Auf der Consumer Electronics Show 2013 Anfang Januar hatte NVIDIA seinen Tegra 4 Quadcore offiziell enthüllt, neben der Konkurrenz von Intel, Samsung und Qualcomm. Der neue Quadcore soll die Leistung seiner Vorgänger deutlich übertreffen, allerdings machten erste Benchmarks keinen sonderlich guten Eindruck: Der Quadcore-Neuling lag eher im oberen Mittelfeld.
Der im iPad verbaute Apple A6X war beispielsweise deutlich vor diesem ersten Benchmark-Ergebnis, selbst der Exynos 5 Dual des Nexus 10 lag vor dem Tegra 4. Spätestens da fingen die ersten an über den NVIDIA-Quadcore zu lästern, zumal das Interesse bei den Herstellern der Mobilfunkbranche ziemlich verhalten ist. NVIDIA selbst gab als Gründe die noch nicht abgeschlossenen Optimierungsarbeiten in der Software an und NVIDIA sollte ja sowas von Recht behalten, wie Benchmarks vom Mobile World Congress 2013 mit einer Entwickler-Plattform vor gut einer Woche zeigten.
Die vier Kerne auf Basis der ARM Cortex A15 Architektur mit den Cortex A7 basierenden Companion Core fegten einfach mal alles an Chips weg, die auf dem Markt sind und das sehr deutlich. Verstärkt wird die rohe CPU-Leistung des Quadcores von einem Grafikchip, der gleich mal auf 72 Shader zurückgreifen kann, der Leistungssprung soll gegenüber dem Tegra 3 das gut Sechsfache betragen. Anhand der Benchmarks kann man diesen Behauptungen wahrlich Glauben schenken, denn allein in AnTuTu bläst die Entwickler-Plattform mit über 36.000 Punkten alles weg: Vom Apple A6X über den Snapdragon 600 oder einen Exynos 5 Dual. Aber genug geplappert, eine Vergleichstabelle der erzielten Werten mit Gegenspielern dürfte da aussagekräftiger sein.
Dennoch hat der Tegra 4 noch etwas Spielraum in der Optimierung und vor allem im Grafikbereich sollte sich NVIDIA dem annehmen. Erzielte der Tegra 4 im wirklich Rechenintensiven Egypt Offscreen des GLBenchmark zwar durchaus respektable 56 Frames pro Sekunde, der Tegra 3 im Transformer Pad Infinity von ASUS erzielte aber deutlich höhere 75 Frames pro Sekunde. Es besteht also noch immer ordentliches Potential des neuen Quadcores, was wohl vor allem bei mobilen Spielern für feuchte Hände sorgen dürfte. Auch angesichts des NVIDIA Project Shield, dem portablen Gaming Device von NVIDIA höchstselbst.
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