Mit dem One hat HTC das große Comeback an die Spitze gestartet, was durch Design, Verarbeitung und außergewöhnlichen Features erreicht werden soll. Doch ein Flaggschiff alleine reicht heutzutage nicht mehr aus. Also schickt HTC das One mini als Verstärkung für preisbewusstere Käufer ins Rennen. Aber kann das abgespeckte One überhaupt mit dem Großen mithalten? Wir haben das für euch getestet.
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Technische Daten |
HTC One mini |
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Prozessor |
Qualcomm Snapdragon 400 Pro Dualcore mit 1,4 GHz GPU: Adreno 305 |
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Betriebssystem |
Android 4.2.2 Jelly Bean |
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Interner Speicher |
16 GB Interner Speicher kein Micro SD Slot |
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RAM |
1 GB |
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Modellbezeichnung |
601s |
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Display |
4,3″ HD Display mit 1.280 x 720 Pixel und Corning Gorilla Glass 2 |
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Anschlüsse |
MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss |
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Sensoren |
Gyro-, Beschleunigungs-, Helligkeits- und Annäherungssensor |
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Abmessungen (HxBxT mm) |
132 x 63,2 x 9,25 mm |
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Gewicht |
122 Gramm |
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Gehäusematerial |
Kunststoff |
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Kamera |
Ultrapixel Kamera, 1,6 Megapixel Frontkamera |
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Internet |
UMTS (900/1.900/2.100MHz) + HSPA+ 42 Mbit/s + LTE (800/1.800/2.600MHz) + WLAN a/b/g/n |
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Bluetooth |
4.0 HS BLE |
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Akkutyp |
Li-Ion |
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Kapazität |
3,8 V/1.800 mAh |
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Gesprächszeit |
bis zu 1.240 Min. (2G), bis zu 820 Min. (3G) |
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Standby-Zeit |
bis zu 457 Std. (2G), bis zu 447 Std. (3G), bis zu 435 Std. (LTE) |
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Netz |
GSM 850/900/1800/1900, UMTS 850/900/1700/1900/2100 MHz |
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Preis |
UVP 599,- Euro (aktuell 550,- Euro Stand 14/04/13) |
| Besonderheit | LTE, LED, DLNA |
Beim mitgelieferten Zubehör ergibt sich wie üblich keine Überraschung, HTC setzt beim One mini auf den Standardumfang des Zubehörs. Heißt konkret: In der nicht so wirklich Mini-hasten Pappschachtel findet sich neben dem Smartphone selber ein USB-Netzteil wieder, ein zugehöriges MicroUSB-Kabel für den Datenaustausch mit dem PC bzw. als Kabel für das USB-Netzteil und ein In-Ear-Headset von Beats by Dr. Dre.
Was aber direkt auffällt: So Mini ist das One mini dann doch nicht, vergleicht man es direkt mit dem One. Gerade mal gut 5 mm unterscheiden das One mini der Länge und Breite nach vom großen Bruder, sodass die Bezeichnung „One mini“ eher irreführend ist. Stattdessen bezieht sich das „Mini“ im Namen eher auf die Technik, welche zugunsten eines niedrigeren Preises abgespeckt wurde aber dazu etwas später mehr.
Ungünstig platziert hat HTC allerdings die Power-Taste: Diese befindet sich auf der Stirnseite des One mini, wo sich beim One die in der Infrarot-LED integrierte Power-Taste befindet. Diese ist beim One mini übrigens dem Rotstift zum Opfer gefallen, das One mini eignet sich somit nicht als Universal-Fernbedienung für die heimische Elektronik. Jedenfalls verlangt die ungünstige Platzierung der Taste hin und wieder kleine Verrenkungen, soll das Smartphone ein- oder ausgeschaltet werden. Die Tasten zum ändern der Lautstärke befinden sich auf der rechten Gehäuseseite. Anders als beim One, sind das zwei separate Tasten mit einem ziemlich schwammigen Druckpunkt. Auch sind die Tasten im Vergleich mit manch anderem Konkurrenten etwas schwerer zu erfühlen.
