Kaum ein anderes Unternehmen kommt an das Niveau von Apple heran, wenn es um das Streamen von Inhalten zwischen verschiedenen Geräten geht, was bei Apple kurz AirPlay genannt wird. Zwar hat die Konkurrenz sich an anderen Lösungen versucht, aber eben bisher nicht das Original erreicht. Und das soll sogar eventuell neue Funktionen erhalten.
Zumindest lässt das jüngste auf Apple zugelassen US-Patent darauf schließen, welches sich explizit auf die Drahtlos-Technologie namens Apple AirPlay bezieht. Laut der Patentbeschreibung sieht Apple vor, dass ein Stream auf mehrere Teilnehmer weitergeleitet werden kann, man sich sozusagen in der Gruppe einen Film gemeinsam anschauen kann auf seinem eigenen iOS-Gerät. Ein erstes Szenario zur Anwendung der patentierten Funktion gibt die Patentschrift gleich mit auf den Weg.
So sieht Apple den Einsatzzweck darin, dass jeder Einzelne in der Gruppe die Wiedergabe des Inhaltes pausieren kann, um beispielsweise kurz auf die Toilette zu gehen, etwas aus der Küche zu holen oder ein wichtiges Telefonat zu führen. Bisher musste das immer der Hauptakteur machen, von dessen iOS-Gerät der Inhalt per AirPlay gestreamt wurde. Kurz, das System erkennt wenn ein fest positioniertes Gerät den Raum verlässt, hält an der aktuell abgespielten Stelle an und setzt die Wiedergabe automatisch fort bei der Rückkehr des „Unterbrechers“.
Der eigentliche Hintergrund für das Patent – welches den offiziellen Titel „Displaying a synchronized instance of content on a portable electronic device“ trägt und auf die Patentnummer 8,918,822 hört – ist das Streamen von einem Apple TV auf ein iPhone, iPad oder iPod Touch. Sozusagen AirPlay in die umgekehrte Richtung. Man braucht nicht einmal die sonst üblichen Passwörter für das Netzwerk wo man sich eingebucht hat.
Allerdings ist derzeit unklar ob und wann Apple die AirPlay-Spezifikation um das neue Patent erweitert. Zunächst müsste Apple die Sache mit den im Netzwerk unregistrierten Geräten lösen, bevor die AirPlay-Sache wirklich praktikabel einsetzbar wäre. Aber der Konzern könnte der Konkurrenz wieder ein kleines Schnippchen schlagen und zeigen, wieso man die Nummer Eins bei solchen Streaming-Lösungen ist.
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