NVIDIA ist heutzutage kaum noch zu sehen, in immer weniger Tablets und erst Recht Smartphones sind die Chips der Kalifornier anzutreffen. Die Generation Tegra 4 hat gegenüber dem Vorgänger Tegra 3 regelrecht versagt, dabei ist der Tegra 4 vollgestopft mit Technik und Features. Hat aber nicht gereicht, also kreiert man kurzerhand einen neuen Markt.
Während die beiden Vorgänger des NVIDIA Tegra 4 noch massenweise Verwendung fanden vor allem in Tablets, sieht es mit besagtem Tegra 4 extrem mau aus. Kaum ein Hersteller setzt noch großartig auf diesen Prozessor, meistens sind Prozessoren von Qualcomm anzutreffen oder von MediaTek und Rockchip. Und das trotz der Bärenleistung des Tegra 4.Kein Wunder das die Konzernspitze mit dem Mobil-Geschäft alles andere als zufrieden ist. Aber zurückziehen werde man sich deswegen noch lange nicht aus dem Markt für mobile Prozessoren, stattdessen orientiert man sich neu und will spezielle Marktbereiche für sich besetzen. Den Kampfeswillen hat NVIDIA jedenfalls nicht verloren.
Jen-Hsun Huang, der Gründer und CEO von NVIDIA, sagte kürzlich, dass man die Nische der Superphones für sich einnehmen wolle. Dabei vertraut NVIDIA in erster Linie auf seine grafischen Fähigkeiten, die unter anderem mit der Kepler-Architektur für den Grafikchips des NVIDIA Tegra K1 Verwendung findet. Damit hat NVIDIA den Spagat zwischen Desktop und Mobil geschafft, was sich in erster Linie im Aufwand der Anpassungen für Spiele-Entwickler (positiv) bemerkbar machen soll. Selbst Videospielkonsolen scheint NVIDIA in diesen Markt mit einzubeziehen aber man wird sehen was daraus wird.
Außerdem will sich der Konzern aus Kalifornien verstärkt im Automotive-Markt betätigen. Zwar hat man dort schon ein Bein drin mit dem Tegra 3 für diverse Infotainment-Systeme aber mehr schadet bekanntlich nicht. Konkret hat das Unternehmen ein Auge auf komplexere Systeme geworfen, zum Beispiel auf Systeme zur Kollisionsvermeidung. Insofern ist es kein Wunder, dass NVIDIA mit zu den Gründungsmitgliedern der Open Automotive Alliance gehört, die auf der CES 2014 vorgestellt wurde.
Übrigens hat die Mobile-Sparte von NVIDIA nicht wirklich versagt. Sie war nur nicht so erfolgreich wie man sich das vorgestellt hatte. Insofern sind wir mal gespannt auf die ersten Geräte, die vom Tegra K1 befeuert werden.
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