PACE macht das eigene Auto für 90 Euro zum Connected Car

Neue Autos der gehobenen Preisklasse werden mit jeder Generation smarter und technisch vielseitiger, aber auch ältere Modelle können mit Hilfe von PACE zum modernen Connected Car werden. Die Crowdfunding-Kampagne des deutschen Startup-Unternehmen verbindet die Möglichkeiten eines Smartphones kurzerhand mit der sowieso schon vorhandenen Bord-Elektronik und das sowohl für Android als auch iOS Smartphones.

Über 50.000 Euro hatten die Entwickler des Kickstarter-Projektes PACE sich erhofft, doch mit aktuell fast 230.000 Euro hat man das Ziel der Connected Car Kampagne bereits mehr als deutlich erreicht. Kein Wunder: Das Projekt stammt nicht nur aus dem Autoland Deutschland, sondern ist mit seinen Funktionen auch auf deutsche Autofahrer zugeschnitten.

Dabei besteht das Konzept lediglich aus einer Smartphone-App und einem Dongle für die OBD2-Schnittstelle, die in nahezu jedem Fahrzeug zu finden ist. Während es solche Dongle schon länger gibt, kann vor allem die App mit ihrer Umsetzung punkten.

Rundum informiert mit PACE

Der OBD2-PACE Link überträgt seine gesammelten Daten drahtlos per Bluetooth zu einem Smartphone wo sich die App schließlich um die anschauliche Auswertung kümmert. Diese steht sowohl für Android als auch iOS zum Download bereit.

Eine der Hauptaufgaben neben der Überwachung sowie Auswertung von Spritverbrauch und Motorleistung ist die Analyse von etwaigen Fehlern und das Anlegen eines automatischen Fahrtenbuches. In Kombination mit dem Smartphone wird PACE sogar zum Sparhelfer. Die gewonnenen Fahrzeugdaten zum Füllstand des Tanks zum Beispiel werden mit in die Ortung des Autos einbezogen, sodass die App die günstigste Tankstelle ausfindig machen kann, die auf dem Rest der Strecke anzutreffen ist.

In diesem Zusammenhang kann die App sogar Tipps geben, wie man seinen Fahrstil zugunsten von einem besseren Spritverbrauch ändern kann. Wer lieber das Optimum aus dem Motor herausholen wird freut sich über den angesprochenen Performance-Monitor. Dieser zeigt Drehzahl, Motorauslastung und Querbeschleunigung an – in Echtzeit. Nur falls man mal etwas sportlicher unterwegs sein will.

Schaltet man den Motor aus, wechselt die PACE App automatisch in den Timeline-Modus, in welchem man seine Fahrt ohne weiteres Zutun in einem elektronischen Fahrtenbuch des Connected Car speichern kann. Diese lasen sich wahlweise als private oder geschäftliche Fahrt speichern, falls man diese steuerlich geltend machen möchte.
Außerdem lassen sich in diesem Modus bei Bedarf die Wegstrecken analysieren und optimieren, sofern man die Strecken regelmäßig fährt.

Neben diesen Funktionen will PACE allerdings auch noch mit weiteren Funktionen aufwarten. So kann man unter anderem sein Auto bei Bedarf orten wenn man es auf einem vollen Parkplatz nicht wiederfinden sollte. Selbst eine SOS-Funktion ist eingebaut.

Connected Car für alle

Selbstverständlich sollte man erwähnen, dass es schon länger OBD2-Dongle mit Bluetooth auf dem Markt gibt. Sogar o2 mischt in diesem Bereich mit (zum Beitrag). Was PACE allerdings von diesen Lösungen unterscheidet ist das Gesamtkonzept: Die meisten Dongle benötigen noch weitere Zusatz-Geräte oder Navi-Apps, deren Funktionsumfang selbst begrenzt ist. Insofern stellt das Projekt des deutschen Startups mit Sitz in Berlin und Karlsruhe einen frischen Ansatz dar, der zudem auch noch relativ preiswert ist.

Natürlich muss man sich sicher sein, dass überhaupt eine OBD2-Schnittstelle für den PACE Link vorhanden ist. Sofern man einen Benziner ab Baujahr 2001 oder einen Diesel ab Baujahr 2004 sein Eigen nennt, ist die Schnittstelle aufgrund gesetzlicher Vorgaben verbaut und dem Connected Car steht nichts im Wege. Manche Hersteller haben sogar bereits ab dem Baujahr 1996 die OBD2-Schnittstelle integriert.

Im Gegensatz zu manch anderen Crowdfunding-Kampagnen können Unterstützer schon im Mai mit ihrem Gadget für das Connected Car rechnen. Aktuell ist man mit 89 Euro noch dabei, bevor der reguläre Preis von 119 Euro für PACE fällig wird. Allerdings sollte man schnell sein: Nur noch ein Viertel der verfügbaren Menge zu diesem Preis ist noch vorhanden.

[Quelle: Kickstarter]
Stefan

Mann mit Bart und Faible für Smartphones und Tablets jeder Plattform, doch eindeutig bekennender Androidliebhaber.

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Stefan

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