Zuletzt brachte der japanische Smartphone-Hersteller Sony mit dem Xperia Z1 ein richtig gutes Smartphone auf den Markt, dass in Form des Xperia Z1 Compact auf eine handlichere Größe geschrumpft wurde. Allerdings hebt sich das Mini-Sony vom Rest der Konkurrenz ab: Technisch ist es alles andere als Mini, wie unser Test zeigt.
|
Technische Daten |
Sony Xperia Z1 |
|
Prozessor |
Qualcomm Snapdragon 800 Quadcore mit 2,2 GHz GPU: Adreno 330 |
|
Betriebssystem |
Android 4.3 Jelly Bean mit Xperia Launcher |
|
Interner Speicher |
16 GB Interner Speicher Micro SD Slot |
|
RAM |
2 GB |
|
Modellbezeichnung |
D5503 |
|
Display |
4,3″ HD Triluminos Display mit 1.280 x 720 Pixel mit Dragontail Glass |
|
Anschlüsse |
MicroUSB, 3,5mm Audio Klinkenanschluss |
|
Sensoren |
Accelerometer, Proximity und Licht |
|
Abmessungen (HxBxT mm) |
127 x 64,9 x 9,5 mm |
|
Gewicht |
137 Gramm |
|
Gehäusematerial |
Aluminium/Glass |
|
Kamera |
20,7 Megapixel Kamera mit Sony G Lens Linse, 2,1 Megapixel Frontkamera |
|
Internet |
GSM (850/900/1.800/1.900 MHz) + UMTS/HSPA+ (850/900/1.800/1.900/2.100 MHz) 42 Mbit/s + LTE (800/900/1.800/2.100/2.600 MHz) + WLAN a/b/g/n/ac |
|
Bluetooth |
4.0 HS BLE |
|
Akkutyp |
Fest verbauter Li-Ion |
|
Kapazität |
3,8 V/2.300 mAh |
|
Gesprächszeit |
bis zu 18 Std. |
|
Standby-Zeit |
bis zu 670 Std. |
|
Netz |
GSM 850/900/1800/1900, UMTS 850/900/1700/1900/2100 MHz |
|
Preis |
UVP 499,- Euro (aktuell ab 499 Euro Stand 16/02/14) |
| Besonderheit | LED, NFC, DLNA, MHL, ANT+, Wasserdicht nach IP55/58, Playstation Dualshock Controller kompatibel |
Das Xperia Z1 Compact wird Sony-typisch in einer quadratischen aber sehr stabilen Pappschachtel geliefert. Neben dem Smartphone befindet sich das übliche an Zubehör in dem Karton, was da wären ein Kabel-Headset mit drei verschiedenen Aufsätzen, ein USB-Datenkabel, ein USB-Steckdosen-Adapter und ein gedrucktes Handbuch in Kurzform. Weiteres Zubehör gibt es nicht, es sei denn man kauft ein Bundle.
Die Rückseite ist anders als beim Xperia Z1 keine Glasscheibe, spätestens beim Draufklopfen wird das „hörbar“. Sony setzt auf Kunststoff mit einem Hochglanz-Finish, um die Wertigkeit zu erhöhen. Auf der anderen Seite spart das wiederum ein wenig an Gewicht ein, denn mit 140 Gramm ist das kleine Z1 nicht gerade als Fliegengewicht zu bezeichnen. Ansonsten ist auf der Rückseite neben den Logos für NFC, Sony und Xperia nur noch die Aussparung der Kamera-Linse zu sehen. Diese nimmt Fotos mit denselben 20,7 Megapixel auf wie das Original aber dazu später mehr.
Im Metall-Rahmen eingelassen ist auf der rechten Gehäuse-Seite die Sony-typisch markante Power-Taste aus kühlem Metall sowie die Lautstärke-Wippe. Diese ist jedoch aus Kunststoff, ebenso die sehr willkommene physische Kamera-Taste mit mehrfachem Druckpunkt. Auf der gegenüberliegenden linken Gehäuse-Seite befinden sich sämtlichste Anschlüsse, die hinter bis zu einem gewissen Grad Staub- und Wasserdichten Klappen stecken. Die unterste Klappe beherbergt den SIM-Schlitten für die MicroSIM. Darüber befinden sich die Pogo-Pins für die separate erhältliche Dockingstation von Sony. Weiter geht es mit dem Slot für bis zu 64 GB große MicroSD-Speicherkarten und den Abschluss bildet der MicroUSB-Port, über welchen das Xperia Z1 Compact geladen und mit Daten gefüttert werden kann.
