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CMF Headphone Pro im ersten Hands-on: Läuft und läuft und läuft!

Das „preiswerte“ Sublabel von Nothing hat vergangene Woche seine ersten Over-Ear-Kopfhörer mit den CMF Headphone Pro präsentiert. Für 99 Euro bietet das Design orientierte Startup-Unternehmen erstaunlich viel. Da wäre zum einen die angeteaserten 100 Stunden Akku-Laufzeit und eine inkludierte Active Noise Cancellation (ANC), die es auch in unserem ersten Hands-on umgehend zu testen gilt.


Inhaltsverzeichnis

Design und Bedienung

Es ist fast schon eine Beleidigung an das Londoner Startup-Unternehmen Nothing, wenn man das Thema Design in Frage stellt. Schließlich hat sich der ehemalige OnePlus-Mitgründer Carl Pei, bei seinem neuen Unternehmen – und somit auch bei dem „preiswerten“ Sublabel CMF – Design ganz vorn anzustellen.

Und auch trotz unserem ersten flüchtigen Hands-on, oder sollte ich besser schreiben Ears-on, kann ich schon direkt attestieren, dass dies auch bei den ersten Over-Ear-Kopfhörern, den CMF Headphone Pro gelungen ist. Der Hersteller bietet zum Verkaufsstart die Farben Hellgrün, Dunkelgrau und Hellgrau.

Letztere haben wir uns in die GO2mobile-Redaktion kommen lassen und ich würde sie eher als Weiß bezeichnen. Doch dabei belässt es das Unternehmen nicht. Die Ohrpolster lassen sich ohne großen Kraftaufwand abdrehen und gegen Orange- oder Mintgrüne antibakterielle vegane Leder-Polster tauschen. Leider sind diese zu unserem ersten Hands-on noch nicht verfügbar. Aber vielleicht zum finalen Test.

Das Gewicht beträgt gerade einmal 45 Gramm bei einer Größe von 96 x 95,7 x 30 Millimeter. Der Tragekomfort ist dank gepolstertem Kopf und Ohren auch nach mehreren Stunden Nutzung sehr angenehm. Allerdings werden Brillenträger nach knapp einer Stunde mit einem Druck hinter den Ohren durch die Brillenbügel zu kämpfen haben. Beide Ohrhörer lassen sich zudem um 90 Grad drehen und circa um drei Zentimeter ausziehen.

Auch in Sachen Anschluss und Bedienung ist der CMF Headphone Pro gut aufgestellt. Auf der linken Seite gibt es einen Schieberegler, der wahlweise (in der Nothing X-App) für die Bässe und Höhen verwendet werden kann. Darunter der Power- und BT-Connect-Button, eine LED, als auch eine 3,5 Millimeter große analoge Audio-Klinkenbuchse.

 

Auf der rechten Seite gibt es von oben nach unten ein Drehrad für die Lautstärke. Gleichzeit lässt sich dieser für das Pausieren/Abspielen kurz drücken oder langdrücken um zwischen den Geräuschunterdrückungs-Modi (ANC) zu wechseln. Perfekt wäre es gewesen, wenn die CMF Over-Ears das Abspielen der Musik unterbrechen würden, wenn man sie abnimmt. Erwarten würden wir das aber nur in der Premiumklasse. Unter dem „Roller“ befindet sich ein sogenannter Action-Button. Er dient zum starten von wahlweise (auch über die App einstellbar) ChatGPT, Spatial Audio oder Sprachnachrichten im Essential Space.

Design- und Bedienungs-Resümee

Die direkte Bedienung der CMF Headphone Pro ist auf das Wichtigste beschränkt und nach einer kurzen Eingewöhnung gut haptisch erreichbar und somit optimal nutzbar. Design ist freilich Geschmackssache, doch die Individualität zeichnet das Startup bereits von seiner ersten Stunde an aus.

Sound

Die ersten CMF Headphone Pro machen klanglich schon einiges her. Klar – das hier ist ein erstes Hands-on der Over-Ear-Kopfhörer – doch Bässe als auch Höhen sind präsent und nicht dominant. Es sind keine aufdringlichen Bass-Bumser, wie man es beispielsweise von Kopfhörern des Dr. Dre gewohnt ist. Sie sind auch nicht speziell für den HipHop-Konsum kreiert, sondern für die breite Maße. Und dieses Klientel bedienen die Over-Ears von CMF.

Die maximale Lautstärke ist ausreichend, wenngleich auch hier keine Rekorde gebrochen werden. Alles im sprichwörtlichen Rahmen. Eben so laut ohne in einem Frequenzbereich zu verzerren. Einziger spontaner Kritikpunkt ist die Active Noise Cancellation (ANC). Sie ist in meinen Ohren gerade so vorhanden, dass man den Unterschied wahrnimmt. Hier ist und bleiben die Bose QuietComfort Ultra* gemeinsam mit den Sony WH-1000  marktführend.

