Schlagworte wie PRISM, Edward Snowden, BND und NSA sind in den vergangenen Monaten zum Tagesthema geworden. Probleme von denen sich bis dato ein iPhone Nutzer nicht zwingend bedroht fühlen musste. Das könnte sich aber mit den soeben beendeten 30. Chaos Communication Congress in Hamburg und den durch den Sicherheitsexperten John Applebaum veröffentlichten NSA Dokumenten ändern. Denn der US-Geheimdienst soll seit 2008 über ein iPhone Malware Programm mit dem Namen DROPOUTJEEP verfügen. Das Spionageprogramm soll der NSA ermöglichen aus der Ferne auf sämtliche Daten, als auch Funktionen des iPhone zugreifen zu können.Wir alle erinnern uns noch an die Schlagzeilen, als bekannt wurde das unser iPhone permanent die GPS-Daten aufzeichnet und an einen Server in Kalifornien übermittelt und dort dauerhaft speichert. Sensibilisiert durch dem Wunsch auf Privatsphäre seiner Kunden, trat Apple bei dem neuen Feature des iPhone 5S der Touch ID – einem Fingerabdruck Sensor – die Flucht nach vorne an und informierte die Fachwelt darüber, dass alle Daten des Sensors auf dem iPhone bleiben und nicht nach außen getragen werden.
Um so schockierender die jüngst bekannt gewordenen Informationen, die der Sicherheitsexperte John Applebaum am vergangenen Montag in Hamburg bekannt gab. Wie Applebaum aus einem internen Katalog des Geheimdienstes in Erfahrung gebracht hat, arbeitet die NSA seit 2008 an einer Ausspäh-Software, die unter dem Codenamen „DROPOUTJEEP“ geführt wird. Durch die von Edward Snowden weitergereichten Dokumenten an den „Spiegel“ und dem Aktivisten John Applebaum, kamen nun weitere sensible Details an das Tageslicht: DROPOUTJEEP kann durch die NSA nachträglich auf einem iPhone aktiviert beziehungsweise installiert werden und so aus der Ferne Standort, Kontakte, Dateien und Nachrichten aller Art auslesen. Zusätzlich kann der Geheimdienst mit der iOS Malware die Kamera und das Mikrofon des jeweiligen iPhone nach Belieben bedienen.
Apple selbst hat nun offiziell in sofern Stellung bezogen, als das der iPhone Hersteller jegliche Zusammenarbeit mit der NSA bestreitet. Im Gegenteil, Apple dementiert eine solche Funktion auf einem iPhone und würde alle Kapazitäten des Unternehmens nutzen, um die Kunden eines iPhone vor Angriffen zu schützen – egal von wem sie auch ausgehen mögen.
Nun stellen wir uns die berechtigte Frage, wie denn das Spionageprogramm DROPOUTJEEP auf das iPhone gelangen kann. Entweder existiert nach Meinung von dem Aktivisten Jacob Applebaum – entgegen Apples Aussage – doch eine gemeinsame Geschäftsbeziehung zwischen dem US-Geheimdienst und dem Unternehmen aus Cupertino oder iOS ist einfach dermaßen schlecht programmiert, dass entsprechende Sicherheitslücken eine Infiltration von DROPOUTJEEP ermöglicht.
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