Die Schutzklappen sind allerdings nicht ganz ohne Grund vorhanden: Wie einige andere Top-Modelle der Japaner ist auch das Xperia Z1 Compact nach den Schutzklassen IP55 und IP58 zertifiziert. Damit ist das Smartphone für den Wassereinsatz tauglich, bis zu 30 Minuten in 1,5 Meter Wassertiefe. Allerdings mit der Einschränkung auf Süßwasser. Salz- und Chlorwasser sowie Wasser mit jeglichen anderen chemischen Zusätzen ist davon ausgeschlossen und nicht von der Garantie abgedeckt.
In Sachen Farbwiedergabe hat Sony bei dem Display des Xperia Z1 Compact deutliche Schritte nach Vorne gemacht. Betrachtungswinkel, Farben und Helligkeit wissen zu überzeugen, selbst Weiß und Schwarz sind besser als beim großen Bruder. Insbesondere von der Seite macht sich das Display richtig gut, wo die Helligkeit und Farbtreue kaum noch nachlässt. Man kann dem Xperia Z1 Compact also das bessere Display bestätigen im Vergleich zum, Xperia Z1.
Die Wärme-Entwicklung hat Sony auch erfreulich gut in den Griff bekommen, das Smartphone wird nicht unerfreulich heiß bei richtig großer Beanspruchung. Bei der Leistung in dieser kleinen Verpackung schon eine tolle Leistung.
Der Stamina-Modus ist auch bei diesem Sony-Smartphone wieder vorhanden, der mit diversen Einstellungen und Optimierungen noch einiges mehr aus dem Akku herausholen kann. Allerdings sind die kalkulierten Laufzeiten nicht ernst zu nehmen, auch wenn der Stamina-Modus spürbar etwas bringt. Dieser Modus deaktiviert beispielsweise einige Apps im Standby und startet diese wieder, sobald das Display eingeschaltet wird.
Verbindung zum heimischen WLAN-Netz erfolgt mit einer Dualband-Antenne, die in den Frequenzen von 2,4 und 5 GHz funkt, nach dem WLAN 802.11-ac-Standard. Heißt das theoretisch bis zu 1.300 Mbit pro Sekunde durch die Luft schwirren, wobei es real technisch und baulich bedingt nur ein Bruchteil ist. Für das Streamen von Medieninhalten im heimischen Netzwerk reicht es dennoch mehr dicke als. Das WiFi Direct für den Austausch von richtig großen Daten ebenso genutzt werden kann, versteht sich fast schon von selbst.
Weiterhin ist das Energiesparende Bluetooth 4.0 verbaut, was entsprechendes Zubehör und andere Dinge ermöglicht. Bestes Beispiel ist eine SmartWatch als erweitertes Display für Benachrichtigungen aller Art, was hervorragend funktioniert. Oder ein Bluetooth-Headset für den Musikgenuss auf dem Arbeitsweg. Selbst Dualshock-Controller der Playstation 3 sind über die „Xperia Konnektivität“ nutzbar, wodurch das Xperia Z1 Compact zur großen kleinen Unterhaltungsmaschine mutiert.
Das Koppeln von Zubehör geht zudem besonders schnell und unkompliziert von der Hand, wenn das betreffende Gerät NFC unterstützt. In diesem Fall einfach das Xperia Z1 Compact an die Stelle halten, schon wird die Verbindung unkompliziert und ohne PIN-Eingabe aufgebaut. Klappt sowohl mit einer SmartWatch 2 von Sony als auch dem Kamera-Objektiv DSC-QX10. Ebenso unproblematisch ist das Herstellen einer GPS-Verbindung, zusätzlich unterstützt vom russischen GLONASS-System.
Selbst bei eher schwachen Lichtverhältnissen macht die Kamera des Xperia Z1 Compact noch klasse Bilder, zumindest im Vergleich mit der Konkurrenz. Was es ebenfalls von der Konkurrenz deutlich abhebt ist die Möglichkeit von Unterwasseraufnahmen. In solchen Fällen kommt die physische Kamera-Taste ganz besonders zum Tragen, die übrigens die Kamera aus jeder Anwendung heraus starten kann bei zwei Sekunden Gedrückthaltens. Wirklich ambitionierte Fotografen werden dennoch mit dem manuellen Modus und den Parametern für Weißabgleich, Belichtung, Szenenwahl und Blitz arbeiten wollen. Oder man fotografiert in einem der anderen voreingestellten Modi:
Videos werden mit FullHD bei guten 30 Frames pro Sekunde aufgenommen, die mit knapp 17,5 Mbit nicht allzu hochwertig ausfallen. Dennoch ist die Bildqualität selbst bei schnelleren Schwenks erfreulich gut, die berühmt-berüchtigten Tearing-Effekte fallen kaum auf. Dennoch sind Artefakte nicht gänzlich zu vermeiden, was inbesondere an Wolken bei Aufnahmen des Himmels auffällt. Einzig der Autofokus dürfte ruhig etwas seltener aktiv werden aber ansonsten kann man die Videos des Xperia Z1 Compact als ziemlich gut einstufen. Kurz, die Kamera steht der des Xperia Z1 in eigentlich Nichts nach, sowohl im Guten wie auch im Schlechten.
