Denn wie die Entwickler des ehemals unter dem Projektnamen Steamboy bekannten Handhelds bekannt gegeben haben, wird man in Kürze lediglich die ersten Vorbestellungen entgegen nehmen. Der tatsächliche Start des Smach Zero getauften Handhelds wird erst im vierten Quartal 2016 anlaufen und damit erst in etwa gut einem Jahr. Vorbestellen kann man den Handheld ab dem 10. November in Europa für 299 Euro und in den USA für 299 US-Dollar.
Technisch dürfte sich bis dahin noch einiges verändern. Denn aktuell soll der Smach Zero ein 5 Zoll Display (720p) in der Diagonale besitzen und einen Prozessor aus dem Hause AMD erhalten. Dieser soll der Jaguar-Generation mit vier Kernen respektive Modulen aus der Embedded G-Series – Codename Steppe Eagle – angehören, was bedeutet dass neben den besagten x86-Kernen auch ein Radeon-Grafikchip der GCN-Architektur verbaut sein wird. Der Smach Zero Handheld kann auf 4 GB RAM und 32 GB internen Speicher zugreifen.
Hinzu kommen noch ein WLAN-Modul zum Download der Steam-Spiele, Bluetooth für Zubehör sowie einen USB-Port, welcher über eine Host-Funktion für Speichermedien oder externe Steuergeräte wie Maus oder Tastatur verfügt. Die Pro-Version des Handhelds soll zusätzlich ein LTE-Modem besitzen. Außerdem besitzt der Smach Zero Handheld über zwei Trackpads die sich anscheinend in ihrer Funktion neu zuordnen lassen, acht Aktionstasten zu jeweils vier Tasten unterhalb der Trackpads und weitere Tasten auf der Rückseite des Gerätes, um die Spiele auch bestens steuern zu können.
Das Design des Gerätes erinnert nicht von ungefähr an den Controller den Valve zur Steuerung für sein SteamOS vorsieht, welches derzeit noch in seiner Beta-Phase steckt. Dabei handelt es sich um ein auf der Linux-Distribution Debian basierendes Betriebssystem, dass von Valve speziell auf die Bedürfnisse von Videospiele getrimmt wird. Mit der Open-Source-Lizenz kann man es kostenfrei auf seinem Desktop-Rechner installieren und sich auf diese Weise eine Videospiel-Konsole nach eigenen Vorstellungen aufbauen.
Apropos Spiele: Nicht alle in der eigenen Steam-Bibliothek verfügbaren Spiele werden von Beginn an den Smach Zero Handheld unterstützen. Die Entwickler des Handhelds versprechen aber, dass mindestens 1.000 kompatible zum Start im kommenden Jahr zum Download bereitstehen werden, damit das mobile Gamer-Vergnügen auch direkt losgehen kann. Zumindest sollten die Zugpferde wie Counter-Strike, Portal 2, Left 4 Dead oder Borderlands für einen Erfolg der Smach Zero im Portfolio enthalten sein. Ob und wie schnell das Angebot an weiteren Titeln für den Smach Zero Handheld steigt wird jedoch nur zum Teil von dem Gerät selbst mit abhängig sein.
Entscheidend ist eher, wie gut SteamOS an sich von der Videospielbranche und den größeren Entwickler-Studios angenommen wird, da die Linux-kompatiblen Spiele im Steam-Katalog bisher noch recht überschaubar sind. Vermutlich werden Windows- sowie Mac-Versionen lediglich auf den Smach Zero Handheld gestreamt, wie es bei SteamOS auch ganz normal vorgesehen ist. Ein schnelles und stabiles WLAN-Netz dürfte daher eine Grundvoraussetzung für das Gerät werden. Oder ein richtig dickes Volumen-Paket für den LTE-Tarif.
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