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Verschlüsselung: Apple soll durch Gesetz von 1789 kooperieren

In den USA ist derzeit eine sehr hitzige Debatte über die Verschlüsselung von mobilen Geräten ausgebrochen, die von Seiten der US-Behörden mit allerlei fragwürdigen Mitteln geführt wird. Ziel der Behörden ist es eine Art Hintertürchen in den Systemen von Apple und Google zu erhalten, um an verschlüsselte Daten auf Smartphones und Tablets zu gelangen. Zur Not mit Hilfe eines alten Gesetztes.

Bei diesem besagten Gesetz handelt es sich um den „All Writes Act“ von 1789, welcher zur Mitarbeit bei der Aufklärung von Verbrechen verpflichtet. Mit Hilfe dieses Gesetzes kann ein Richter Personen kurzerhand zur Mitarbeit auffordern, ohne das die betreffenden Personen dies ablehnen können, ohne selbst rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Man könnte es auch als eine Art „Einstweilige Verfügung zur Mithilfe“ verstehen.

Verschlüsselung lässt sich nicht rückgängig machen

Zwar ist die Anwendung des Gesetzes von 1789 selbst auch an gewisse Voraussetzungen geknüpft, aber wenn das US-Justizministerium mit drastischen Übertreibungen arbeitet – irgendwann könnte die Verschlüsselung von iOS 8 für den Tod eines Kindes verantwortlich sein (zum Beitrag) – dann wird die US-Justiz sich das Gesetz schon passend zurechtbiegen können in seiner Anwendung. Der Zugriff auf Daten trotz Verschlüsselung ist einfach zu verlockend für die US-Justiz.

Auslöser der erneuten Diskussion rund um das Thema Verschlüsselung von Smartphones sind zwei Dokumente, in welchen die jeweiligen Hersteller des Smartphones zur Kooperation aufgefordert wurden. Eines der beiden betreffenden Geräte ist das letztes Jahr vorgestellte iPhone 5s, welches Apple entsperren soll. Das betreffende Dokument ist öffentlich einsehbar und unter diesem Link zu erreichen.

Allerdings sind Apple trotz einer richterlichen Anordnung die Hände gebunden: Der Konzern kennt ganz einfach nicht den dazu nötigen Schlüssel, um die Verschlüsselung der Daten rückgängig machen zu können. Und selbst wenn hätte Apple kein großes Interesse daran, immerhin will das Unternehmen die Daten seiner Kunden sichern. Immerhin: Auch Android nutzt ab Version 5.0 Lollipop standardmäßig die Verschlüsselung der auf dem Gerät gespeicherten Daten.

Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Veröffentlicht von
Stefan

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