Viele aus dem „gegnerischen“ Lager werfen Samsung seit deren Smartphone-Durchbruch mit dem Galaxy S I9000 das dreiste kopieren von Apple und seinem iPhone vor. Ob das nun der Wahrheit entspricht oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Was sie aber als Einziger Hersteller nach Apple geschafft haben, ist die komplette Geheimhaltung des diesjährigen Flaggschiffs bis zur offiziellen Präsentation.
Im hauseigenen Blog hat Samsung nun offen gelegt, wie man diese Geheimhaltung betrieben hat und da könnte Apple fast vor Neid erblassen. Nicht nur aufgrund der Effektivität, wir erinnern uns an den verloren gegangenen iPhone-4-Prototypen, sondern auch mit den dazu verbundenen Kosten. Erster Schritt zur totalen Geheimhaltung war die Planung und Durchführung von zwei zusätzlichen „Scheinprojekten“, sodass letztlich ganze drei Geräte bis zum finalen Endprodukt zeitgleich in der Entwicklung waren. Das hatte einen wesentlichen Vorteil für Samsung: Sollten doch mal vereinzelt Details an die Öffentlichkeit gelangen, konnten diese aufgrund unterschiedlicher Inhalte für Verwirrung sorgen.
Nächster Punkt war der komplette Verzicht auf Bildmaterial bei der Konzern-internen Kommunikation. Wenn ein Mitarbeiter mit einem anderen innerhalb des Projektes kommunizieren wollte, war die exakte Beschreibung des Vorgangs oder des Bauteils notwendig. Das umfasste zudem in sich hermetisch abgeriegelte Laboratorien mit ein, damit auch wirklich nur die Mitarbeiter miteinander zu tun hatten, die in das Projekt involviert wurden von den Verantwortlichen. Das umfasste übrigens auch abgeschottete Laboratorien, womit nicht einfach mal der nächstbeste Mitarbeiter auf dem Korridoren bei Problemen zu Rate gezogen werden konnte.
Der nächste Punkt umfasst die Geheimhaltung beim verschicken der Testgeräte zu den jeweiligen Mobilfunkanbietern. In der Regel werden die entsprechenden Vorserien- und Testgeräte per Post verschickt, nicht so beim Galaxy S III. Hier wurde das jeweilige Gerät in eine hermetisch verschlossene schwarze Box verpackt und von einem Projektmitarbeiter Samsung’s persönlich ausgeliefert, aus gegebenen Gründen meistens per Hubschrauber. Um die Verwirrung noch weiter auf die Spitze zu treiben, wurde die Hardware zudem in verschiedenste Tarngehäuse gepackt, wie das Gerücht über den „Wolf im Schafspelz“ bereits verdeutlichte.
Die ganze Story kann ich englischsprachigen Samsung Tomorrow Blog nachgelesen werden, denn diese ist um einiges facettenreicher als wie im hier verfassten „Überblick“.
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