Vor drei Jahren erblickte das Virtual-Reality-Headset Oculus Rift erstmals das Licht der Öffentlichkeit bei Kickstarter und avancierte sofort zum Liebling der Crowdfunding-Szene. Seitdem hat sich so einiges getan, was nicht immer positiv aufgenommen wurde. Nun ist das VR-Headset aber tatsächlich in seiner finalen Form vorgestellt worden und das mit einer kleinen Überraschung.
Samsung, LG, Google und selbst HTC in Kooperation mit Valve haben den Markt für Virtual Reality für sich entdeckt. In dieser Marktnische sehen die Teilnehmer erhebliche Wachstumschancen, denn das Geschäft mit derartigem Zubehör ist gerade erst im Aufbau. Dabei wurde der Markt wie schon erwähnt erst 2012 durch die Oculus Rift überhaupt definiert, beziehungsweise allgemein massentauglich gemacht. Genau dieses Projekt hat nun seine finale Phase erreicht und die sieht merkwürdig bekannt aus.
Denn wenn man es mal genau nimmt, dann ist die finale Form der Oculus Rift nichts weiter als eine technisch angepasste und erheblich leistungsfähigere Version der Samsung Gear VR. Ähnlich wie dieses exklusive Gadget für das Samsung Galaxy Note 4 ist auch das HMD (Head-Mounted Display) von Oculus mit Schaumstoff ausgekleidet, wodurch es erheblich angenehmer zu tragen ist als die bisherigen zwei komplett aus Kunststoff bestehenden Entwickler-Kits. Außerdem kann die Oculus Rift durch das neue Design auch von Brillenträgern angenehmer getragen werden, wie Vorstandsmitglied Brendan Iribe anmerkte.
Selbst die Software-Oberfläche Oculus Home kennt man in etwas abgewandelter Form von dem Samsung-Produkt. Wer die Samsung Gear VR schon einmal ausprobiert hat, wird sich bei der Oculus Rift sofort zu Recht finden. Wie bei Samsung sieht man auch bei Oculus die Oberfläche in echtem 3D, über welche man zu den installierten Inhalten gelangt und zu einem Online Shop für neue Apps. Im Gegensatz zur Samsung-Brille gehört zum Lieferumfang der Oculus Rift jedoch bereits ein Gamepad, bei welchem es sich um einen Xbox-Controller handelt. Ansonsten kann man sich die Brille sehr gut als eine verbesserte Version der Samsung Gear VR vorstellen:
Zu den Vorteilen gehört unter anderem, dass das Oculus-HMD über ein eigenes OLED-Display mit 2.560 x 1.200 Pixel Auflösung und latenzfreien 90 Herz verfügt, was es nicht von spezieller Hardware abhängig macht. Zusätzlich gibt es eine Infrarot-Kamera zum Tracken der Kopfbewegungen und auch ein Kopfhörer ist in der Halterung für den Kopf bereits eingebaut. Was Oculus jedoch dem Samsung-Ableger voraus haben wird, ist der sogenannte Oculus Touch.
Dabei handelt es sich um einen speziellen Controller, welcher gleich in zweifacher Ausführung ausgeliefert wird: Für jede Hand einen, damit sich die Bewegung in der virtuellen Umgebung möglichst realistisch anfühlt. Der Controller soll laut Palmer Luckey – einem der Erfinder der Oculus Rift – diverse Fingergesten erkennen können. Dazu gehören unter anderem Daumen hoch, winken und auch das Zeigen auf Objekte. Wer sich lieber klassisch in den virtuellen Welten bewegt, darf jeweils auf einen Analogstick, zwei Knöpfe und einen Trigger zurückgreifen.
Schon zur vom 16. bis zum 18. Juni stattfindenden E3 in Los Angeles soll es eine erste Multiplayer-Demo mit der neuen Hardware geben, sodass man sich einen ersten echten Eindruck der finalen Oculus Rift und dem Oculus Touch verschaffen kann. Zur offiziellen Vorstellung der Brille gab es dennoch erste Einblicke in speziell für die Rift entwickelte Spiele: Das Action-Adventure Chronos von Gunfire Games, Edge of Nowhere von Insomniac Games und Eve: Valkyrie von CCP Games.
Übrigens spielt Microsoft abgesehen vom beiliegenden Xbox-Gamepad eine größere Rolle als man vielleicht vermuten könnte. So gab man zu verstehen, dass das Team von Oculus stark an der Entwicklung von DirectX 12 beteiligt war. Selbst Spiele von der Xbox One lassen sich auf die Oculus Rift streamen, auch wenn das nicht in virtuellem 3D erfolgt, sondern in einer Art Kino-Modus. Laut Oculus müssen für das echte Mittendrin-Gefühl die Spiele explizit mit dem Rift SDK entwickelt werden und davon wird es wie bereits erwähnt zur E3 2015 die ersten richtigen Eindrücke geben. Und hoffentlich auch die Preise für die finale Version.
Übrigens: Laut Phil Spencer, Head of Xbox bei Microsoft, wird die Partnerschaft mit Oculus die eigenen Pläne rund um die Microsoft HoloLens in keiner Weise beeinträchtigen. Bleibt eigentlich nur noch die Sache mit dem Verkaufsverbot in Deutschland (zum Beitrag).
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