Als Google Anfang des Jahres völlig ohne jeglicher Vorwarnung das Projekt Google Glass einstellte, wurde der Ruf nach einem gescheiterten Projekt laut. Die Brille, mit deren Hilfe der US-Konzern die reale mit der virtuellen Welt verbinden wollte, war einfach noch nicht bereit für den Endverbraucher. Das betonte der Konzern nun nochmals.
Das Google aktiv an der technologischen Zukunft mitarbeiten will ist hinlänglich bekannt und wird durch diverse Projekte wie dem selbstfahrenden Auto oder einer Blutzucker-messenden Kontaktlinse (zum Beitrag) immer wieder unter Beweis gestellt. Mit der Google Glass getauften AR-Brille hat sich das Unternehmen allerdings ein bisschen übernommen könnte man meinen. Immerhin wurde es in Form der Explorer Edition völlig unerwartet eingestellt, nur um von vorn beginnen zu können, um quasi wie der Phönix aus der Asche wieder auferstehen zu können.
So ähnlich könnte man die Worte von Googles Vorstandsvorsitzenden Eric Schmidt interpretieren, die er jüngst zur Google Glass verloren hat. So sei das Projekt mittlerweile viel zu wichtig, als das man es einfach so einstampfen könnte, wie es mit anderen Projekten in der Vergangenheit geschehen war. Mit der neuen Version der smarten Brille will man jedoch keinen Schnellschuss mehr riskieren, wie es mit der 2012 erstmals öffentlich vorgestellten Google Glass passiert war. Die Demonstration zur Google I/O 2012 war zwar genial, aber rückwirkend betrachtet viel zu schnell.
Das deckt sich auch mit einer Aussage vom SXSW-Festival durch Astro Teller, welcher in einer Podiumsdiskussion zu gab, dass man dem Explorer Edition Program zu viel Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit gewährte (zum Beitrag). Dadurch wurden Erwartungen geschürt, die Google mit der Google Glass einfach nicht erfüllen konnte. Noch nicht, wohlgemerkt. Denn auf lange Sicht hält der Konzern an dem Projekt fest und vergleicht es passenderweise mit dem Google Car.
Nur weil es eine Person derzeit noch nicht vollkommen autonom nach Hause fahren kann, ist es noch lange kein Fehlschlag im Gesamten. Solche Dinge benötigen ihre Zeit zum reifen und genau das ist auch bei Google Glass der Fall, so Schmidt. Und diese Zeit soll die Brille bekanntlich unter der Leitung von Tony Fadell erhalten (zum Beitrag), einem der Väter des iPod.
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