Insofern bleibt festzuhalten, dass das Robin für eine speziellere Nische an Smartphone-Nutzern ist, aber in dieser Nische sehr viele Dinge von Beginn an richtig macht.

[Quelle: SlashGear]
Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Veröffentlicht von
Stefan

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