Als Letzte Woche Donnerstag die Übernahme von WhatsApp durch Facebook bekannt wurde, machten sich zumindest die Anti-Facebook-Nutzer gehörig Luft im Netz. Massenhaft wurde die Abwanderung angekündigt aber die Nutzerzahlen sagen aktuell eher etwas Gegenteiliges. Und nun wurde bekannt: Google hätte genauso viel bezahlt wie Facebook.
19 Milliarden US-Dollar. So viel hat der Konzern von Mark Zuckerberg dem Unternehmen auf den Tisch geknallt und zusätzlich einen Posten im Facebook-Aufsichtsrat für WhatsApp-CEO Jan Koum. Da konnte der CEO dann doch nicht „Nein“ sagen und hat sogar ein Angebot von Google ausgeschlagen. Nun gelangen aber immer mehr Details zur Übernahme-Scharade um WhatsApp ans Tageslicht und die zeichnen ein sehr illustres Bild. Zuletzt war mal die Rede davon, dass Google 10 Milliarden US-Dollar bezahlt hätte für eine Übernahme aber das war anscheinend nicht das Ende.
Google CEO Larry Page wäre bereit gewesen jeden Preis zu bezahlen, solange man Konkurrent Facebook damit hätte aus dem Feld schlagen können. Er schloss sich sogar mit WhatsApp-Investor Sequoia Capital zusammen, um eine Chance noch vor Facebook zu haben. Ging aber gehörig schief, denn WhatsApp wollte einfach nicht Google als neuen Besitzer haben und nun ist es Facebook geworden. Auch wenn es der Wunsch vieler gewesen wäre anstatt von Facebook bleibt festzuhalten, dass Google doch nicht alles Kaufen kann was der Konzern gern würde.
Abgesehen davon hat WhatsApp-CEO Jan Koum auf dem Mobile World Congress 2014 in Barcelona neue Zahlen verkünden können: 465 Millionen aktive Nutzer verzeichnet der Messenger, Tendenz weiterhin steigend. Die Wechselschreie mancher Anti-Facebook-Nutzer im Netz scheinen bisher noch keine Auswirkungen auf den Dienst gehabt zu haben aber das kann sich mit den nächsten Zahlen schon ändern. Außerdem verkündete Koum, dass man im Laufe des zweiten Halbjahres für iOS und Android die Push-to-Talk-Sache ausbauen will. Vermutlich wird es sich dabei um ein VoIP-Feature handeln, um Microsofts Skype Paroli bieten zu können.
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