Eines der spannendsten Projekte der jüngeren Smartphone-Geschichte ist zweifelsohne das sehr ambitionierte Projekt Ara, welches von der ATAP Group des Google Konzerns realisiert wird. Irgendwann im Februar soll der erste größere Beta-Test der Plattform starten und dazu braucht es neue Module. Genau dafür gibt es Neues zu verkünden.
Vor etwas mehr als einem Jahr enthüllte Motorola völlig unerwartet, dass der US-Hersteller an einem Smartphone oder vielmehr einer Smartphone-Plattform arbeitet, bei welcher man einzelne Komponenten ganz nach Belieben gegen neuere austauschen kann. Seitdem hat das Projekt Ara getaufte Vorhaben einiges hinter sich gebracht. Dazu gehören unter anderem die ersten wirklich funktionieren Prototypen und genau diese sind in Form des Spiral 2 genannten Korpus Bestandteil des neuen MDK.
Dieses hat die bei Google zuständige ATAP Group nun in der zweiten Revision freigegeben, bei welcher wie gesagt das Spiral 2 Endoskeleton die Grundplattform darstellt. Damit sollen Module auf Basis der neuen Hardware entstehen, welche auf der nächsten Entwickler-Konferenz für Projekt Ara präsentiert werden können. Diese findet am 14. Februar statt und dürfte allgemein diverse Neuigkeiten für das modulare Smartphone bereithalten. Vor allem wann mit den ersten Geräten im freien Handel zu rechnen sein kann. Ob die Konferenz zugleich den Start des öffentlichen Beta-Test markiert (zum Beitrag) ist allerdings nicht bekannt.
Bestandteil des neuen Module Development Kit (MDK) sind unter anderem das neue UniPro Bus-System von Toshiba, welches die Verbindung unter den einzelnen Modulen mit dem Spiral 2 Haupt-Modul und vor allem dem Prozessor wesentlich verbessern soll. Weiterhin ist das Greybus getaufte neue Protokoll Bestandteil der neuen Projekt Ara MDK Revision, welches zur Kommunikation und dem Austausch von Informationen der einzelnen Module dient. Das Ergebnis ist ein stabileres System.
Zusammen mit dem vor einigen Wochen offiziell angekündigten Online-Shop für neue Module und der Unterstützung von Marvell sowie NVIDIA mit Prozessor-Modulen (zum Beitrag), steigt die Attraktivität von Projekt Ara weiter an. Die Resonanz ist bisher richtig groß und lässt darauf hoffen, dass Google es wirklich schafft, das modulare Smartphone Realität werden zu lassen. Jetzt muss es sich nur noch im Alltag beweisen, bevor der offizielle Start der vielversprechenden Plattform beginnen kann.
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