Erstmals wurde das Sony Xperia Z Anfang des Jahres auf der CES in Las Vegas gesichtet und am 21. Februar Deutschland weit in den Verkauf geschickt. Damit war Sony zwar vor allen anderen mit seinem Flaggschiff an den Start gegangen, aber dennoch für die Presse zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da nun erst einmal der gestresste Blogger mit der MWC, der CeBIT und dem Samsung unpacked Event zu kämpfen hatte. Doch das lange Warten auf unseren Testbericht hat den Vorteil, dass wir nun das Sony Xperia Z mit den Mitbewerbern der Premiumklasse vergleichen können.
Alle anderen hatten bzw. haben nun die Qual der Wahl zwischen dem LG Optimus G, dem HTC One, dem Galaxy S4 von Samsung und eben dem Sony Xperia Z sich ihr nächstes Smartphone auszuwählen. Vorausgesetzt es muss das aktuellste, schnellste und beste Android Smartphone sein und man verfügt über das nötige Kleingeld oder Sponsoren. Wir wollen heute euch ein wenig behilflich sein, die richtige Wahl zu treffen.
Beginnen wollen wir ganz emotionslos und sachlich mit den technischen Daten unseres Testkandidaten.
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Technische Daten |
Sony Xperia Z |
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Prozessor |
Snapdragon S4 Pro Quadcore mit 1,5 GHz je Kern GPU: Adreno 320 |
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Betriebssystem |
Android 4.1.2 Jelly Bean |
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Interner Speicher |
16 GB Interner Speicher Micro SD Slot vorhanden |
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RAM |
2 GB |
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Modellbezeichnung |
C 6603 |
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Display |
5″ IPS mit 1.920 x 1.080 Pixel Auflösung (443 ppi) aus kratz resistenten Glas |
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Anschlüsse |
MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss |
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Sensoren |
Accelerometer, Proximity und Licht |
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Abmessungen (HxBxT mm) |
139 x 71 x 7,9 mm |
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Gewicht |
146 Gramm |
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Gehäusematerial |
Glas/Kunststoff |
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Kamera |
13 Megapixel Exmor RS, Autofokus und Blitz, 2 Megapixel Exmor R, Frontkamera (Full HD) |
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Internet |
UMTS HSPA+ (Bänder 1, 3, 5 und 8 oder Bänder 1, 2, 4, 5 und 8), LTE (Band 1, 3, 5, 7, 8, 20) |
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Bluetooth |
4.0 |
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Akkutyp |
Li-Ion |
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Kapazität |
2.330 mAh |
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Gesprächszeit |
bis zu 11h |
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Standby-Zeit |
bis zu 550h |
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Netz |
GSM GPRS/EDGE 850, 900, 1.800 und 1.900 MHz |
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Preis |
UVP 649,- Euro (aktuell 550,- Euro Stand 27/04/13) |
| Besonderheit | LED, IP 55/57, Xperia Link, Miracast, DLNA, NFC |
Sony ist ja in Sachen Unterhaltungselektronik als wahrer Tausendsassa bekannt. Viele Geräte wie die allseits beliebte PlayStation, Fernsehapparate, HiFi Anlagen, Kameras, Notebooks, Autoradios und eben auch Kopfhörer gehören zu dem breiten Sortiment, des drittgrößten japanischen Herstellers. Da sind natürlich die Ansprüche an ein gutes Stereo Headset sehr hoch und diese kann Sony mit dem enthaltenen MH-EX300AP auch schlichtweg bravourös erfüllen.
Die MH-EX300AP verfügen über eine kleine Freisprecheinrichtung mit der man Gespräche an – und ablehnen bzw. beenden kann. Gerade bei der Nutzung in Verbindung mit dem Smartphone ist der Klinkenstecker in L-Form von Vorteil. Im freien Handel ist der Kopfhörer für einen Preis um die 25,-€ zu bekommen.
