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Amazon Underground: Gratis Apps sind noch zu teuer

Wie nun der Online-Händler Amazon auf seinem Blog informiert, will man den 2015 ins Leben gerufene Underground App Store zum 31. Mai 2017 schließen. Spätestens jetzt, wo der Endverbraucher unter Beweis gestellt hat, dass er Anwendungen aus dem Amazon App Store auch nicht haben will wenn sie kostenlos sind, sollte man unter Umständen sein App-Konzept überdenken.

Ende August 2015 stellte der Online-Händler mit Underground ein gratis App-Angebot vor, welches sich auf den ersten Blick gut gelesen hat. Doch die Wenigsten wissen wirklich etwas von den kostenlosen Anwendungen, für die man im Google Play Store hätte Geld zahlen müssen.

Underground macht Ende Mai den Laden dicht

Der Undergound Shop wird wie erwähnt Ende Mai 2017 geschlossen. Kunden welche kostenlose Amazon-Apps installiert haben, erhalten noch bis 2019 Support und Updates.

While we will continue to expand the Amazon Appstore experience, we have decided to discontinue the Underground Actually Free program. All support for the program will end in 2019. Until then, current Fire tablet customers can continue to enjoy previously installed Underground apps and access the Underground Actually Free store. Fire tablet access to the Underground store will not extend beyond currently supported devices. Access to the Underground Actually Free store through Amazon’s Appstore for Android devices will end in summer 2017.

Und warum?

Da fragt man sich natürlich, wie denn etwas was umsonst ist, kein Erfolg haben kann. Amazon begründet die Schließung von Underground damit, dass Entwickler inzwischen bessere Möglichkeiten hätten, mit ihren Apps Geld zu verdienen. Diese wurden nämlich nach Zeit bezahlt, welche der Nutzer die App tatsächlich nutzt. Also hat jemand sich die Android-App heruntergeladen und eine Stunde damit gespielt, dann bekam der Entwickler 12 Cent ausgezahlt.

Meiner Meinung nach ist dies nur eine billige Ausrede. Denn nach wie vor steht Amazon mit Google auf dem Kriegsfuß. Nicht nur dass es keine Google Produkte im Amazon Shop zu kaufen gibt, auch Anwendungen welche über Amazon installiert wurden, kann man im Google Play Store nicht updaten. Teilweise haben so Android-Nutzer zweimal die gleiche App auf dem Smartphone installiert.

Unter Umständen wacht Amazon nach der deutlichen Klatsche auf. Selbst mit gratis Anwendungen kann das Unternehmen keine Kunden gewinnen. Bleibt zu hoffen, das die beiden Unternehmen sich nun gemeinsam an einen Tisch setzen und auf einen Nenner kommen.

[Quelle: Amazon]
Lino Bentzin

Hallo, ich bin Lino. Ich studiere Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin und nutze aktuell ein OnePlus 12. Meine Freundin nutzt ein iPhone 15, sodass ich auch einiges auf dem Gebiet mitbekomme. Mein Hobbys sind neben Technik-Kram, das Kochen, Eishockey, HipHop und die PS4.

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Lino Bentzin

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