Weiterhin befindet sich auf der Stirnseite der Ausgang für Kopfhörer und Kabelgebundene Headsets, auf der Unterseite befindet sich der MicroUSB-Port zum Aufladen und für Datenübertragungen zum PC. Auf der linken Gehäuseseite befindet sich das MicroSIM-Fach, welches mit einem speziellen Werkzeug geöffnet werden kann. Dieses liegt dem One mini übrigens bereits bei, ansonsten würde es jeder Gegenstand mit einer besonders dünnen und mindestens 2 mm langen Spitze auch tun.
Die Vorderseite wird dominiert vom 4,3″ großen Display, den zwei Sensor-Tasten nebst HTC Logo und den für ein Smartphone wirklich bombastisch klingenden Stereo-Lautsprecher der Marke BoomSound. Hinter dem oberen Lautsprecher-Gräting verbirgt sich nebenbei der Lautsprecher für Telefonate und eine Status-LED. Rechts davon befindet sich die Frontkamera für Videotelefonie und links davon die Sensoren für Helligkeit und Annäherung. Die Sensor-Tasten sind übrigens erfreulich breit, sodass eine Fehlbedienung wirklich sehr schwer ist.
Etwas unschön gelöst hat HTC allerdings die Tastenbelegung. Die Home-Taste hat gleich drei Funktionen: Einmal drücken führt einen auf den Homescreen, Gedrückthalten sowie ein nach oben Ziehen öffnet den Sprachassistenten Google Now und ein Doppeltapp öffnet die Übersicht der geöffneten Apps. Eine Menü-Taste ist von HTC nicht vorgesehen, bzw. wird diese in den jeweiligen Apps eingebunden. Apps, welche die Funktion der Menü-Taste noch nicht implementiert haben, bekommen von HTC eine unschöne schwarze Leiste unten drangeklatscht. Die Funktion der Menü-Taste lässt sich erfreulicherweise auf die Home-Taste als Zweitbelegung legen. Praktischer wäre es vielleicht gewesen, das HTC-Logo als Home-Taste zu nutzen und die rechte kapazitive Taste mit der Menü-Funktion zu belegen.
Einzig das Fehlen von Infrarot könnte man bemängeln, welcher im Flaggschiff One und dem ersten Phablet von HTC, dem One Max verbaut ist. Dass die Mittelklasse Infrarot haben kann, zeigt beispielsweise Samsung beim Galaxy S4 Mini, dem südkoreanischen Gegenstück zum HTC One mini. Selbst auf NFC hat HTC verzichtet, was da schon weniger nachvollziehbar ist, schließlich ist selbst teilweise günstigere Konkurrenz von LG oder Sony mit NFC ausgestattet.
Videos nimmt das One mini mit bis zu 1080p auf, was mittlerweile zum Standard gehört in der Leistungs- und Preisklasse des One mini. Diese sind übrigens erfreulich ruckelfrei bei schnelleren Schwenks, hier arbeitet der Software-Stabilisator einwandfrei. Auf einen optischen Bildstabilisator wie beim One hat HTC hingegen verzichtet. Was ebenfalls erfreulich ist: Der Modus zum fokussieren kann während einer Aufnahme geändert werden, von automatisch zu manuell und umgedreht. Das die Kamera-Software etliche Filter bietet, ist fast schon selbstverständlich.
Ist der Assistent erfolgreich abgeschlossen, erblickt der Nutzer direkt eine der größten Neuerungen von HTC gegenüber Smartphones mit Sense 4: Die HTC BlinkFeed genannte und fest in den Homescreen integrierte App. BlinkFeed zeigt alle relevanten Ereignisse und Nachrichten aus verschiedenen Quellen an, darunter Webseiten, Blogs (android tv beispielsweise), SMS, soziale Netzwerke oder dem Kalender. Allerdings ist BlinkFeed nicht jedermanns Sache und würde das Feature lieber zugunsten der traditionelleren Widget-Nutzung deaktivieren. Blöderweise ist das nicht möglich, es lässt sich lediglich eine weitere Seite als neuer Homescreen definieren. Die Option zum kompletten Deaktivieren von BlinkFeed wird vermutlich erst mit einem der kommenden Updates ermöglicht werden.
