Obwohl es ein logischer Schritt war Motorola zum Hersteller des jüngsten Nexus-Smartphones zu machen, verläuft der Start in den USA alles andere als perfekt für das Nexus 6. Mittlerweile häufen sich die Beschwerden zu Fehlern in der Verarbeitung und anderen Kleinigkeiten, die kein besonders gutes Bild zurücklassen. Wortwörtlich trifft das auf das AMOLED-Display zu.
Neben einer guten Performance, langer Akkulaufzeit und hervorragender Verarbeitung wird auch auf das Display viel Wert gelegt, schließlich findet auf diesem die meiste Action statt. Natürliche Farben und eine hohe Helligkeit sind da gerne gesehen, wobei der Energie-Verbrauch idealerweise auch nicht allzu hoch sein sollte. Gerade wegen letzteres könnte sich Motorola für das Nexus 6 zu einem AMOLED-Display entschieden haben, zumal es auch noch ansprechend neue Benachrichtigungen durch den Ambient Screen Modus anzeigen kann.
Allerdings entpuppt sich bei einigen Besitzern eben dieses AMOLED-Display nun zu einem Ärgernis größeren Ausmaßes: Vereinzelt eingebrannte Display-Inhalte, die nach dem Ausschalten einfach da bleiben. Normalerweise sollte sich so etwas erst frühstens nach einigen Monaten bemerkbar machen, aber bei dem Nexus 6 von Erica Griffin tritt das Phänomen bereits nach gut zwei Tagen auf. Kein gutes Zeugnis für die Qualität des Displays, die Motorola da ausgewählt hat, sofern es sich nicht um einen Einzelfall handeln sollte. Bisher hat sie allerdings noch keine Bilder hochgeladen, auf denen man die Display-Mängel ihres Nexus 6 von T-Mobile USA sehen könnte.
Mittlerweile bekommt man wirklich das Gefühl, dass der Start des Motorola Nexus 6 gründlich in die Hose gegangen ist. Neben diesen sehr unschönen Bericht zu einem eingebrannten AMOLED-Display kommt noch ein weiteres Problem mit einem verfärbten Display hinzu. Bei besonders niedriger Helligkeit tendiert das Nexus 6 bei einigen Modellen zu einem lilanen bzw. pinken Farbton.
Nach den versehentlich ausgelieferten Nexus 6 Geräten mit Android 4.4.4 KitKat anstelle von Android 5.0 Lollipop (zum Beitrag), der absichtlich deaktivierten Status-LED (zum Beitrag) oder den erheblichen Performance-Unterschieden im bezug zur Verschlüsselung (zum Beitrag) bekommt die ganze Geschichte um das aktuelle Nexus Phablet einen sonderbaren Beigeschmack. Da kommen einen die Server-Probleme zum Start des LG Nexus 4 damals fast schon harmlos vor im Vergleich zu den aktuellen Problemen.
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