Anfang des Monats hatte Motorola das Moto X vorgestellt, welches zu diesem Zeitpunkt in nahezu all seiner Pracht bekannt gewesen war. Selbst der Moto-Maker, eine Website von Motorola zur individuellen Gestaltung des Moto X Gehäuses, war zur Präsentation nichts Unbekanntes mehr gewesen. Was aber kaum einer wusste: Motorola ist bei Weitem nicht der erste Konzern mit dieser Idee gewesen.
Das Moto X selbst ist in Sachen Technik nicht der Überflieger geworden den manche von Motorola erhofft hatten, was Motorola mit dem Moto X aber auch nie vor hatte. Stattdessen will der Konzern unter den Fittichen von Google grundsolide Technik mit bestmöglicher Software-Optimierung anbieten, welche mit der Oberklasse mithalten können. Dazu setzt Motorola unter anderem auf einen angepassten Snapdragon S4 Pro Dualcore mit zwei speziellen Applikationsprozessoren, um diverse Sensoren und die dauerhaft aktive Sprachsteuerung Energie-Effizient einsetzen zu können. Abgesehen davon ist der Motomaker das zentrale Element beim Moto X, mit denen sich Käufer bei Motorola direkt ihr Moto X individuell erstellen können.
Auch wenn es nicht bis zur Marktreife kam, experimentierte HTC noch vor Motorola mit einer solchen Möglichkeit in den USA. Gedacht war das Projekt mal für das Windows Phone Gerät HTC 8XT, welches in den USA bei Sprint auf den Markt gebracht wurde. Das als Web-App konzipierte HTC Design Studio sollte die einfache Auswahl einer persönlichen Gehäusefarbe ermöglichen und für Sprint-Kunden zur Verfügung stehen, das Projekt wurde jedoch wieder eingestellt. Abgesehen von der eigentlichen Gehäusefarbe hätte die Sprint-Kundschaft zusätzlich die Farbe der Lautsprecher anpassen können, die Farbakzente im Gehäuse sowie eine persönliche Gravur.
Der Grund für das Einstellen des Projektes sind letzten Endes die enorm hohen Kosten für solch eine Individualisierbarkeit gewesen sowie die zwangsläufig auftretende Komplexität der Herstellung. Sollte Motorola mit seinem Motomaker und dem Moto X dagegen einen beachtlichen Erfolg erzielen, könnte HTC seine alte Idee wieder ausgraben und auf neue Modelle adaptieren. Selbst andere Unternehmen könnten das für kommende Top-Modelle anbieten, zumindest dürfte das auf einiges Interesse stoßen, sofern ein solcher „Maker“ nicht auf einen Netzanbieter beschränkt bliebe. Und noch viel wichtiger: Nicht US-exklusiv.
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