Android N mit Rufnummer-Block, Caller-Screen und mehr

Seit wenigen Tagen ist nun die erste Developer Preview für Android N zum Download als auch via OTA-Update freigegeben und das bedeutet, dass findige Nutzer die neue Android-Version 7.0 gründlich erkunden können. Aber auch Google selbst gibt die anstehenden Neuerungen Stück für Stück preis, wie beispielsweise die neue Telefon-App. Diese kann weit mehr als nur Geräte-übergreifend Rufnummern blockieren.

Werbe-Anrufe sind ein mitunter sehr großes Ärgernis, dem sich Google mit Android N auf sehr zu begrüßende Weise annimmt. Zwar kann man schon länger ausgewählte Rufnummern blockieren lassen, aber mit der kommenden Android Version wird das ganze Prozedere auf System-Ebene implementiert. Das bedeutet, dass auch andere Apps auf die Liste der blockierten Rufnummern zugreifen und diese blockieren können wie Hangouts, Skype oder eine andere beliebige Telefon-App aus dem Google Play Store.

Außerdem wird Google diese Liste in Zukunft ab Android N zu einem Bestandteil der Daten-Synchronisation machen. Heißt nichts anderes, dass man dieselbe Blockierliste auf allen mit dem Hauptkonto verknüpften Android-Geräten zur Verfügung hat und vor den Anrufern geschützt wird.

Allerdings schränkt Google die Schreibrechte auf die Blockierliste auf wenige Apps ein. Dazu gehören die Standard-Telefon-App, die Standard-SMS-App und ausgewählte Apps der Netzbetreiber. Die Liste lesen können jedoch alle Apps, welche die Funktion implementiert haben.

Neuer Bildschirm für eingehende Anrufe

Aber auch an anderer Stelle wird mit Android N die Telefon-App kräftig aufgebohrt.
Es soll ja tatsächlich noch Nutzer geben die ihr Android Smartphone zum Telefonieren nutzen – wozu ein Smartphone ja eigentlich mal gedacht war. Diese wird Google mit einem neuen Bildschirm für eingehende Anrufe ins Visier nehmen, wo man verschiedene Dinge mit dem Anrufenden machen kann. Bisher sind Annehmen, Ablehnen oder Ablehnen und eine SMS mit dem Hinweis des späteren Rückrufs senden implementiert

Mit Android N werden diese Optionen dahingehend erweitert, dass man nun den Anruf wie gewohnt ablehnen kann, aber auch aus dem Verlauf ausschließen oder eine Benachrichtigung künftig für den Anrufenden ausschalten kann. Ermöglicht wird das durch neue Services, auf die Entwickler zugreifen können. Für den einfachen Anwender ist das Technische wenig interessant, aber die Funktion dafür umso mehr.

Viel Neues mit Android N

Natürlich sind das nur zwei kleine Dinge die mit dem kommenden Android N verändert oder deutlich verbessert werden. Wer ein aktuelles Modell der Nexus-Reihe sein Eigen nennt, der kann schon jetzt sich selbst davon überzeugen, was alles verändert wurde. Google hatte letzte Woche völlig überraschend die erste Developer Preview freigegeben (zum Beitrag) und nicht wie die letzten beiden Jahre bis zur Google I/O gewartet.

Sollte es zu keinen größeren Problemen kommen, soll der finale Rollout von Android N – wo wir von Android 7.0 Nutella ausgehen (zum Beitrag) – irgendwann im dritten Quartal diesen Jahres erfolgen. MaTT hat schon einmal ein erstes Video von Android N auf seinem Google Nexus 6P von Huawei gemacht, wo er die ersten bekannten Veränderungen vorstellt:

Die spannende Frage wird auch dieses Jahr wieder lauten, wie schnell die neue Android-Version von den OEM-Herstellern adaptiert und tatsächlich ausgeliefert wird. Dies ist nach wie vor das größte Manko von Android. Ob Android N daran etwas ändern wird?

[Quelle: Android Developers]
Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Veröffentlicht von
Stefan

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