Zu was die Kamera taugt, zeigt euch das übliche Testfoto im Vergleich zur Sony SmartShot QX10, der Canon EOS 600D und dem LG G2:
Allerdings sollte beim exzessiven Gebrauch der Kamera dringen eine MicroSD-Speicherkarte genutzt werden, da mit gerade mal 16 GB der interne Speicher nicht allzu groß ausfällt. Zwar sind gute 11,8 GB frei nutzbar aber dennoch reicht dieser nicht allzu lange aus. Erst Recht wenn das Xperia Z1 Compact als FullHD-Camcorder gebraucht wird, was inbesondere im Urlaub der Fall sein dürfte. Oder bei Familienfesten und Ausflügen mit der Familie, da kann das eine oder andere GB an Fotos und Videos anfallen.
Den App Drawer hat Sony hingegen etwas stärker umgekrempelt, was sich im Aussehen und der Anpassbarkeit zeigt. Standardmäßig werden alle Apps in der von Sony festgelegten „Eigene Sortierung“ anzeigt, die sich auf die meistgenutzten Apps und eine alphabetische Sortierung umstellen lässt. Bei beiden Alternativen wird die Anzahl der verfügbaren Apps angezeigt, die sich durch einen Wisch ans linke Ende erreichen lässt. In dieser Sidebar kann zudem eine bestimmte Anwendung im App Drawer gesucht werden, was sich insbesondere bei weit über 50 Apps als sehr hilfreiche Option entpuppt.
Widgets sind über ein Gedrückthalten des Homescreens zu erreichen, ebenso eine umfangreiche Palette an Optionen zur Anpassung des Xperia Z1 Compact. Dazu zählt neben dem Hinzufügen von Widgets sowie dem Hinzufügen und Entfernen von Homescreen-Seiten der Hintergrund und sogenannte Designs. Dabei handelt es sich um Themen, die aus Hintergrundbild für Homescreen und Sperrbildschirm bestehen als auch der Akzentfarbe des Systems allgemein. Wem die vorinstallierten Designs nicht ausreichen, der kann weitere Designs von Sony Select beziehen, was wiederum lediglich in den Google Play Store weiterleitet.
Auch der Notification Drawer hat von Sony eine kleine Überarbeitung erhalten, was sich auf bis zu 10 einstellbare Shortcuts zu diversen Einstellungen äußert. WLAN, GPS, Bluetooth, Helligkeit, LTE und so weiter kann dort eingerichtet werden. Dabei handelt es sich allerdings nur um Schalter, ein lange Gedrückthalten der Schalter führt nicht wie bei manch anderen Herstellern zu den Einstellungen der jeweiligen Funktion. Eigentlich schade, denn das wäre ein Plus an Komfort und würde das langwierige Suchen so mancher Optionen gehörig erleichtern.
Fazit vom Sony Xperia Z1 Compact
| Wertung | |
|---|---|
| Geschwindigkeit | 5/5 |
| Display | 5/5 |
| Funktionalität | 4/5 |
| Verarbeitung | 5/5 |
| Preis | 5/5 |
Samsung hat nun auf seinem Galaxy-Oktober-Event in Südkorea und den USA das Galaxy XR-Headset offiziell…
Anfang der Woche hat Vivo im Heimatland das als preiswert zu bezeichnende iQOO 15 präsentiert.…
Manch einer von Euch wird vermutlich schmunzeln, wenn wir wieder einmal über das Apple iPad…
Neben dem Realme GT 8 Pro, das mit austauschbaren Kamera-Arrays in runder und eckiger Form…
Noch vor dem OnePlus 15 und OnePlus Ace 6 hat nun das Schwester-Unternehmen heute das…
Bislang war der Exynos-Prozessor von Samsung eher ein Chip, welchen die werte Kundschaft gemieden hat.…
Diese Seite verwendet cookies.