Dabei ist die App-Einstellung schon hoch und wird durch insgesamt 5 Mikrofone (3 an den Ohrhörern) im Hybrid-Verfahren ermittelt. Wer es übertreiben will, wählt den Modus „Adaptiv“. Ist in meinen Ohren aber zu „unnatürlich“ und erzeugt eher ein pumpen der Bässe. Doch hier bringt der ausführliche Test unter Umständen weitere Erkenntnisse.

 Sound-Resümee

Die CMF Headphone Pro liefern einen ausgewogenen Klang, der für viele Musikrichtungen geeignet ist. Lediglich die ANC wirkt in unserem ersten Ears-on schwach und hinterlässt keinen überzeugenden Eindruck.

Akku

Hier hat uns der Hersteller Nothing satte 100 Stunden Laufzeit, bei 50 Prozent der maximalen Lautstärke, mit nur einer Akkuladung versprochen. Bei eingeschaltetem ANC halbiert sich diese Zeit aber schon. Technische Daten des Lithium-Ionen-Akku gibt der Hersteller mit 720 mAh an.

Vollständig aufgeladen wird über den bereits erwähnten Type-C-Anschluss in satten zwei Stunden. Allerdings sollen bereits 5 Minuten satte 8 Stunden Musikgenuss (ohne ANC) liefern. Auch ein Anschluss von einem zum anderen Type-C-Port (Laptop/Smartphone) ist via „On-the-Go-Charging“ möglich.

Mein erster Eindruck, bestätigt mir aber gefühlt die Angaben von Nothing. Hier solltet Ihr aber auf keinen Fall unseren ausführlichen Test verpassen. Die aktuelle Akku-Kapazität kann nur über die App eruiert werden, was uns auch schon zum nächsten Kapitel überleitet.

Akku-Resümee

Die Nothing-Kopfhörer überzeugen mit starker Laufzeit und praktischer „Schnellladefunktion“. Mit aktiviertem ANC schrumpft die Ausdauer jedoch deutlich.

Software

Der CMF Headphone Pro von Nothing funktioniert mit der gleichen „Nothing X“-App, wie die ebenfalls vor Kurzem präsentierten Nothing Headphone (1). Allerdings sieht die App dann bei seiner Nutzung komplett anders aus.

Entwickler: Unbekannt
Preis: Kostenlos
Preis: Kostenlos

Da es sich hier um ein erstes Hands-on handelt, sind wir auf die Funktionen wie den Equalizer, die Geräuschunterdrückung oder das räumliche Audio einzustellen. Auch um die Funktion (Höhen- oder Bass-Tuning) des Schiebereglers muss in der App vorgenommen werden. Auch Auskünfte über den Akkuzustand erhaltet Ihr aus der mit den Kopfhörern gekoppelten Software.

Software-Resümee

Die „Nothing X“-App, ist weitestgehend selbsterklärend. Damit die Bedienung am Kopfhörer nicht zu überfrachtet ist, hat Nothing viele Detail-Einstellungen nur über die App bereit gestellt.

Fazit der CMF Headphone Pro

Das ist natürlich kein echtes Fazit der CMF Headphone Pro, sondern nur mein erster Eindruck nach circa 5 Stunden Gesamt-Musikgenuss.
Die CMF Headphone Pro machen optisch als auch klanglich einen sehr guten ersten Eindruck. Auch mit dem Preis von 99 Euro können wir gut leben. Das die leicht abschraubbaren Polster dann mit 25 Euro das Paar zu Buche schlagen, nennt man dann wohl Mischkalkulation.

Ob es in der Tat die versprochenen 100 Stunden Akku-Laufzeit (ohne ANC) mit nur einer Ladung werden, haben wir noch nicht getestet. Doch auch nach besagten 5 Stunden intensiven Hören sind wir recht positiv eingestellt, das Nothing hier sein Versprechen halten wird. Bis lang gibt es wenn nur Kritik an der Geräuschunterdrückung, die sicherlich nicht auf Spitzen-Niveau ist. Zu was sie dann aber in der Tat in der Lage ist, werden die nächsten Tage zeigen.

Bewertung & Kurzfassung

Eine Bewertung & Kurzfassung bekommt Ihr nach unserem ausführlichen Testbericht, der bereits in Kürze folgen wird.

MaTT

Mit dem Palm groß geworden und dem Qtek 1010, sowie HTC Hero die unstillbare Lust an dem OS Android bis zum heutigen Tage entdeckt. Als Gründer von Android TV (heute GO2mobile), pflasterten Meilensteine bei Areamobile (Head of Video Content) oder NextPit (Senior Editor) den Weg von Bestenlisten, News, Tests und Videos. Auch heute noch Spezialagent für alles Kreative.

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MaTT

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