Auch von der Optik machen die klaren, minimalistischen, ja fast kantigen Linien und das reflektierende und glänzende Gehäuse des Xperia Z eine Menge her. Die Kehrseite der Medaille ist natürlich das man wirklich jeden Fingerabdruck auf der Rückseite sehen kann und Menschen mit einem Hang zur Reinlichkeit immer ein Mikrofasertuch dabei haben sollten.
Doch das Sony Xperia Z hat zu allen anderen Mitbewerbern der Oberklasse ein unschlagbares Ass im Ärmel und das heißt IP55/IP57. Diese Schutzklassen machen das Android Smartphone zu einem wasserdichten und staubgeschützen Alltagsbegleiter. Wer schon einmal mit seinem Smartphone in der vorderen Hosentasche in einen Platzregen gekommen ist oder gerne bei einem ausgedehnten heißem Bad in der Wanne telefoniert, weiß diesen Vorteil zu schätzen.
Die Werbung verspricht auf Basis der Mobile BRAVIA Engine 2 und durch Echtzeit-Kontrastoptimierung noch bessere Schärfe und Farbmanagement. Allerdings heißt es auch das diese intelligente Optimierung bei der Darstellung von Fotos zum tragen kommt und das können wir nur bestätigen. Im Direktvergleich mit unserem Galaxy Note (siehe First touch & view Video unten) waren kaum Unterschiede in dem Beispielfoto zu erkennen. Die Farben sehr satt, dynamisch und kontrastreich, doch der Vergleich der Homescreens ließ uns wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. Hier hatten wir im direkten Vergleich mit dem HTC One, dem LG Optimus G und dem Galaxy S4 den Eindruck als wenn die Farben erblassen und einfach verwaschen wirken. Ebenso die Schwarzwerte waren eher unbefriedigend und wurden um so schlimmer desto mehr wir das Display geneigt haben.
Zur Ehrenrettung von Sony müssen wir allerdings hinzufügen, das wir unter Kollegen immer wieder von unterschiedlich verbauten qualitativen Displays hören.
Trotz unterschiedlicher Benchmarkwerte der vier apokalyptischen Reiter, die das Sony auf Platz 3 verweisen, hat uns die Performance und Geschwindigkeit nie im Stich gelassen. Weder in der Verwendung der Benutzeroberfläche, schauen von Full HD Videos, Web-Browsing oder bei Grafik- und Belastungsabhängigen Spielen. Sicherlich auch ein Verdienst des verbauten Adreno 320 Grafikchipsatz, der sich generell in der Premiumklasse sehr wohl fühlt. Lediglich geringfügige Erwärmung an der oberen Rückseite konnten wir bei CPU-stressigen Situationen verspüren.
In unserem Test erhielten wir so eine deutliche Verlängerung der Standby Zeit. Leider ergaben die Zuschauer Kommentare aus unserem Tipps & Tricks Video zu „Sony Xperia Z Energiesparoptionen„, dass Sony wohl auch hier unterschiedliche Geräte ausgeliefert haben muss. Einige klagen darüber das sie nicht einmal über den Tag mit einer Akkuladung kommen. Da bleibt uns nur die Hoffnung das hier mit einem Software Update Abhilfe geschaffen werden kann.
Für eine schnelle Datenverbindung steht dem Z neben GSM GPRS/EDGE, UMTS HSPA+ auch LTE in allen vier Bändern zur Verfügung. Das Einzige wo das Sony Smartphone nicht punkten kann, ist eine wie im HTC One und Galaxy S4 von Samsung verbaute Infrarot Schnittstelle zum bedienen der im Wohnzimmer verteilten elektronischen HiFi und Elektronikgeräte.
Einzigartig auch die Möglichkeit aufgrund seiner IP55 und IP57 Schutzklasse mit dem wasserfesten Smartphone Unterwasserfotos als auch Videos zu drehen, wie wir auch in unserem First touch & view Video am Ende demonstrieren (siehe unten).