Übernommen und ein wenig erweitert hat HTC die Quick Toggles von Google, welche mit Android 4.2 Jelly Bean erstmals eingeführt wurden. Bei Quick Toggles, zu denen es Einstellmöglichkeiten gibt, hat HTC den Zugang zu diesen durch ein kleines Menü implementiert: Einfach auf die Taste mit den drei Punkten drücken und schon ist man am Ziel. Auch im App Drawer hat HTC allerhand Möglichkeiten eingebaut, welche über das Sortieren der Apps hinaus geht. Am Auffälligsten dürfte jedoch die dauerhaft zu sehende Uhr sein, welche sich im App Drawer wieder findet. Nettes Feature, dass durchaus zu gefallen weiß.
Weniger gut gelungen ist HTC jedoch die Galerie: Diese stellt aufgenommene Fotos nicht chronologisch dar, sondern „sortiert“ die Aufnahmen nach bestimmten Ereignissen. Heißt konkret, dass zeitlich bzw. örtlich zusammenhängende Fotos zu jeweils eigenen Gruppen zusammengeführt und angezeigt werden. Aus der Galerie-App heraus wird nebenbei erwähnt auch ein HTC Zoe erstellt. Dabei handelt es sich um kleine Videoschnipsel, die aus Fotos mit Musikuntermalung und diversen Bildeffekten bestehen. Die Gestaltungsmöglichkeiten für den Nutzer halten sich jedoch arg in Grenzen.
Punkten kann HTC wiederum bei der Kamera-Software, denn diese ist herrlich aufgeräumt und funktional. Lediglich einen Auslöser, einen Schieberegeler für den digitalen Zoom, den Schnellzugriff für die Galerie, den LED-Blitz, die Optionen, verschiedene Aufnahme-Effekte sowie der Wechsel zur Video- respektive Fotofunktion ist vorhanden. HTC konzentriert sich quasi rein auf das Fotografieren an sich und erschlägt den Nutzer nicht mit irgendwelchen Shortcuts zu speziellen Funktionen. Der Wechsel zwischen Ultrapixel- und Frontkamera erfolgt übrigens in den Einstellungen der Kamera-Software des One mini. Diese sind in einer endlos lang erscheinenden Liste untergebracht. Ein Pluspunkt für die Kamera-Software von HTC ist die Möglichkeit, während eines Videos direkt Fotos ausnehmen zu können. Selbst HDR-Aufnahmen sowohl im Foto- als auch Videomodus sind möglich, wobei die HDR-Option bei Videos eher unschöne Artefakte verursacht. Ein echtes Highlight der Kamera aber ist und bleibt die sehr schnelle Auslöse-Verzögerung: Kaum wurde der Auslöser gedrückt, schon ist die Aufnahme im Speicher. Das ist wirklich eine der Stärken des One mini, an die man sich sehr schnell gewöhnen kann.
Am Ende des Tages bzw. des Tests kann man festhalten, dass das HTC One mini derzeit eines der besten Smartphones in seiner Größenklasse ist. Ein superscharfes Display, ordentliche Leistung, eine für seine Klasse sehr gute Kamera und Multimedia-taugliche Stereo-Lautsprecher die nach wie vor als große Ausnahme zu dem Musik Konsumenten ausgerichtet sind. Da haben es Konkurrenten wie das Galaxy S4 Mini von Samsung wirklich schwer. Wer jedoch mit knapp 8,5 GB frei verfügbaren Speicher auskommt und keinen Power-Overkill braucht, für den führt fast kein Weg an dem HTC One mini vorbei.
| Wertung | |
|---|---|
| Geschwindigkeit | 3/5 |
| Display | 4/5 |
| Funktionalität | 4/5 |
| Verarbeitung | 5/5 |
| Preis | 3/5 |
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