Sony bietet dem Foto-Einsteiger eine sogenannte „überlegene Automatik“ an, die alle wichtigen Kameraeinstellungen der jeweiligen Situation anpasst. Unsere Erfahrungen haben aber ergeben das Fotos, die mit manueller Einstellung geschossen werden, meist besser sind. Auch das neu strukturierte Menü sorgt für eine wesentlich bessere Übersicht der möglichen Einstellungen.
►Testvideo Aufnahme vom Sony Xperia Z
►Testvideo Aufnahme vom Sony Xperia Z vs.HTC One
►Fotovergleich HTC One, Sony Xperia Z und LG Optimus G
Sony hat wirklich ein rundes Software Paket geschnürt, nicht zu wenig und auch nicht zu viel wie es beispielsweise bei dem Samsung Galaxy S4 den Eindruck hat. Nützliche Dinge wie Themes mit farblich abgestimmten Designs, Widgets, ein adretter Screenlook mit direkt Zugriff auf den Fotoapparat und dem hauseigenen Walkman-Player sowie der editierbaren Benutzerleiste als auch der Tastatur, runden die individuellen Wünsche des Benutzers ab.
Unter anderem war uns auch die Applikation „Smart Connect“ ein Tipps & Tricks Video wert, das im Grunde so etwas wie Tasker oder Llama ist, welches auf Basis unterschiedlicher Verbindungen bestimmte Ereignisse ausführen lässt. Simpel gesagt: USB-Kabel rein – WLAN geht an.
In Sachen Performance und Geschwindigkeit spielt es nicht zuletzt wegen seiner 2 GB RAM und der Quad-Core-CPU in der selben Liga wie die 3 anderen Oberklassen Kandidaten. Auch das OmniBalance-Design mit seinen Glasflächen auf der Vorder- und Rückseite mit dem dominanten mittig angeordneten Powerbutton hat einen starken, positiven Eindruck bei uns hinterlassen. Noch deutlicher wird dies, wenn man das neue Xperia Tablet Z daneben hält, welches die identische Formsprache spricht.
Die unterschiedlichen Akkuwerte von unseren Lesern und Zuschauern sollten sich mit STAMINA recht gut, wenn nicht mit einem entsprechenden Software-Update, in den Griff bekommen lassen.
Einen unschlagbaren Vorteil hat das Xperia Z durch seine IP55 und IP57 Schutzklasse. Wasserfestigkeit als auch Staubsicherheit bietet kein anderes Smartphone in der Oberklasse. Ebenso von Sony gewohnt und auf Basis des Exmor RS Bildsensor macht die Kamera gute bis sehr gute Fotos und Videos, die für den Moment zwischendurch mehr als ausreichend sind. Trotz alledem bekommt das Xperia Z in unserem Test „nur“ eine Gesamtnote Befriedigend, was im Grunde eher als eine Zwei minus zu bewerten ist, aufgrund des ungünstig positionierten Lautsprecher. Man sollte aber bei all dem nicht außer Acht lassen, dass das Xperia Z lange vor all den anderen Premium Kandidaten zum Verkauf in den Regalen stand. Gerade in Sachen Technik ist die Zeit die größte Konkurrent!
| Wertung | |
|---|---|
| Geschwindigkeit | 4/5 |
| Display | 2/5 |
| Funktionalität | 3/5 |
| Verarbeitung | 4/5 |
| Preis | 4/5 |
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Sehr guter und ehrlicher Testbericht, vielen Dank dafür.
Meiner Entscheidung hat es sehr geholfen. Werde mir nun Das One kaufen.
Wisst ihr was über das wasserfeste S4 von Samsung?
Weil dann würde ich doch noch warten, wasserfest ist schon geil. Wie im Test geschrieben, Unzerwasser Videos kann keiner.
Test